Der Paderborner Osterlauf ist der älteste bestehende deutsche Volks- und Straßenlauf. Er findet jährlich am Osterwochenende in Paderborn statt und wurde erstmals 1947 veranstaltet. Die Hauptläufe gehen über 10 km und die Halbmarathon-Distanz, daneben gibt es einen 5-km-Lauf und Wettbewerbe für Inlineskater, Handbiker und Walker bzw. Nordic Walker. Im Jahr 2025 wurden die Deutsche Meisterschaft im Halbmarathon im Rahmen des Paderborner Osterlaufes ausgetragen.

Strecke Der Start und das Ziel aller Wettbewerbe befinden sich auf dem Heierswall direkt neben dem Sportzentrum Maspernplatz. Die Strecke kann dabei durch eine Unterführung unterquert werden. Vor dem Start werden die Eliteläufer direkt vor der Startlinie aufgestellt, während das Hauptfeld wenige hundert Meter vor den Eliteläufern in Startblöcke eingeteilt werden. Kurz vor dem Start wird das Hauptfeld zum Start vorgelassen, damit sie sich direkt hinter den Eliteläufer aufstellen.

Kurz nach dem Start biegen die Läufer auf die Hillebrandstraße ein, wo es dann später nach links auf den Tegelweg abbiegen. Dort passieren die Läufer das ehemalige Verwaltungsgebäude der Paderborner Elektrizitätswerke und Straßenbahn AG. Im weiteren Verlauf erreichen die Läufer die Nordstraße. An der Kreuzung zum Dr.-Rörig-Damm biegen die Läufer des 10-km-Laufes und des Halbmarathons rechts ab, während die Läufer des 5-km-Laufes geradeaus weiter über den Löffelmannweg laufen.

mini|links|Läufer auf der Strecke Die Läufer des 10-km-Laufes und des Halbmarathons laufen dann einen zusätzlichen Abschnitt über den Rotheweg, den Schwabenweg bis zum Ingolstädter Weg. An dieser Stelle laufen die Teilnehmer des Halbmarathons eine Extraschleife über den Schleswiger Weg und den Borkumer Weg, während die Teilnehmer des 10-km-Laufes direkt in den Bayernweg abbiegen. Später erreichen die Läufer wieder den Dr-Rörig-Damm, wo sie die Pfarrkirche St. Bonifatius passieren.

Wenn die Läufer den Löffelmannweg erreichen, passieren sie den Schützenplatz, auf dem jedes Jahr im September die OWL Challenge, ein internationales Reitturnier stattfindet. An der Kreuzung zum Fürstenweg biegen die Läufer rechts ab, wobei die Teilnehmer des 5-km-Laufes eine Schleife und die Teilnehmer des 10-km-Laufes und des Halbmarathons zwei Schleifen laufen. Auf der Fürstenallee passieren die Teilnehmer das Heinz Nixdorf MuseumsForum und das Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik, welche Teil der Zukunfstmeile in Paderborn sind.

Während die Teilnehmer weiter über den Fürstenweg laufen, passieren sie das Westfalen-Kolleg, um dann nach links auf den Rolandsweg einzubiegen. Vom Rolandsweg aus biegen die Läufer in die Straße Am Bischhofsteich ein, wo sie das Helene-Weber-Berufskolleg passieren. Einige hundert Meter weiter erreichen die Läufer des 5-km-Laufes und des 10-km-Laufes das Ziel, während die Teilnehmer des Halbmarathons die Strecke ein zweites Mal laufen müssen, bevor sie in das Ziel einlaufen dürfen.https://www.paderborner-osterlauf.de/wettbewerbe/streckenplan.html

Geschichte Der erste Lauf wurde 1947 über eine Distanz von 3,35 km vom SC Grün-Weiß Paderborn ausgetragen. In den ersten Jahren variierten die Streckenlängen; von 1961 bis 1992 wurde eine Distanz von 25 km absolviert. Seit 1974 gehört zum Programm auch ein 10-km-Lauf, seit 1975 starten Frauen auf der langen Strecke.

1993 ersetzte man die 25-km-Strecke durch einen Halbmarathon. Seit 1995 erfolgt die Zeitmessung per ChampionChip.

