Nino Schurter (* 13. Mai 1986 in Tersnaus. Abgerufen am 11. Dezember 2018.) ist ein ehemaliger Schweizer Mountainbiker. Er ist Olympiasieger (2016), zehnfacher Weltmeister sowie neunfacher Sieger des UCI-Gesamtweltcups im Cross Country.

Sportlicher Werdegang Nino Schurter holte in sämtlichen Nachwuchskategorien die Schweizer Meistertitel im Mountainbiken: 2002 bei den Kadetten, 2004 bei den Junioren, 2005, 2006, 2007 und 2008 bei den Espoirs (U23). Bei den Weltmeisterschaften gewann er 2003 die Silbermedaille, 2004 den Titel bei den Junioren. Die Stiftung Schweizer Sporthilfe zeichnete Schurter als Nachwuchsathleten des Jahres 2004 aus. Ein Jahr darauf wurde er – nachdem er in Führung liegend durch einen Defekt zurückgebunden worden war – an den Mountainbike-Weltmeisterschaften 2005 in Livigno in der Kategorie U23 Dritter.

Nach dem erneuten Sieg bei den Schweizer Meisterschaften sowie dem Europameistertitel und dem Gesamtweltcup in der Kategorie U23 holte sich Schurter 2006 den Weltmeistertitel der Espoirs. 2007 holte er erneut den Schweizer Meister- sowie den Europameistertitel. Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Fort William konnte er den Titel nicht verteidigen und wurde hinter dem Dänen Jakob Fuglsang Zweiter. Mit dem erneuten Gewinn des Europameistertitels 2008 in St. Wendel gewann er diesen Titel in der Kategorie U23 drei Mal in Folge.

Im Juni 2008 nach fünf Weltcup-Läufen stand er zwei Mal auf dem zweiten Platz (Houffalize und Fort William). Im Juni 2008 gewann er nach 2006 zum zweiten Mal den Weltmeistertitel in der Kategorie U23. Bei den Sommerspielen in Peking gewann Nino Schurter mit Bronze seine erste Olympiamedaille.

Einen seiner grössten Erfolge errang Schurter 2009, als er im Alter von 23 Jahren als jüngster Fahrer in der Geschichte des Mountainbikesports in der Elite-Kategorie Weltmeister wurde.

2010 wurde Schurter erstmals in der Elite-Kategorie Schweizer Meister im Cross Country. Im April 2010 gewann er mit dem Auftaktrennen in Dalby Forest sein erstes Weltcup-Rennen in der Elitekategorie, womit er zugleich auch erstmals die Führung im Gesamtweltcup übernahm, den er in diesem Jahr zum ersten Mal für sich entscheiden konnte. Er konnte in diesem Jahr auch den Racer Bikes Cup für sich entscheiden.

2011 wurde er Zweiter bei den Schweizer Meisterschaften im Cross Country. Anlässlich der Weltmeisterschaften 2011 in Champéry im Wallis gewann Schurter hinter dem Tschechen Jaroslav Kulhavý die Silbermedaille. Zwei Wochen nach den Weltmeisterschaften wurde er von Swiss Olympic als erster Schweizer für die Olympischen Spiele 2012 in London nominiert und gewann ebenfalls hinter Kulhavy die Silbermedaille im Cross Country. Von 2012 bis 2016 gewann Schurter fünf Mal in Folge die Schweizer Meisterschaft. 2013 wurde er zum dritten Mal Cross-Country-Weltmeister in Pietermaritzburg, Südafrika.Nino Schurter is the 2013 XCO World Champion. scott-sports.com, 2. September 2013.

Zusammen mit Nicola Spirig (Triathlon), Jolanda Neff (Mountainbike) und Giulia Steingruber (Kunstturnen) nahm er im Juni an den Europaspielen 2015 in Baku teil und konnte im Cross Country gewinnen.. infoticker.ch, 29. April 2015

In der Mountainbike-Saison 2014 verlor er seine Weltcup- und Weltmeistertitel. Er belegte in Hafjell, Norwegen, den zweiten Platz und beendete seine Saison hinter Julien Absalon beim Weltcup in Méribel.

Im Jahr 2015 holte sich Nino Schurter zudem zum vierten Mal sowohl den Weltmeistertitel als auch den Gesamtweltcupsieg. Am 21. August 2016 gewann Nino Schurter mit dem Sieg beim Mountainbikerennen die 100. Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen für die Schweiz.

Nino Schurter gewann 2017 mit Matthias Stirnemann das Mountainbike-Etappenrennen Cape Epic. Im gleichen Jahr gewann er als erster Fahrer alle sechs Weltcup-Rennen im Cross Country (perfekte Saison) und sicherte sich damit zum fünften Mal den Gesamtweltcupsieg. Im gleichen Jahr holte er sich auch den Weltmeistertitel im Einzel, den sechsten insgesamt, sowie erstmals auch in der Staffel. Damit blieb er die ganze Saison ungeschlagen, nachdem er auf die Teilnahme an den Europameisterschaften verzichtet hatte.

Das Jahr 2018 krönte Nino Schurter mit seinem siebten WM-Titel vor heimischem Publikum in der Lenzerheide. Im Dezember 2018 wurde er neben der Triathletin Daniela Ryf als Schweizer Sportler des Jahres ausgezeichnet.Sports Awards: Nino Schurter und Daniela Ryf gewinnen die Auszeichnungen. In: Neue Zürcher Zeitung. 9. Dezember 2018

2019 konnte er zum Start der neuen Saison seinen zweiten Cape-Epic-Sieg an der Seite von Lars Forster feiern, im Weltcup dauerte es bis zum dritten Weltcuplauf, wo er seinen ersten Saisonsieg einfahren konnte.

