Die Unverbesserlichen ist eine deutsche Fernsehserie der 1960er und frühen 1970er Jahre. In der Serie geht es um den Alltag und das Leben der eher kleinbürgerlichen Berliner Familie Scholz. Inge Meysel wurde seit ihrer Darstellung der Mutter Scholz von der Presse und der Bevölkerung oftmals als „Mutter der Nation“ bezeichnet.

Folgen mini|Inge Meysel, Claus Peter Witt und Joseph Offenbach (von links nach rechts) bei den Dreharbeiten zu der ersten Folge im November 1964 Erstsendung Untertitel Länge * 9. Mai 1965 Die Unverbesserlichen 80' 15. Mai 1966 – nichts dazugelernt 90' 2. April 1967 … und ihr Optimismus 84' * 12. Mai 1968 … und ihre Sorgen 105' 25. Mai 1969 … und ihre Menschenkenntnis 106' 17. Mai 1970 … und die Liebe 109' * 9. Mai 1971 … und ihr Stolz 101' Regie: Claus Peter WittDrehbuch: Robert Stromberger* Muttertag

Handlung Die Unverbesserlichen Familie Scholz besteht aus den Eltern Kurt und Käthe Scholz sowie ihren drei Kindern Doris, Rudi und Lore und in der ersten Folge aus Tante Hertha, ab Folge 2 kommt noch Oma Köpcke hinzu, Käthes Mutter.

Für den Familienvater Kurt Scholz ist es Ehrensache, sich jeden Sonntag ein Fußballspiel anzusehen, zumal sein 18-jähriger Sohn Rudi zu den besten Spielern der Heimmannschaft gehört. Da die Familie auch regelmäßig Toto spielt, erwartet sie beim sonntäglichen Kaffeetrinken die im Radio verkündeten Ergebnisse immer mit großer Spannung. Diesmal hat es geklappt. Zwar ist die Familie erst einmal auf der Suche nach dem Totoschein und glaubt dann, dass Mutter Käthe die Kreuze falsch gesetzt habe, weshalb der Schein ungültig sei. Letztendlich überbringt der Geldbriefträger aber dann den Gewinn, einen Betrag von 1.251,26 DM.

Wie in dieser Familie üblich glaubt nun jeder, das kaufen zu müssen, was er selbst für richtig und wichtig hält. Während Käthe Scholz eine neue Nähmaschine ersteht, um damit von zu Hause aus arbeiten zu können, was ja dann wiederum der Familie zugute komme, kauft ihr Mann Kurt einen Pkw und verursacht damit sogleich einen Verkehrsunfall mit erheblichem Schaden am neuen Wagen. Auch er selbst trägt Blessuren davon. Rudi hingegen hat seinen Wunsch nach einem neuen Fernseher verwirklicht, und Tochter Doris hat das Geld in eine Kautionszahlung für eine Wohnung investiert, in die sie mit ihrem Mann Helmut ziehen möchte. Der Unfall verändert die Lage jedoch entscheidend. Alle Ausgaben müssen rückgängig gemacht werden, vom gewonnenen Geld bleibt kaum etwas übrig. Der Vorfall bringt die Familie aber auch dazu, darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist. Und eine Überraschung gibt es auch noch. Nicht Rudi, in dessen Schrank Vater Scholz Babywäsche entdeckt hatte, was zum Zerwürfnis zwischen Vater und Sohn führte, sondern Doris erwartet Nachwuchs. Und fast unbemerkt von der Familie ist Tante Hertha aus der Scholzschen Wohnung ausgezogen.

– nichts dazugelernt Fünf Jahre später: Der kickende Sohn Rudi gibt mit 23 Jahren seine Stellung bei der Post zugunsten einer Karriere als Profifußballer auf. Auch für Vater Scholz ergeben sich Veränderungen: Waren er und seine Frau davon ausgegangen, dass man ihn in der Firma bitten würde, über seinen 65. Geburtstag hinaus zu bleiben, sieht er sich kurz vor seiner Verrentung mit einem jüngeren Kollegen konfrontiert, der seine Stelle einnehmen soll. Verletzt und gedemütigt verschweigt er Käthe dies und gibt vor, weiter zu arbeiten. Tag für Tag geht er aus dem Haus und läuft bis abends ziellos durch die Straßen. Als Käthe hinter die Sache kommt, stellt sie Kurts ehemaligen Chef zur Rede, jedoch ohne Erfolg. Kurt muss sich nun an das Rentnerdasein gewöhnen. Ein von Käthe erfundener Kollege des Schwiegersohns Helmut bringt die Rettung für den „nutzlosen“ Rentner: Kurt soll nun Radios von Bewohnern eines Altenheims reparieren. Die Geräte besorgt Käthe jedoch bei einem Radiohändler.

