In der Saison 1981/82 der 2. Bundesliga erreichten der FC Schalke 04 und Hertha BSC den Aufstieg in die Bundesliga. Kickers Offenbach scheiterte in den Relegationsspielen. Es war die erste Saison der 2. Bundesliga, die in einer Staffel für das gesamte damalige Westdeutsche Staatsgebiet ausgetragen wurde.

Veränderungen zur Vorsaison Aus einer Nord- und einer Süd-Staffel wurde nun eine eingleisige 2. Bundesliga mit 20 Teams gebildet. Die beiden Meister Werder Bremen und SV Darmstadt 98 waren – genauso wie Relegations-Gewinner Eintracht Braunschweig – in die Bundesliga aufgestiegen und wurden nun durch die drei Absteiger FC Schalke 04, 1860 München und Bayer 05 Uerdingen ersetzt. Neben Relegations-Verlierer Kickers Offenbach waren auch die Dritt- und Viertplatzierten jeder Staffel direkt für diese Saison qualifiziert. Dies waren: Hertha BSC und Hannover 96 (Nord) sowie die Stuttgarter Kickers und Hessen Kassel (Süd). Darüber hinaus wurden aus jeder Staffel sechs weitere Mannschaften aufgenommen, die die besten Platzziffern vorzuweisen hatten. Im Norden waren dies: Alemannia Aachen, VfL Osnabrück, SG Union Solingen, Rot-Weiss Essen, Fortuna Köln und SG Wattenscheid 09. Aus der Süd-Staffel betraf dies: Waldhof Mannheim, SC Freiburg, SpVgg Bayreuth, Freiburger FC, Wormatia Worms und die SpVgg Fürth. Während in der Nord-Staffel die punktbesten Teams auch die Plätze 5 bis 10 belegten, verhalf sie im Süden Worms und Fürth zur Qualifikation, während der SSV Ulm 1846 (Platz 5) und Eintracht Trier (Platz 8) leer ausgingen.

Als Folge der eingleisigen Liga wurde der Aufstieg zur Bundesliga neu geregelt. Der Meister und der Vizemeister waren direkt für die Bundesliga qualifiziert. Der Dritte bekam die Chance, in Relegationsspielen gegen den Sechzehnten der Bundesliga ebenfalls aufzusteigen. Vier Vereine stiegen in die Oberliga ab.

Saisonverlauf

Aufstieg Schalke 04 konnte seine Favoritenrolle weitestgehend bestätigen und musste lediglich im Frühjahr nochmal bangen. Dank eines starken Schlussspurts konnte S04 zwei Spieltage vor dem Ende den direkten Wiederaufstieg feiern. Hertha BSC gelang die Rückkehr am folgenden Spieltag nach zwei Jahren. Schalke und Hertha hatten jeweils die Kickers Offenbach überholt, die nach ihrer Tabellenführung (32. Spieltag) kein Spiel mehr gewinnen konnten. Wie im Vorjahr verpasste man den Aufstieg über die Relegation, dieses Mal durch zwei Niederlagen gegen Bayer Leverkusen.

Abstieg Bayreuth und Worms standen fast die gesamte Saison über auf den unteren Plätzen und stiegen vorzeitig am 34. Spieltag ab. Der Freiburger FC folgte am nächsten Spieltag, nachdem er in der Rückrunde nur sechs Punkte sammeln konnte. Die SG Wattenscheid konnte die punktgleichen Solinger am letzten Spieltag wegen einer Niederlage in Osnabrück nicht mehr überholen.

Am Ende der Saison wurde dem Bundesliga-Absteiger des Vorjahrs der TSV 1860 München die Lizenz verweigert. Es war der dritte Lizenzentzug aus wirtschaftlichen Gründen im deutschen Lizenzfußball nach dem Bonner SC 1977 und dem FC St. Pauli 1979. Der TSV 1860 München war damit nach dem FC St. Pauli der zweite Verein, der aufgrund eines Lizenzentzugs innerhalb eines Jahres von der Bundesliga ins Amateurlager durchgereicht wurde. Nutznießer des Lizenzentzugs war die SG Wattenscheid 09, die trotz des sportlichen Abstiegs in Liga 2 verblieb.