Im Mai 2021 qualifizierte sich der 35-Jährige für einen Startplatz bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio, wo er den vierten Platz belegte.16 weitere Schweizer Athletinnen und Athleten selektioniert. In: SRF. 27. Mai 2021. Bei den Weltmeisterschaften 2021 in Val di Sole wurde er zum neunten Mal Weltmeister im Cross Country. Er entschied das Rennen im Zielsprint gegen den Landsmann Mathias Flückiger, welcher erneut die Silbermedaille gewann, zum dritten Mal hintereinander.

Nino Schurter gab seinen Rücktritt 2025 bekannt und bestritt am 21. September in der Lenzerheide sein letztes Rennen.

Privates Schurter ist mit der dänischen Mountainbikerin Malene Degn liiert, mit ihr hat er einen 2025 geborenen Sohn. Aus einer früheren Beziehung hat er eine Tochter.«Lisa ist mega stolz auf ihren kleinen Bruder». In: SI, 25. März 2026. Er wohnt in Chur.Website von Nino Schurter, abgerufen am 31. März 2026.

Auszeichnungen Swiss Cycling Awards: 2012, 2013, 2016, 2017 und 2018 wurde Nino Schurter zum Schweizer Radsportler des Jahres gewählt.Nino Schurter gewinnt Swiss Cycling Award 2012. In: Südostschweiz. 28. November 2012. Schweizer Sportler des Jahres: 2018Sports Awards: Nino Schurter und Daniela Ryf gewinnen die Auszeichnungen. In: Neue Zürcher Zeitung. 9. Dezember 2018.

Sportliche Erfolge

Datum/Jahr Rang Wettbewerb Austragungsort Zeit Bemerkung 3 Olympische Sommerspiele 2008 Peking 01:57:52 20px Dritter hinter Julien Absalon und Jean-Christophe Péraud 1 Mountainbike-Weltmeisterschaften 2009 Canberra 02:04:39 20px Weltmeister vor Julien Absalon und Florian Vogel 1 Schweizer Meisterschaft 20x20px Schweizer Meister Cross Country 2 Schweizer Meisterschaft 20x20px Vizeschweizermeister Cross Country 1 Schweizer Meisterschaft 20x20px Schweizer Meister Cross Country 2 Olympische Sommerspiele 2012 London 01:29:08 20px Zweiter hinter Jaroslav Kulhavý 1 Mountainbike-Weltmeisterschaften 2012 Leogang, Saalfelden 01:40:55 20px Weltmeister vor Lukas Flückiger und Mathias Flückiger 1 Schweizer Meisterschaft 20x20px Schweizer Meister Cross Country 1 Mountainbike-Weltmeisterschaften 2013 Pietermaritzburg 01:40:17 20px Weltmeister vor Manuel Fumic 1 Schweizer Meisterschaft 20x20px Schweizer Meister Cross Country 1 Schweizer Meisterschaft 20x20px Schweizer Meister Cross Country 1 Europaspiele 2015 Baku Sieg vor zwei seiner Landsleute: Lukas Flückiger holte Silber und Fabian Giger fuhr zu Bronze. 1 Mountainbike-Weltmeisterschaften 2015 Vallnord 01:29:22 20px Weltmeister vor Julien Absalon 1 Mountainbike-Weltmeisterschaften 2016 Nové Město 01:28:20 20px Weltmeister vor Jaroslav Kulhavý 1 Swiss Bike Cup Rivera 01:34:39 SiegSwiss Bike Cup Rivera. Neue Saison, altes Bild – Schurter bezwingt Absalon. mtb-news.de, 3. April 2016. 1 Schweizer Meisterschaft Echallens 01:40:06 20x20px Schweizer Meister im Cross Country 1 Olympische Sommerspiele 2016 Rio de Janeiro 01:33:28 20px Olympiasieger vor Jaroslav Kulhavý 1 Mountainbike-Weltmeisterschaften 2017 Cairns 01:27:44 20px Weltmeister vor Jaroslav Kulhavý 1 Mountainbike-Weltmeisterschaften 2018 Lenzerheide 01:29:21 20px Weltmeister vor Gerhard Kerschbaumer und Mathieu van der Poel 1 Mountainbike-Weltmeisterschaften 2019 Mont Saint Anne 20px Weltmeister vor Matthias Flückiger und Stephane Tempier 1 Mountainbike-Weltmeisterschaften 2021 Val di Sole 20px Weltmeister vor Matthias Flückiger und Victor Koretzky 1 Mountainbike-Weltmeisterschaften 2022 Les Gets 01:21:13 20px Weltmeister vor David Valero und Luca Braidot

Teams miniatur|Nino Schurter (vorne) bei den Olympischen Sommerspielen 2016

2006–2008: Swisspower MTB Team 2009–2011: Scott-Swisspower MTB Racing 2012–2013: Scott-Swisspower MTB Racing Team 2014: Scott-Odlo MTB Racing Team (bis 17.04.) 2014: (ab 18.04.) 2015–2016: Scott-Odlo MTB Racing Team seit 2017: Scott-SRAM MTB Racing Team

Literatur .

Weblinks

Website von Nino Schurter

Nino Schurter in der Datenbank von MTB Data.com

Einzelnachweise

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