St. Donat ist eine Ortschaft in der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan im österreichischen Bundesland Kärnten mit Einwohnern (Stand ). Bis zur Eingemeindung im Jahr 1958 war die Ortschaft Hauptort der Gemeinde St. Donat.

Geographische Lage Die Ortschaft liegt auf dem Gebiet der Katastralgemeinde St. Donat, am Nordrand des Zollfelds, vier Kilometer südlich der Stadt St. Veit, an der Zollfeld Straße L71. Im Ort zweigt die Krappfeld Straße L83 nach Launsdorf und zur Burg Hochosterwitz ab.

Ursprung des Ortsnamens mini|Der heilige Donatus auf dem Hochaltar in der Pfarrkirche Namensgeber des Ortes ist der Patron der Pfarrkirche, der heilige Donatus (lateinisch: Sanctus Donatus), ein römischer Soldat, der später heiliggesprochen wurde. Er findet sich auch in der Pfarrkirche wieder als zentrale Hochaltarfigur und hält den Blitz als sein Erkennungszeichen in der rechten Hand.

Geschichte In der Antike befand sich im Gebiet von St. Donat und St. Michael am Zollfeld ein römischer Vicus mit einem Tempelbezirk.

In der Steuergemeinde Sankt Donat liegend, gehörte der Ort in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Osterwitz. Bei Bildung der Ortsgemeinden im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 kam St. Donat an die Gemeinde St. Georgen am Längsee, 1895 an die damals neu gegründete Gemeinde St. Donat. 1958 kam der Ort an die Gemeinde St. Veit an der Glan.Wilhelm Rausch: Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs (= Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs. Band 2). Linz 1989, S. 246. Im Dezember 1959 wurde der Gendarmerieposten St. Donat aufgelassen.Simone Julia Zluga: Die Kärntner Gendarmerie von 1945 bis 1960 – Organisatorische Veränderungen und Entwicklungen. Diplomarbeit, Graz 2014, S. 66.

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 21 Häuser, 154 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872, S. 70. 1880: 23 Häuser, 153 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882, S. 56. 1890: 19 Häuser, 147 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894, S. 57. 1900: 19 Häuser, 142 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905, S. 76. 1910: 20 Häuser, 119 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918, S. 41. 1923: 21 Häuser, 137 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 17. 1934: 145 Einwohner handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 17. 1961: 28 Häuser, 190 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965, S. 257. 2001: 73 Gebäude (davon 67 mit Hauptwohnsitz) mit 102 Wohnungen; 263 Einwohner und 6 Nebenwohnsitzfälle; 96 Haushalte; 7 Arbeitsstätten, 6 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004, S. 121. 2011: 95 Gebäude, 306 Einwohner, 113 Haushalte, 17 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt 2014. 2021: 133 Gebäude, 450 Einwohner, 195 Haushalte, 100 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 43.

Bauwerke mini|hochkant|„Riesin von St. Donat“ an der Außenmauer der Kirche St. Donat Pfarrkirche St. Donat: Der Ort ist bekannt für seine ursprünglich im romanischen Stil erbaute Kirche mit in den Außenwänden eingemauerten vorkeltischen, keltischen und römischen Reliefsteinen mit Personendarstellungen und Skulpturen. Die hier ebenfalls eingemauerte, kopflose überlebensgroße Statue, die „Riesin von St. Donat“, ist eine Männerfigur von einem römerzeitlichen Grabmal. Der Kopf, der früher als Ersatz für das verlorengegangene Original eingemauert war und heute an anderer Stelle eingemauert ist, stammt aus dem Mittelalter. Der Schletterhof ist ein zweigeschoßiges Herrenhaus, das im 17. Jahrhundert über einem älteren Kern errichtet wurde. FunderMax Werk 3 von Coop Himmelblau, 1989, ist ein Beispiel für innovative Industriearchitektur. Die Anlage besteht aus zwei Bauteilen – aus einem Energiezentrum und einer Produktionshalle. Das Energiezentrum hat eine Grundrissfläche von 14 × 31 m und eine Höhe von 8 m mit drei Kaminen zu je 25 m Höhe. Die Produktionshalle misst 42 × 175 m mit einer Höhe von 10,50 m. Verbunden sind diese beiden Teile durch eine Medienbrücke (46 m Länge / 2,50 m Breite). Die Halle hat vier kleine Vordächer und ein großes Flugdach. Das Energiezentrum hat weiters eine Kaskade (13 m hoch) und die drei oben genannten Kamine, die den Namen „tanzende Kamine“ tragen. Ein weiterer räumlicher Eingriff ist die „explodierende Ecke“, in der der Präsentations- und Empfangsraum untergebracht ist. Konstruktion: Halle: Stahl. Wände: vorgehängte Stahlbetonfertigteile, darüber bündige Blechpaneele. Belichtung durch Sheds an der Nordlängsseite.

