(dt.: „Haufen“) war eine Einheit der dörflichen Selbstverwaltung in Polen zu verschiedenen Zeiten.
In der polnisch-litauischen entwickelte sich vom 16. bis zum 18. Jahrhundert insbesondere in Kleinpolen eine Organisation, die alle Dorfbewohner umfasste. Ihre Organe waren die Dorfversammlung () und das Dorfamt (). Sie beschäftigte sich mit internen Angelegenheiten des Dorfes, der Steuereintreibung und der Aufsicht über die finanziellen Leistungen gegenüber dem König. In Kongresspolen ging die 1859 in den Bestand der Sammelgemeinde () ein. Ihr ausführendes Organ waren die Schulzen (), die von Gromadaversammlungen gewählt wurden. Ihre Organisation war in Bauerndörfern, ehemals städtischen Siedlungen und Kleinadelsdörfern unterschiedlich. In der Zweiten Polnischen Republik zwischen den Weltkriegen war die ein Teil der Sammelgemeinde und zugleich eine separate Körperschaft, die den Gromadabesitz verwaltete. In der Volksrepublik Polen war die von 1954 bis 1972 die kleinste Verwaltungseinheit. Eine umfasste mehrere Dörfer und wurde als Ersatz für Gemeinden eingeführt. An ihrer Spitze stand der Volksrat () und dessen Präsidium.Dz.U. 1954 nr 43 poz. 191 Ustawa z dnia 25 września 1954 r. o reformie podziału administracyjnego wsi i powołaniu gromadzkich rad narodowych. 1972 wurde sie wieder durch Gemeinden () abgelöst.
Siehe auch Hromada (Verwaltungseinheit)
Fußnoten