Oma Elisabeth Köpcke, Käthes Mutter, zieht in dieser Folge bei den Scholzens ein, da ihr Haus abgerissen werden soll und sie sich für keine andere Wohnung entscheiden kann.

… und ihr Optimismus Drei Jahre später: Tochter Doris glaubt sich von ihrem Mann Helmut betrogen, zieht – unterstützt von Mutter Käthe – wieder zu den Eltern und reicht die Scheidung ein. Pech für Doris: Sie kann den Betrug nicht nachweisen und wird wegen böswilligen Verlassens anteilig schuldhaft geschieden. Oma Köpcke, die mittlerweile mit in die Wohnung gezogen ist, und Doris, die mit ihrem Sohn Michael wieder im Hotel Mama gelandet ist, geraten nun zunehmend aneinander. Ein körperlicher Zusammenbruch Käthes führt zu der Entscheidung, die Großmutter in ein Heim zu bringen. Da man sich private Heime nicht leisten kann und Oma Köpcke sich weigert, in ein städtisches Heim zu ziehen, muss Käthe zu einer List greifen. Jetzt erst stimmt die Oma zu, und die Wohnsituation in der Scholzschen Wohnung entspannt sich.

… und ihre Sorgen Ein Jahr später: Tochter Lore geht als Austauschschülerin nach Paris, und die Französin Monique zieht bei Scholzens ein. Dies bringt neue Aufregung, zumal Oma Köpcke mit ihren zahlreichen Besuchen Käthe auf die Nerven fällt. Dazu kommen noch Sorgen um die Gesundheit von Vater Scholz, der über Schmerzen im linken Unterbauch klagt, was Käthe zunächst für Einbildung hält und ihren Mann deshalb nicht ernst nimmt. Als die Schmerzen immer heftiger werden, wird Kurt ins Krankenhaus eingeliefert und operiert. Es stellt sich heraus, dass er an einer Blinddarmentzündung leidet, der Blinddarm jedoch bei ihm an der linken statt an der rechten Seite sitzt. Die streng geregelten Besuchszeiten im Krankenhaus bereiten seiner besorgten Ehefrau große Probleme, außerdem wird sie vom Krankenhauspersonal nicht ausreichend über Kurts Gesundheitszustand informiert. Verärgert über diese Bedingungen lässt sie ihren Mann ohne dessen Wissen auf die Privatstation verlegen, wofür sie finanzielle Unterstützung von Rudi bekommt. Kurt kehrt schließlich genesen nach Hause zurück. Tochter Lore hat derweil ihre Rückkehr angekündigt. Als Käthe und Kurt sie vom Bahnhof abholen, erleben sie eine Überraschung: Statt auf Lore treffen sie auf den jungen Franzosen Pierre, der sich als ihr Verlobter entpuppt.

… und ihre Menschenkenntnis Ein Jahr später: Kurt und Käthe Scholz wollen nach Paris fahren, um Tochter Lore zu besuchen und die Eltern ihres Schwiegersohns in spe kennenzulernen. Kurz vor der Abfahrt des Fernbusses von Berlin erreicht sie die Nachricht, dass Pierre in Berlin ist, da er Lore dort bei ihrer Familie glaubt. Sie hat ihm nur knapp mitgeteilt, dass sie eine Stelle in Brasilien angenommen hat, und er ist nun davon ausgegangen, dass sie in Berlin von ihrer Familie Abschied nehmen will und er sie so noch einmal sprechen könne.

Kurt quälen finanzielle Sorgen: Er hat sich seine Rente auszahlen lassen und sie wegen des hohen Zinssatzes von zwölf Prozent von einer dubiosen Immobilienfirma anlegen lassen. Diese meldet jedoch Insolvenz an, und Kurt verliert seine zwanzigtausend Mark. Um Käthe weiterhin Geld geben zu können, trägt er Werbeprospekte aus und tritt schließlich einen Posten als Nachtportier an. Käthe lässt er in dem Glauben, dass er weiterhin ehrenamtlich für Rudis Fußballverein tätig sei. Nur Tochter Doris ist eingeweiht und klärt die Mutter auf. Es kommt zu einer Aussprache zwischen den Eheleuten.

