Helga Bender, auch Helga König, verheiratete Helga Keim (* 22. Februar 1942Traueranzeige der Familie auf vrm-trauer.at, abgerufen am 23. April 2026 in Kamenz, Sachsen als Helga Hansen; † 15. Juni 2018 in Mainz-Drais), war eine deutsche Schauspielerin.
Biografie Die gebürtige Helga Hansen war zunächst Kindergärtnerin und kam 1966 aus der DDR in die Bundesrepublik. Sie ließ sich an der Kunstschule Mainz zur Graphikerin ausbilden und absolvierte die Schauspielschule Wiesbaden. 1969 erhielt sie unter dem Namen Helga Bender ein festes Engagement als Charakterschauspielerin am Stadttheater Mainz, an dem sie bereits seit Oktober 1968 als künstlerische Assistentin beschäftigt war.Traueranzeige des Staatstheaters Mainz auf vrm-trauer.de, abgerufen am 23. April 2026
Als Helga König wirkte sie ab 1972 in mehreren Lederhosenfilmen des Regisseurs Franz Marischka mit. Marischka selbst gab ihr diesen Namen, um ihre Theaterkarriere nicht zu gefährden. Wurde sie dennoch erkannt, beharrte sie auf der Existenz einer Doppelgängerin. Später war sie als Helga Bender in Film- und Fernsehrollen zu sehen. Sie blieb aber vornehmlich Theaterschauspielerin in Mainz, wo sie unter anderem als Minna in Gotthold Ephraim Lessings Minna von Barnhelm und als Terese in Fremdes Haus von Dea Loher zu sehen war. Ihre wichtigste Rolle in einem Film war zweifellos die der Martina in Edgar Reitz’ Heimat.
Helga Bender war bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2004 Mitglied des Schauspielensembles am Staatstheater Mainz. Sie gab zwar im Jahr 2004 ihre Abschiedsvorstellung, war danach jedoch weiterhin in ihrem Beruf aktiv, besonders mit Dichterlesungen. Zuletzt war sie am Staatstheater Wiesbaden im Musiktheater in der Neuproduktion von Carmen als Mutter zu sehen und spielte die Hauptrolle in dem Kurzfilm Erwachen von Martin Urschel.
Im Juli 2004 wurde ihr die Bezeichnung „Kammerschauspielerin“ verliehen.
Sie war mit dem Historiker, Autor und Lokalpolitiker Anton Maria Keim verheiratet und lebte zuletzt mit ihm im Caritas Altenzentrum in Mainz-Drais.
Filmografie als Helga König: 1973: Die Stoßburg – Wenn nachts die Keuschheitsgürtel klappern 1973: Liebesgrüße aus der Lederhose 1973: Laß jucken, Kumpel 2. Teil – Das Bullenkloster 1973: Liebesjagd durch sieben Betten 1974: Laß jucken, Kumpel 3. Teil – Maloche, Bier und Bett 1974: Liebesgrüße aus der Lederhose 2. Teil: Zwei Kumpel auf der Alm 1977: Liebesgrüße aus der Lederhose 3 – Sexexpress aus Oberbayern
als Helga Bender: 1975: Champagner aus dem Knobelbecher 1976: Ich will doch nur, daß ihr mich liebt (TV) 1980: Nirgendwo ist Poenichen (TV) 1984: Heimat – Eine deutsche Chronik (TV) 1984: Ein Fall für Zwei: Elf Jahre danach 2007: Erwachen (Kurzfilm)
Literatur Franz Zwetschi Marischka: Immer nur lächeln, Amalthea; Wien, München (2001) ISBN 3-85002-442-3, S. 246–248.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Kammerschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Mainz) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1942 Kategorie:Gestorben 2018 Kategorie:Frau