Babieniec () ist ein Dorf in Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg) in der Gmina Korsze (Stadt- und Landgemeinde Korschen).

Geographische Lage Babieniec liegt am Südufer des Babienieckie Jezioro in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer westlich der Kreisstadt Kętrzyn (). mini|Ortseinfahrt Babieniec mini|Blick auf Babieniec Geschichte Ortsname Der Ort wurde 1374 als Babaten und in den polonisierten Schreibweisen Babazayn und Babaczin erwähnt. Die Namensbedeutung ist unklar: „boba“ (eine Fischart) oder „babo“ (Bohne).Rozalia Przybytek: Hydronymia Europaea, Ortsnamen baltischer Herkunft im südlichen Teil Ostpreußens. Stuttgart 1993, S. 15; Georg Gerullis: Die altpreußischen Ortsnamen. Berlin/Leipzig 1922, S. 14.

Ortsgeschichte Babzins wurde 1390 nach Kulmer Recht mit 40 Hufen Fläche angelegt.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Babziens 1785 wurde es als „adlig Gut und Bauerdorf mit 19 Feuerstellen“, 1820 als „adlig Dorf und Vorwerk mit 14 Feuerstellen und 186 Seelen“ genannt.Babziens (Landkreis Rastenburg) bei GenWiki

Im Jahre 1874 kam Babziens zum neu errichteten Amtsbezirk TolksdorfRolf Jehke, Amtsbezirk Tolksdorf () der zum Kreis Rastenburg im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Am 1. April 1938 wurde der Nachbarort Junkerken (polnisch Jutrkowo, nicht mehr existent) nach Babziens eingegliedert.

In Baziens gab es ein Gasthaus, das aber nicht besonders gut lief, sodass der Betreiber nur die Hälfte der Abgaben der anderen Bewohner zahlen musste.

1973 bildete der Ort einen Gemeindeverbund mit zwei anderen Orten.

Bei einer Verwaltungsreform 1975 wurde Babieniec Teil der neu gebildeten Woiwodschaft Olsztyn und blieb es bis zu deren Auflösung. Ab 1999 war das Dorf dann Teil der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es ist Sitz eines Schulzenamtes () innerhalb der Stadt- und Landgemeinde Korsze (Korschen) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).

Einwohnerzahlen 1820 1939 1970 2004 186 346 148 125

Kirche Bis 1945 war Babziens in die evangelische Kirche SchönfließWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 474 () in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Kirche Korschen (polnisch Korsze) im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Babieniec evangelischerseits zur Pfarrei Kętrzyn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, katholischerseits zur Pfarrei Kraskowo im jetzigen Erzbistum Ermland.

Verkehr Straße Babieniec ist von der Woiwodschaftsstraße 592 (ehemalige deutsche Reichsstraße 135) aus zu erreichen: sowohl von Dzikowina (Eberstein) als auch von Kraskowo (Schönfließ) aus. Eine Nebenstraße führt außerdem von der Woiwodschaftsstraße 590 von Worpławki (Worplack) aus nach Babieniec.

Schienen Die nächstliegende Bahnstation für Babiniec ist Tołkiny (Tolksdorf) und liegt an der Bahnstrecke Białystok–Ełk–Korsze ().

Literatur Tadeusz Swat: Dzieje Wsi. In: Aniela Bałanda u. a.: Kętrzyn. Z dziejów miasta i okolic. Pojezierze, Olsztyn 1978, S. 163 (Seria monografii miast Warmii i Mazur).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Korsze Kategorie:Gegründet 1390