Gesellschaft Freiwillige Feuerwehr St. Donat Im März 1924 fand die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr St. Donat statt. Bereits vier Jahre später beschloss die Gemeindevertretung, neben der Kirche ein Gemeindehaus zu errichten. Ein Zubau diente der Freiwilligen Feuerwehr damals als Depot. Im August 1928 wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergeben. 1949 wurde mit dem Ankauf eines Kraftfahrzeugs, das für Einsatzzwecke umgebaut wurde, ein entscheidender Schritt in Richtung Mobilität getan. 1974 erhielt die Freiwillige Feuerwehr ein Unimog-Fahrzeug. In der Nacht vom 10. auf den 11. Jänner 1961 setzte ein Brandstifter drei Wirtschaftsgebäude in Brand. Dieser Einsatz stellte die wohl größte Herausforderung in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr St. Donat dar. Der Verursacher des Brandes konnte noch in derselben Nacht gefasst werden. 1990 mussten die Florianijünger eine weitere Bewährungsprobe bestehen. Nach einer Explosion im Funderwerk in Glandorf (Kärnten) wurde über Rundfunk Giftgasalarm ausgerufen. Die Feuerwehr stand mit schwerem Atemschutz stundenlang im Einsatz. Im April 1995 geriet die Trocknungsanlage der Firma Funder in Brand. Die Freiwillige Feuerwehr St. Donat stand 18 Stunden lang im Einsatz. Mit der Erweiterung des Industrie- und Gewerbeparkes bekam die Freiwillige Feuerwehr St. Donat zunehmend mehr Einsätze und gewann an Bedeutung. Ebenso stellt die S37 eine weitere einsatztechnische Herausforderung dar. Im Jahr 2017 wurde Untermühlbach nach einem Unwetter von einem Hochwasser des Ziegelbachs heimgesucht, die Feuerwehr St. Donat stand dabei 2 Tage im Einsatz. Sängerrunde St. Donat Theatergruppe St. Donat, Theateraufführungen und Lesungen Trachtenkapelle St. Donat/Glandorf (Kärnten)

Besonderes mini|Steinerner Tisch oberhalb von St. Donat Der Ort liegt auf dem Anmarschweg der Sörger Teilnehmer zum Vierbergelauf am Vortag des Dreinagelfreitags (zweiter Freitag nach Ostern). Nahe dem Aufstieg zum Magdalensberg befindet sich auf einem Felsvorsprung ein steinerner Tisch in Form einer Felsplatte. Von St. Donat führt der markierte Weg Nr. 814, mit einer Zeitangabe von zwei Stunden, auf den Magdalensberg.

Persönlichkeiten Stefan Knafl (1927–2005), Politiker Anton Schmid (1915–1996), Dichter, Komponist und Erneuerer des Kärntner Liedes, Pädagoge und Chorleiter

Weblinks

Beschreibung und Abbildungen der Steindenkmäler

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (St. Veit an der Glan) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan