alternativtext=|mini|Massimo Rocchi (2019) Massimo Rocchi (* 11. März 1957 in Cesena, Italien) ist ein italienisch-schweizerischer Komiker.
Leben und Wirken Nach seinem Abitur am Gymnasium Vincenzo Monti in Cesena (1976) studierte Rocchi Theaterwissenschaften an der Universität Bologna. 1978 nahm er im französischen Boulogne-Billancourt bei Étienne Decroux am Unterricht Mime-Corporel teil. In den darauffolgenden drei Jahren besuchte er die École Internationale Marcel Marceau, wo er 1982 das Abschlussdiplom erhielt. Er schrieb Theaterproduktionen wie Spiagge Italiane, Facsimile, auä, Circo Massimo und rocCHipedia. 2003 war er in der Titelrolle im Jubiläumsprogramm des Schweizer Circus Knie «jetzt oder Knie» während des ganzen Jahres zu sehen. 2012 gab er sein Debüt als Opera-buffa-Regisseur im Theater Basel mit Joseph Haydns «Lo speziale» 2012 und Gaetano Donizettis «Don Pasquale» 2014. Anlässlich des Dies academicus 2011 der Universität Freiburg (Schweiz) verlieh ihm die Philosophische Fakultät die Ehrendoktorwürde.
Seine ersten Programme waren rein pantomimisch, bevor er sich zum sprechenden Pantomimen und zum Sprachakrobaten entwickelte. Immer noch spielt er nicht nur mit der Sprache, sondern beherrscht auch die Körpersprache. Massimo Rocchi karikiert in seinen Bühnenshows gerne Kulturarchetypen sowie sprachliche Eigenheiten und Absurditäten. Er benutzt dabei Deutsch (Standardsprache und Schweizer Dialekt), Französisch, Spanisch und Italienisch; oft wechselt er die Sprache innerhalb eines Programms.
2013 wurde Massimo Rocchi von Musiker David Klein wegen Verletzung der Schweizer Rassismus-Strafnorm angezeigt. In der Diskussionssendung Sternstunde Philosophie des Schweizer Fernsehens wurde Rocchi von Moderator Juri Steiner zum Begriff «Lustgewinn» aus dem Buch «Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten» des (jüdischen) Psychoanalytikers Sigmund Freud befragt. Rocchi habe mit dem antisemitischen Stereotyp des geldgierigen Juden geantwortet: «Das ist also bei Freud sehr nah – ich entschuldige mich, aber ich sage das – an jüdischen Humor gibt es immer Zinsen, die (man) verdienen will. Der Jude macht oft Humor, um zu zeigen, dass er Jude ist und dass er Humor hat und dass er nahe bei Gott ist.» Rolf Bossart schrieb dazu in der linken WOZ: «Besser als Massimo Rocchi kann man nicht ausplaudern, worin das Spezifische im heutigen Antisemitismus besteht.»Programmierte Tragödie. Rolf Bossart über drei und mehr Fälle von Antisemitismus. In: WOZ. Nr. 13/2013 vom 28. März 2013, abgerufen am 24. November 2018. Das Verfahren wurde im Februar 2019 von Staatsanwalt Jürg Boll eingestellt. Massimo Rocchi habe sich im Schweizer Fernsehen nicht antisemitisch geäussert.David Klein: Humor eines Sprachkünstlers. In: Weltwoche. 12. Januar 2021.
Rocchi lebt in Basel.
Produktionen 1986: Spiagge Italiane 1989: Mamma Mia 1990: Plages italiennes 1991: Das Orakel in der Wüste 1993: Massimo & Rocchi 1994: äuä 1997: je viens de partir 1999: Adele! 2001: Circo Massimo (Fassung für Deutschland und Österreich) 2003: jetzt oder Knie (Jubiläumstour 200 Jahren Familien Knie mit dem Schweizer National Circus) 2005: Circo Massimo (Schweizer Fassung) 2009: rocCHipedia 2015: EUä 2017: 6zig 2018: Staunen im Wintergarten Varieté, Berlin, Deutschland 2019: Life 2020–2024: Carte Blanche 2024: " Peter und der Wolf " von Sergei Prokofjew. Zürich, Musik Konservatorium. Erzähler in 2 Auftritten (Italienisch und D/CDdeutsch) für die Orchestergesellschaft Zürich unter der Leitung von Olivera Sekulić 2024: " MASSIMO ROCCHI LIVE ", Théâtre du Passage, Neuchâtel in Französisch – und in Bierhübeli, Bern in Deutsch. 2024: Eröffnung 17. Literaturtage Zofingen Zofingen, " die italienische Sprache, die Vokalen und das H " 2025: «ROSSINI AL DENTE» Bern, Casino Bern im Burgerratssaal – Ensemble Vivace und Massimo Rocchi (Humorist) – Drammaturgie Dorothea Krimm – Veranstalter Bühnen Bern 2025: "50 Jahren Bühnepräsenz". Basel, Theater Fauteuil. Neuchâtel, Théatre du Passage, Kufstein in Kultur Quartier Kufstein
Auszeichnungen 1988: 1. Preis beim Wettbewerb Professione comico in Venedig, Italien 1990: 1. Preis beim Festival Européen d’Humour in Saint-Gervais-les-Bains, Frankreich 1991: 1. Preis beim Festival International in Cannes, Frankreich 1993: 1. Preis beim Festival du Théâtre Comique in Lyon, Frankreich 1996: Salzburger Stier in Salzburg, Österreich 1997: Prix Walo in Zürich, Schweiz 1998: Deutscher Kleinkunstpreis in Mainz, Deutschland 1998: Kleinkunstpreis Wilhelmshavener Knurrhahn in Wilhelmshaven, Deutschland 1999: Paul Haupt Preis in Bern, Schweiz 2005: SwissAward, Kategorie Showbusiness in Zürich, Schweiz 2007: Schweizer Kabarett-Preis Cornichon in Olten, Schweiz 2008: Schweizer KleinKunstPreis in Thun, Schweiz 2013: AZ Medien Kulturpreis in Baden, Schweiz
Literatur
Weblinks
Website von Massimo Rocchi
Einzelnachweise
Kategorie:Komiker Kategorie:Kabarettist (Schweiz) Kategorie:Ehrendoktor der Universität Freiburg (Schweiz) Kategorie:Schweizer Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Mann