Abschlusstabelle Tabellenführer Tabellenletzter

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. 1981/82 25px|FC Schalke 04 25px|Hertha BSC 25px|Kickers Offenbach 25px|TSV 1860 München 25px|Hannover 96 25px|SV Waldhof Mannheim 25px|Stuttgarter Kickers 25px|KSV Hessen Kassel 25px|Alemannia Aachen 25px|SC Fortuna Köln 25px|Rot-Weiss Essen 25px|FC Bayer 05 Uerdingen 25px|VfL Osnabrück 25px|SpVgg Fürth 25px|SG Union Solingen 25px|SG Wattenscheid 09 25px|Wormatia Worms 25px|SpVgg Bayreuth 1. FC Schalke 04 2:1 3:0 3:1 1:1 1:0 1:1 2:0 2:0 2:2 1:1 3:1 2:2 3:3 2:0 1:1 4:0 4:0 3:3 6:0 2. Hertha BSC 3:1 5:1 0:1 2:0 3:3 4:1 2:2 4:1 4:0 4:2 0:0 5:1 0:0 2:1 4:0 1:2 2:1 4:1 0:0 3. Kickers Offenbach 0:0 3:2 2:0 3:2 3:0 1:3 1:0 1:0 3:1 2:1 2:1 2:0 3:2 3:2 5:2 1:4 2:2 3:0 2:1 4. TSV 1860 München 2:0 1:0 5:2 1:3 2:1 5:1 1:1 1:1 4:0 4:0 6:1 1:1 3:1 4:1 1:1 1:0 7:0 1:1 1:2 5. Hannover 96 0:1 2:3 1:0 5:2 3:0 1:0 1:0 2:1 2:0 3:0 1:0 2:3 2:2 2:0 3:1 0:0 5:0 3:3 3:1 6. SV Waldhof Mannheim 2:1 4:2 3:1 1:0 1:1 3:2 2:2 0:0 2:2 1:1 3:0 0:1 2:2 3:0 2:1 1:0 1:0 2:1 3:1 7. Stuttgarter Kickers 0:3 1:2 2:0 4:1 2:1 2:0 1:3 3:0 2:2 3:0 6:1 5:3 3:1 1:2 3:1 7:1 2:1 3:1 1:0 8. KSV Hessen Kassel 1:0 2:2 2:0 3:1 1:0 1:0 1:0 3:0 1:1 7:3 2:1 3:0 1:1 1:1 3:0 2:2 2:0 3:0 0:0 9. Alemannia Aachen 2:2 1:1 6:3 2:0 3:2 2:1 1:1 0:0 1:0 0:1 0:1 1:0 2:0 1:1 3:2 3:0 1:1 2:0 4:0 10. SC Fortuna Köln 1:2 2:4 4:3 2:1 2:2 2:2 1:1 2:0 0:2 2:0 3:1 5:2 3:1 3:1 2:2 2:0 2:0 3:2 5:1 11. Rot-Weiss Essen 1:2 2:2 1:1 1:4 0:0 0:1 1:0 5:1 1:0 4:1 1:2 5:2 2:0 0:2 1:0 4:2 2:0 4:2 3:0 12. Bayer 05 Uerdingen 0:0 3:1 2:2 3:2 3:2 3:1 0:0 3:1 1:0 1:1 1:1 0:4 2:1 2:1 0:0 0:0 4:1 3:1 3:2 13. VfL Osnabrück 1:1 0:3 1:2 3:3 1:2 0:0 0:3 1:0 1:0 2:2 1:1 1:0 2:0 1:0 0:0 3:0 2:1 2:1 3:0 14. SpVgg Fürth 2:1 2:0 1:1 3:1 2:4 0:0 2:0 8:1 0:0 1:2 1:1 2:2 3:1 2:2 2:1 0:0 2:0 2:1 2:2 15. SC Freiburg 0:1 0:2 1:1 1:5 3:1 2:1 1:1 0:0 2:0 3:1 2:1 2:0 1:1 2:3 0:0 2:0 2:0 4:0 2:2 16. SG Union Solingen 1:0 1:0 2:2 1:2 2:3 1:1 4:4 3:2 0:1 4:2 1:2 1:0 0:1 1:0 1:0 1:1 4:1 5:2 1:0 17. SG Wattenscheid 09 0:3 0:1 1:3 1:1 3:1 1:1 1:0 1:1 1:3 2:2 1:3 1:0 1:2 4:3 2:2 0:0 0:0 1:1 2:0 18. Wormatia Worms 0:3 1:0 2:3 1:3 1:2 0:1 1:3 1:0 0:0 0:1 2:1 0:0 1:0 1:1 2:1 4:3 1:1 3:1 1:0 19. Freiburger FC 1:1 2:3 2:2 1:5 1:3 0:1 1:3 0:3 1:1 3:2 3:1 2:0 2:0 2:2 1:1 0:2 0:3 4:2 3:2 20. SpVgg Bayreuth 1:2 0:6 0:1 2:3 3:1 0:1 3:1 0:0 0:2 4:2 1:2 0:2 1:0 2:1 1:1 4:0 2:2 2:2 0:2