2013 erreichte der Paderborner Osterlauf mit 9561 Teilnehmern einen neuen Rekord. Wegen des großen Zuspruchs führten die Organisatoren des Paderborner Osterlaufs 2014 erstmals eine Teilnehmerbeschränkung auf der 10-Kilometer-Strecke ein.

2014 wurde unter anderem beim Paderborner Osterlauf der Dokumentarfilm The Long Distance gedreht.

Wettbewerbe Die Hauptläufe gehen über 10 km und die Halbmarathon-Distanz, daneben gibt es einen 5-km-Lauf und Wettbewerbe für Inlineskater, Handbiker und Walker bzw. Nordic Walker.

10 km Streckenrekorde Männer: 27:18 min, Benard Kimeli (KEN), 2017 Frauen: 30:29 min, Tsigie Gebreselama (ETH), 2023

Von 1993 bis 2017 hielt der Deutsche Carsten Eich den Streckenrekord bei den Männern mit 27:47 min.

Siegerliste mini|Michael Kiplagat Moiben der Sieger des Osterlaufes 2025 mini|Rency Jepngetich Kogo die Siegerin des Osterlaufes 2025 mini|Laura Hottenrott die schnellste Deutsche beim Osterlauf 2025 Jahr Männer Zeit Frauen Zeit 2026 Kefyalew Kifle 28:12 Sheila Chepkirui 30:41 2025 Michael Kiplagat Moiben 28:07 Rency Jepngetich Kogo 31:56 2024 Robert Kiprop Koech 27:54 Purity Kajuju Gitonga 30:57 2023 Geofry Toroitich Kipchumba 27:51 Tsigie Gebreselama 30:29 2022 Homiyu Tesfaye 28:15 Katharina Steinruck 31:54 wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt 2019 Yasin Haji 27:54 Asifa Kasegn 31:39 2018 Emmanuel Kipchirchir Kiprono 27:26 Dorcas Jepchirchir Tuitoek 31:00 2017 Benard Kimeli 27:18 Gladys Kimaina 31:15 2016 Geoffrey Yegon 28:21 Karoline Bjerkeli Grøvdal 31:33 2015 Homiyu Tesfaye 27:51 Sutume Asefa Kebede 31:47 2014 Frederick Ngeny 28:27 Violah Jepchumba 32:20 2013 Richard Kiprop 28:00 Esther Chemtai Ndiema 31:45 2012 Mosinet Geremew 27:53 Esther Chemtai Ndiema 31:36 2011 Titus Kipjumba Mbishei 28:05 Doris Chepkwemoi Changeywo 32:03 2010 Berhanu Delale 27:51 Fate Tola 32:04 2009 Peter Kamais Lotagor 28:16 Irina Mikitenko 31:22 2008 Martin Pröll 28:46 Peninah Jerop Arusei 31:42 2007 Moses Kipkosgei Kigen 28:02 Peninah Jerop Arusei 31:46 2006 Rodgers Rop 28:47 Peninah Jerop Arusei 32:14 2005 Moses Kipkosgei Kigen 28:32 Eunice Jepkorir 32:15 2004 Moses Kipkosgei Kigen 28:26 Eunice Jepkorir 32:07 2003 Moses Kipkosgei Kigen 28:18 Irina Mikitenko 31:28 2002 Rodgers Rop 28:02 Lenah Jemutai Cheruiyot 31:19 2001 Richard Mutai 28:30 Pamela Chepchumba 31:27 2000 Benjamin Itok 28:39 Restituta Joseph 32:17 1999 Eliud Kurgat 28:09 Tegla Loroupe 31:23 1998 Carsten Eich 28:22 Tegla Loroupe 31:46 1997 28:23 Tegla Loroupe 32:13 1996 Laban Chege 28:09 31:52 1995 Sammy Maritim 28:31 32:11 1994 Tendai Chimusasa 29:05 Angelina Kanana 33:22 1993 Carsten Eich 27:47 Jelena Schupijewa-Wjasowa 32:10 1992 Carsten Eich 28:30 32:56 1991 28:48 32:53 1990 Jan Huruk 28:56 Grażyna Kowina 33:31 1989 Eddy Hellebuyck 29:27 33:29 1988 29:12 34:52 1987 29:37 33:10 1986 29:05 34:44 1985 Cor Lambregts 29:12 34:11 1984 30:23 35:09 1983 29:18 32:54 1982 30:07 32:33 1981 29:52 37:23 1980 30:55 38:31 1979 30:46 (LUX) 38:13 1978 30:48 37:08 1977 31:16 42:42 1976 31:19 39:22 1975 31:00 38:14 1974 31:36 37:44