Auch Sohn Rudi ist in einer schwierigen Situation: Seine Freundin Dagmar ist ungeplant von ihm schwanger und entschlossen, das Kind gegen seinen Willen zu bekommen. Rudi hat jedoch ein Angebot von einem Genfer Fußballverein, der ihm ein Handgeld von 15.000 DM zahlt, von dem er sich einen Opel GT leistet. Er denkt in erster Linie an seine Karriere und kümmert sich nicht um Dagmar. Seine Eltern versuchen ihn dazu zu bringen, zu dem Kind zu stehen und Dagmar zu heiraten, jedoch erfolglos. Allein Kurt und Käthe stehen Dagmar zur Seite, in der Hoffnung, dass Rudi es sich noch anders überlegt. Für Rudi aber kommt es noch dicker: Bei einem Spiel erleidet er einen Riss der Achillessehne und wird spielunfähig. Seine Karriere scheint daher beendet, außerdem steckt er durch die Behandlungskosten und das zurückzuzahlende Handgeld des Genfer Vereins in Schulden. Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Gitti möchte sich Rudi bei Dagmar entschuldigen und bittet sie, zu ihm zurückzukommen. Sie wirft ihn aus der Wohnung.

… und die Liebe Nach einem schweren Foul ist Rudis Fußballkarriere beendet. Nun verkauft er ahnungslosen Kunden gebrauchte PKWs mit manipuliertem Tacho. Davon ist Dagmar, mit der er im Laufe der Folge zusammenzieht, nicht erbaut. Ein Autounfall, bei dem Rudi einen Rentner anfährt, kostet ihn sowohl den Führerschein als auch den lukrativen Job. Seine Schwester Doris lernt bei der Suche nach einer Wohnung, in der sie ein Kosmetikstudio einrichten kann, den Stararchitekten Jürgen Hechler (Günter Pfitzmann) kennen. Der verliebt sich zwar Hals über Kopf in die gutaussehende Scholz-Tochter, doch mit ihrem Sohn Michael kommt er nicht zurecht. Auch der 39. Hochzeitstag bringt für Scholzens nicht viel Freude, denn Kurt macht mittlerweile die Buchhaltung für die Besitzerin eines Tante-Emma-Ladens, in dem Käthe Stammkundin ist. Bei Witwe Urban fühlt sich Kurt wie auf Händen getragen, denn er bekommt von ihr die Aufmerksamkeit, die er bei Käthe vermisst. Er ist daher kaum noch zu Hause. Als Käthe dahinterkommt, dass Kurt gerade seinen zweiten Frühling erlebt, stellt sie Witwe Urban zur Rede, die ihr eröffnet, dass sie wegziehen wird. Kurt und Käthe wagen einen Neuanfang. Rudi hat eine Ausbildung zum Programmierer begonnen, wittert jedoch bald eine neue Chance, nämlich als Fußballtrainer arbeiten zu können. Daher legt er die Ausbildung auf Eis und liegt Dagmar weiterhin auf der Tasche. Diese bemängelt Rudis Lebenseinstellung. Die beiden kommen zu dem Schluss, dass sie nicht zueinander passen, und trennen sich.

… und ihr Stolz Doris und Jürgen Hechler heiraten. Doch hat sich Michael noch immer nicht mit seinem neuen Vater arrangiert. Er schwärzt ihn bei seinen Großeltern an, indem er die Einladung zum offiziellen Hochzeitsempfang im Hilton-Hotel, zu dem Kurt und Käthe nicht eingeladen sind, den Großeltern zuspielt. Diese sind zutiefst verletzt, weil sie davon überzeugt sind, dass der bekannte Architekt sich seiner „armen Verwandtschaft“ schäme. Da sie bereits ihre eigene große Wohnung gekündigt haben, um in eine günstige aus Hechlers Bestand zu ziehen, kommen sie nun in Schwierigkeiten. Trotzdem teilen sie Doris mit, dass sie nicht mehr vorhätten, in Hechlers Immobilie zu ziehen. Nun heißt es, in den Zeiten von Wohnraumknappheit in Berlin eine geeignete günstige Wohnung zu finden. Als sie wieder und wieder scheitern, gehen Kurt und Käthe jeweils verborgen vor dem anderen zu Jürgen Hechler und bitten ihn um Hilfe. Auf Michaels Geburtstagsfeier kommt es zur Versöhnung, und die Scholzens ziehen nun doch in eine von Jürgen vermittelte Wohnung.

Dagmar hat einen anderen Mann kennengelernt und bricht den Kontakt zu den Scholzens ab, zumal sich Rudi kaum um seine Tochter kümmert. Oma Köpcke hat derweil in der Fernsehlotterie eine Reise nach Paris gewonnen und möchte diese mit ihrer Zimmergenossin Frau Tannweiler antreten, schließlich schenkt sie sie jedoch ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn, die sich schon lange eine solche Reise gewünscht haben.

Charaktere Käthe Scholz, geb. Köpcke