Torschützenliste Bester Torjäger der Saison war Rudi Völler vom TSV 1860 München mit 37 Toren. Nat.SpielerVereinTore 1. Rudi Völler TSV 1860 München 37 2. Dieter Schatzschneider Hannover 96 34 3. Thomas Remark Hertha BSC 28 4. Michael Kutzop Kickers Offenbach 18 Werner Lenz SG Union Solingen 18 Karl-Heinz Mödrath SC Fortuna Köln 18 7. Gregor Grillemeier Rot-Weiss Essen 17 Jürgen Mohr Hertha BSC 17 Klaus Täuber Stuttgarter Kickers 17

Relegation In den Relegationsspielen traf der Sechzehnte der Bundesliga, SV Bayer 04 Leverkusen, auf den Dritten der 2. Bundesliga, Kickers Offenbach. Vor den Spielen nahmen beide Vereine noch Veränderungen auf den Trainerbänken vor. Bei Offenbach löste Lothar Buchmann Interimstrainer Kurt Geinzer ab, in Leverkusen setzte man dem bisherigen Trainer Gerhard Kentschke Dettmar Cramer an die Seite.

Hinspiel

Rückspiel

Aufsteiger 1. FC Schalke 04 60px|LogoTor: Norbert Nigbur (38 / -) Abwehr: Manfred Drexler (38 / 11), Dragan Holcer (12 / -), Thomas Kruse (29 / -), Michael Opitz (30 / 1), Thomas Siewert (13 / -), Peter Stichler (27 / 1), Bernd Thiele (27 / 1) Mittelfeld: Ulrich Bittcher (38 / 10), Theo Bücker (33 / 4), Winfried Geier (32 / 4), Harald Kügler (19 / 6) Angriff: Volker Abramczik (24 / 6), Norbert Elgert (20 / 5), Norbert Janzon (37 / 13), Detlev Szymanek (9 / -), İlyas Tüfekçi (30 / 7), Ludger Winkel (1 / -). (Spiele / Tore)dazu ein Eigentor von Wulf (Hessen Kassel) Trainer: Sigfried Held

2. Hertha BSC 60px|LogoTor: Gregor Quasten (37 / 1), Manfred Werner (1 / -) Abwehr: Nikša Đujić (5 / -), Walter Gruler (37 / 3), Robert Jüttner (8 / 1), Ole Rasmussen (18 / -), Werner Schneider (26 / -), Edmund Stöhr (27 / 1), Dieter Timme (30 / 1), Jochem Ziegert (6 / -) Mittelfeld: Bernd Beck (33 / 7), Pierre Dickert (15 / -), Horst Ehrmantraut (36 / 2), Withaya Laohakul (12 / -), Jürgen Mohr (37 / 17), Hubert Schmitz (34 / -), Lothar Wesseler (34 / 9) Angriff: Michael Fiedler (5 / -), Werner Killmaier (32 / 12), Peter Mack (5 / 1), Thomas Remark (38 / 28). (Spiele / Tore)dazu ein Eigentor von Wessel (VfL Osnabrück) Trainer: Uwe Klimaschefski (bis 8. Dezember 1981), Georg Gawliczek

Literatur Kicker-Sportmagazin: Jahrgänge 1981–1982, Olympia-Verlag GmbH,

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