Halbmarathon Der Halbmarathon wurde im Jahr 1993 das erste Mal ausgetragen. Er ersetzte den bis dahin gelaufenen 25-km-Lauf. Den aktuellen Streckenrekord stellte der spätere Weltmeister von 2015 im Marathon Ghirmay Ghebreslassie im Jahr 2013 auf. Die Deutsche Irina Mikitenko stellte fünf Jahre zuvor, im Jahr 2008, den Streckenrekord bei den Frauen auf.

Im Jahr 2025 wurde der Halbmarathon-Wettbewerb der Deutschen Meisterschaften im Rahmen des Paderborner Osterlaufes ausgetragen. Diesen konnten Luca Madeo bei den Männern und Esther Pfeiffer bei den Frauen für sich entscheiden.

Streckenrekorde Männer: 1:00:07 h, Ghirmay Ghebreslassie (ERI), 2013 Frauen: 1:08:51 h, Irina Mikitenko (GER), 2008

Siegerliste mini|Das Führungsfeld beim Osterlauf 2025 mini|Esther Pfeiffer bei Ihrem Sieg 2025

Datum Männer Zeit Frauen Zeit Vinnie Van Puyvelde 1:08:01 Marlena Götza 1:19:52 Luca Madeo 1:05:20 Esther Pfeiffer 1:10:01 Florian Bochert 1:07:45 Sylvie Müller 1:19:53 Niklas Dellke 1:11:34 Ann-Christin Opitz 1:19:02 Jannik Ernst 1:07:00 Emma Waldschmidt 1:25:15 wegen der COVID-19-Pandemie abgesagtPamela Lechner: Flash-News des Tages – Coronavirus: Weitere Lauf-Veranstaltungen abgesagt. Notizen. leichtathletik.de, 12. März 2020; abgerufen am 22. Januar 2021.Silke Bernhart: Flash-News des Tages – Paderborner Osterlauf abgesagt. Notizen. leichtathletik.de, 21. Januar 2021; abgerufen am 22. Januar 2021. Victor Kiplangat 1:01:45 Besu Sado 1:10:34 Philemon Kacherian 1:01:54 Cynthia Jerop 1:12:53 Patrick Kimeli 1:02:28 Tabitha Wambui Gichia 1:10:08 Nicholas Kipchirchir Korir 1:01:44 Fate Tola 1:09:51 Abraham Kipkemoi Yano 1:01:06 Maryanne Wangari Wanjiru 1:11:12 Fantahun Hunegnaw 1:02:16 Letebrhan Haylay 1:09:45 Ghirmay Ghebreslassie 1:00:09 Eunice Mumbua Kioko 1:10:59 Philemon Rono Cherop 1:00:58 Jacqueline Nytepi Kiplimo 1:11:04 Sammy Korir 1:03:16 Abebech Afework 1:12:45 Charles Wachira Maina 1:01:13 Hellen Jemaiyo Kimutai 1:13:57 Stephen Koech 1:02:34 Susanne Hahn 1:13:19 Charles Ngolepus 1:01:24 Irina Mikitenko 1:08:51 Abel Kirui 1:01:32 Beatrice Omwanza 1:11:15 Moses Kipkosgei Kigen 1:01:30 Carolyne Kiptoo 1:10:53 Elijah Kipruto Sang 1:01:49 Beatrice Omwanza 1:11:32 Stanley Kipkosgei Salil 1:01:53 Petra Kamínková 1:12:19 Tendai Chimusasa 1:02:04 Petra Kamínková 1:13:17 Tendai Chimusasa 1:02:39 Luminita Zaituc 1:09:50 Christopher Kandie 1:02:23 Petra Drajzajtlová 1:12:49 John Lagat 1:04:53 Mary Ptikany 1:15:52 Joseph Mareng 1:02:13 Susan Chepkemei 1:10:07 Clement Kiprotich 1:02:38 Joyce Chepchumba 1:10:34 Simon Lopuyet 1:03:44 Joyce Chepchumba 1:09:42 Wilson Musto 1:03:49 Claudia Lokar 1:10:09 Anthony Mwingereza 1:03:06 Joyce Chepchumba 1:12:40 Andrew Eyapan 1:02:27 Claudia Lokar 1:12:00 Tendai Chimusasa 1:02:15 Ljudmila Matwejewa 1:13:08

