Der mit 5000 Euro dotierte Stuttgarter Friedenspreis wird in der Regel jährlich verliehen an Personen oder Projekte, die sich „in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit und eine solidarische Welt“ engagieren.
Wahlberechtigt sind alle, die entweder der Stiftung Stuttgarter Friedenspreis oder den AnStiftern in den vergangenen zwölf Monaten mindestens fünfzig Euro gespendet haben, sich ehrenamtlich bei den AnStiftern engagieren oder Ehrenmitglied sind. Jeder Wahlberechtigte hat drei Stimmen. Er kann einem Vorschlag alle drei Stimmen geben oder die drei Stimmen beliebig auf verschiedene Vorschläge verteilen.
Preisträger 2025: Anne Brorhilker, ehemalige Oberstaatsanwältin und leitende Ermittlerin im Cum-Ex-Steuerbetrugsfall 2024: Correctiv, Medienunternehmen 2023: Seebrücke Baden-Württemberg, politische Bewegung, die sich für eine solidarische und menschenrechtsbasierte Migrationspolitik einsetzt 2022: Reporter ohne Grenzen, Nichtregierungsorganisation, die sich für Pressefreiheit einsetzt 2021: Maryja Kalesnikawa, belarussische Bürgerrechtsaktivistin und Musikerin 2020: Julian Assange, australischer investigativer Journalist, Politaktivist und Gründer sowie Sprecher von WikiLeaks 2019: Sea-Watch, Verein, der im Mittelmeer in Seenot geratene Flüchtlinge rettet 2018: Emma González, US-amerikanische Anti-Waffen-Aktivistin 2017: Aslı Erdoğan, türkische Physikerin, Journalistin und Schriftstellerin 2016: Jürgen Grässlin, rüstungskritischer Publizist und Friedensaktivist 2015: Giusi Nicolini, Bürgermeisterin der Mittelmeerinseln Lampedusa und Linosa 2014: Edward Snowden, ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter und Whistleblower 2013: Enio Mancini und Enrico Pieri, Überlebende des NS-Massakers im italienischen Sant’Anna di Stazzema, die sich seit Jahren für die juristische Aufarbeitung des Kriegsverbrechens und für internationale Verständigung einsetzen 2012: Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! 2011: Fatuma Abulkadir Adan (Kenia); Fußball und Emanzipation („Wir zielen, um Tore zu schießen, nicht um zu töten.“) 2010: Werner Baumgarten, AK Asyl 2009: Susan Bardócz und Arpad Pusztai, kritische Genforscher(innen) 2008: POEMA – Programm Armut und Umwelt in Amazonien 2007: Agustín Aguayo, Sanitäter und Deserteur 2006: Wolfram Hülsemann, Leiter des Brandenburgischen Institutes für Gemeinwesenberatung, Demokratie und Integration (demos) 2005: Giuliana Sgrena, italienische Journalistin 2004: Lama Tarayra, palästinensische Schülerin für ihre Versöhnungsarbeit zwischen israelischen und palästinensischen Jugendlichen 2003: Komitee für Grundrechte und Demokratie
Weblinks Website des Stuttgarter Friedenspreises Website des Bürgerprojekts „Die AnStifter“
Kategorie:Friedenspreis Kategorie:Auszeichnung (Stuttgart) Kategorie:Erstverleihung 2003