The Grass Roots, auch The Grassroots, war eine amerikanische Popband, die ihre größten Erfolge zwischen 1966 und 1971 hatte.
Geschichte Die aus Los Angeles stammenden Musiker Warren Entner und Creed Bratton beschlossen Anfang der 1960er Jahre, nach Europa zu gehen und dort ihr Glück zu versuchen. Sie blieben zwar ziemlich erfolglos, lernten aber viel über die neue, englische Beatmusik, die auf den Kontinent überschwappte.
1966 kehrten sie nach Kalifornien zurück, engagierten Rob Grill und Rick Coonce und stellten ein Quartett zusammen. Der erste Bandname lautete „The Thirteenth Floor“. Die Gruppe trat in kleinen Clubs und Diskotheken auf und schickte häufig Demobänder an große Plattenfirmen.
Eins davon landete auf dem Tisch der Produzenten und Songwriter P. F. Sloan und Steve Barri. Diese beiden hatten schon den Superhit Eve of Destruction für Barry McGuire geschrieben und soeben eine Version von Bob Dylans Song Ballad of a Thin Man aufgenommen, und zwar unter dem Namen „The Grassroots“.
Diese Single war sehr erfolgreich und nun musste eine Gruppe für Liveauftritte zusammengestellt werden. Ihre Wahl fiel auf die Band Thirteenth Floor, die fortan „Grassroots“ hieß und später in „The Grass Roots“ umbenannt wurde.
Sloan und Barri sorgten für zahlreiche weitere Hits, die die Gruppe zwischen 1966 und 1972 zu verzeichnen hatte. Bei dem ersten US-Top-10-Hit von 1967, Let’s Live for Today, spielte der Schlagzeuger und Studiomusiker Hal Blaine mit. Nach vielen personellen Wechseln löste sich die Band schließlich 1972 auf. Warren Entner und Creed Bratton wurden Schauspieler, Rick Coonce eröffnete eine Hühnerfarm.
Nur Rob Grill blieb der Musik verbunden und versuchte 1975, mit neuen Mitgliedern wiederum eine Formation namens „The Grass Roots“ zu erschaffen. Der Versuch scheiterte jedoch und Grill kam lediglich 1979 als Solist mit dem Song Rock Sugar noch einmal in die Charts. Er starb mit 67 Jahren am 11. Juli 2011 nach einem mehrwöchigen Koma infolge einer Kopfverletzung, die er sich bei einem Sturz zugezogen hatte.David Riedel: Rob Grill of the Grass Roots dead at 67 CBS News, abgerufen am 17. April 2012 Zuvor war bereits der frühere Schlagzeuger Rick Coonce am 25. Februar desselben Jahres an Herzversagen gestorben.
Diskografie
Studioalben
Weitere Alben 1966: Where Were You When I Needed You 1968: Feelings 1973: Alotta Mileage 1975: The Grass Roots 1982: Powers of the Night
Livealben 1985: Happy Together Tour 1985 (mit The Turtles, Gary Lewis & the Playboys und The Buckinghams) 1988: California Dreamin’ Live (mit The Mamas and the Papas) 2000: Live at Last
Kompilationen
Weitere Kompilationen
Singles
Weitere Singles 1965: Mr. Jones (A Ballad of a Thin Man) 1966: Tip of My Tongue 1968: Melody for You 1968: Feelings 1972: Anyway the Wind Blows 1973: Where There’s Smoke There’s Fire 1973: We Can’t Dance to Your Music 1974: Stealin’ Love (In the Night) 1976: Naked Man 1976: Out in the Open (mit Rob Grill) 1982: She Don’t Know Me
Auszeichnungen für Musikverkäufe
Quellen
Weblinks
Kategorie:Popband Kategorie:US-amerikanische Band