Die Sozialdividende ist die Rendite aus den natürlichen Ressourcen und Kapitalgütern, die in einer sozialistischen Wirtschaft in öffentlicher Hand sind, und gilt als ein wesentliches Merkmal des Marktsozialismus, wo sie in Form einer Dividendenzahlung an jeden Bürger erfolgt, die aus den Vermögenserträgen staatlicher Unternehmen stammt und den Anteil des Einzelnen am Kapital und an den natürlichen Ressourcen der Gesellschaft darstellt.
Obwohl die Sozialdividende bislang noch nicht auf breiter Fläche angewendet wurde, wurden ähnliche Maßnahmen in begrenztem Rahmen eingeführt. Sowohl in den ehemaligen sowjetischen Volkswirtschaften als auch in nichtsozialistischen Ländern galten die Gewinne staatlicher Unternehmen als Quelle öffentlicher Einnahmen, die direkt von der Regierung zur Finanzierung verschiedener öffentlicher Güter und Dienstleistungen verwendet wurden.
Das Konzept der Sozialdividende überschneidet sich mit dem Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens, unterscheidet sich von diesem jedoch dadurch, dass eine Sozialdividende den öffentlichen Besitz von Produktionsmitteln voraussetzt, während ein Grundeinkommen nicht zwangsläufig öffentlichen Besitz voraussetzt und aus einer Vielzahl von Quellen finanziert werden kann. Anders als beim Grundeinkommen variiert die Höhe der Sozialdividende je nach Leistung der sozialistischen Volkswirtschaft. Die Sozialdividende kann als das sozialistische Äquivalent zum Grundeinkommen betrachtet werden. In jüngerer Zeit wurde der Begriff der bedingungslosen Grunddividende verwendet, um das Konzept der Sozialdividende vom Grundeinkommen abzugrenzen.
Einzelnachweise
Kategorie:Sozialismus Kategorie:Grundeinkommen