La Fère ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Aisne in der Region Hauts-de-France; sie gehört zum Arrondissement Laon, zum Gemeindeverband Chauny-Tergnier-La Fère und zum Kanton Tergnier. Die Einwohner werden Laférois und Laféroises genannt.
Geografie Die Gemeinde La Fère liegt zwischen zwei Flussarmen der Oise, etwa 25 Kilometer südlich von Saint-Quentin und 25 Kilometer nordwestlich von Laon. Im Westen der Gemeinde verläuft der Sambre-Oise-Kanal.
Geschichte In La Fère starb am 1. oder 3. Januar 898 Odo von Paris, seit 888 König von Frankreich.
Während der Befreiungskriege wurde die Gemeinde am 27. Februar 1814 von preußischen Truppen (3. Armee-Korps) belagert. La Fère kapitulierte nach zwei Stunden Beschuss, nachdem das Pulvermagazin getroffen wurde. In der Stadt wurden Werte von einigen Millionen Talern erbeutet.
Im Deutsch-Französischen Krieg wurde die Gemeinde vom 5. bis 27. November 1870 durch deutsche Truppen belagert. Die Belagerung endete mit der Kapitulation der Besatzung.
Während des Zweiten Weltkrieges befanden sich in La Fère mehrere Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht. Die dazugehörigen Landesschützeneinheiten waren unter anderem im Ort untergebracht.
2022 erhielt La Fère die Auszeichnung „Drei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014 2022 Einwohner 3161 3703 3531 2979 2930 2817 2935 2847 2860 Quellen: Cassini und INSEE
Sehenswürdigkeiten Schloss La Fère (Château de La Fère), seit 1965 in Teilen als Monument historique klassifiziert, seit 1994 in weiteren Teilen eingeschrieben Kirche Saint-Montain, seit 1921 als Monument historique klassifiziert Wohnhaus 3 rue Henri-Martin aus dem 19. Jahrhundert, Fassaden und Dächer mit Ausnahme der Gaube seit 1987 als Monument historique eingeschrieben
Gemeindepartnerschaft Mit der deutschen Stadt Ochsenhausen in Baden-Württemberg führt La Fère seit Mai 1980Städtepartnerschaft mit La Fère in der französischen Picardie; abgerufen am 21. Oktober 2023. eine Partnerschaft.
Persönlichkeiten Joseph-François Millet (1697–1777), Landschafts-, Historien-, Porträt- und Pastellmaler Augustin-Marie d’Aboville (1776–1843), General der Artillerie Michel Joseph Gebauer (1765–1812), Komponist, Professor und Oboist Gabriel Neigre (1774–1847), General der Artillerie Auguste Poitevin (1819–1873), Bildhauer Aimé Schneider (1844–1932), Zoologe und Hochschullehrer Clovis Trouille (1889–1975), Sonntagsmaler, Restaurator und Dekorateur von Schaufensterpuppen
Weblinks
Offizieller Internetauftritt der Gemeindeverwaltung La Fère () Illustration von Frans Hogenberg von 1596: La Fere. Als Kunig Heinrich Absoluiert, Wirt er in gantz Franckreich geehrt, Die Sted ergeben sich alsbald, Der Spanier inhalt La Fere, ... ()
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Hauts-de-France Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Ort in Frankreich) Kategorie:Ort an der Oise