Ehemalige Wettbewerbe 25 km (1961–1992) mini|Gerard Nijboer, Silbermedaillengewinner im Marathon bei den olympischen Spielen 1980, gewann 1979 den 25-km-Lauf mini|Tonnie Dirks, mehrmaliger niederländischer Meister, gewann 1989 und 1991 den 25-km-Lauf mini|Henrik Jørgensen, mehrmaliger dänischer Meister, gewann 1987 den 25-km-Lauf

Datum Männer Zeit Frauen Zeit Julius Sumawe 1:18:43 Marina Beljajewa 1:30:57 Tonnie Dirks 1:15:22 Ursula Starke 1:31:25 Ivan Uvízl 1:15:22 Monika Lieske 1:28:15 Tonnie Dirks 1:15:27 Ľudmila Melicherová 1:28:53 Udo Reeh 1:17:21 Renata Kokowska 1:27:33 Henrik Jørgensen 1:16:49 Karolina Szabó 1:25:56 Kurt Stenzel 1:16:09 Grete Waitz 1:22:28 Georg Kowohl 1:16:17 Wilma Rusman 1:30:17 Cor Lambregts 1:16:51 Dorthe S. Rasmussen 1:28:32 Michael Spöttel 1:14:50 Dorthe S. Rasmussen 1:25:23 Hugh Jones 1:14:18 Annie van Stiphout 1:28:54 Karl Fleschen 1:15:56 Vreni Forster 1:34:38 Allan Zachariasen 1:18:47 Marja Wokke 1:31:38 Gerard Nijboer 1:18:02 Jeanny Raach 1:43:26 Roelof Veld 1:18:10 Irene Pirang 1:34:32 Edmundo Warnke 1:14:20 Christa Vahlensieck 1:30:12 Edward Łęgowski 1:17:44 Manuela Preuß 1:30:34 Wolf-Dieter Poschmann 1:18:58 Waltraud Fajeruzoff 1:44:24 Geert Jansen 1:17:16 --- --- Jørn Lauenborg 1:17:48 --- --- Anthony Moore 1:15:24 --- --- Anthony Moore 1:15:42 --- --- Lutz Philipp 1:19:00 --- --- Karl-Heinz Sievers 1:19:42 --- --- Manfred Steffny 1:18:25 --- --- Graham Taylor 1:18:17 --- --- Hubert Riesner 1:18:52 --- --- Karl-Heinz Paetow 1:20:15 --- --- Karl-Heinz Paetow 1:19:43 --- --- Karl-Heinz Paetow 1:20:00 --- --- Aurèle Vandendriessche 1:20:18 --- --- Jürgen Wedeking 1:22:09 --- ---

Osterlauf (1947–1960) mini|Adolf Gruber (3. Platz) gewann 1958 den Osterlauf Datum Streckenlänge Männer Zeit 30 km Frans Kunen 1:35:15 30 km Lothar Beckert 1:38:33 30 km Adolf Gruber 1:36:45 30 km Kurt Hartung 1:38:22 25 km Kurt Hartung 1:26:55 30 km Adrianus van der Zande 1:41:40 21,1 km Hans Vollbach 1:09:10 25 km Hans Vollbach 1:30:18 30 km Ludwig Warnemünde 1:46:06 20 km Gerd von Hanu-Krüger 1:07:09 20 km Josef Legge 1:09:21 16,75 km Josef Legge 58:48 3,35 km Hans Westermanndata-sort-value="2:00:00" 3,35 km Paul Ulbrichdata-sort-value="2:00:00"

Galerie

Literatur

2025:

Weblinks

German Road Races Offizielle Website Fotos vom Paderborner Osterlauf auf laufpix.de

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtlauf in Deutschland Kategorie:Halbmarathon Osterlauf Kategorie:Erstveranstaltung 1947