mini|hochkant=0.8|Vico Torriani, 1960rahmenlos|zentriert|178px|Autogramm von Vico Torriani mini|hochkant=0.8|Werbeplakat, 1950 (gemalt von Erich Dittmann) mini|hochkant=0.8|Vico Torriani bei einem TV-Auftritt 1969 mini|hochkant=0.8|Grabstätte von Vico Torriani auf dem Monumentalfriedhof Lugano Ludovico OxansDie erste Biografie, vicotorriani.ch „Vico“ Torriani (* 21. September 1920 in Genf; † 26. Februar 1998last.fm in Agno) war ein Schweizer Schlagersänger, Schauspieler, Showmaster und Kochbuchautor.
Leben Ludovico „Vico“ Torriani wurde als Sohn eines Reit- und Skilehrers geboren und wuchs in St. Moritz im Schweizer Kanton Graubünden und in Oberrüti im Kanton Aargau auf. Wie erst 2017 bekannt wurde, lebte er laut amtlichen Unterlagen zwischen 1929 und 1933 zusammen mit seiner Schwester Sonia als VerdingkindGemäss Gemeindeverwaltung Oberrüti, 26. August 2019 auf einem Bauernhof in Oberrüti.H. Elias Fröhlich: Vico Torriani (†): Seine traurigen Jahre als Verdingbub In: Glückspost vom 8. März 2017 Nach der Schulzeit lernte er Konditor, Koch und Kellner. Später betätigte er sich auch als Skilehrer, im Hotelfach und als selbständiger Gastwirt, unter anderem in Basel, und machte sich als Autor von Kochbüchern einen Namen. Zwischen 1978 und 1983 führte er das Restaurant Bonne Auberge am Spalenring in Basel.
Vico Torriani war evangelisch und heiratete 1951 die aus Basel stammende Evelyne Güntert (* 17. Juni 1930; † 28. April 2010).Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1256.Vico Torrianis Witwe ist tot in Blick, abgerufen am 24. Februar 2015 Das Ehepaar lebte in Agno im Tessin in der Villa Solaria und hatte zwei Kinder, Nicole und Reto.
Torriani starb 1998 im Alter von 77 Jahren. Seine Witwe widersprach Presseberichten, er sei an den Folgen von Krebs gestorben.SWR Sendereihe Ich trage einen großen Namen, Wiederholung vom 2. August 2015 Sein Urnengrab befindet sich auf dem Monumentalfriedhof Lugano.
Karriere Sänger Während seiner Militärdienstzeit von 1939 bis 1945 zeigte Torriani bei Kameradschaftsabenden erstmals musikalische Ambitionen, nachdem er, wie er später berichtete, bereits als 15-Jähriger in privatem Rahmen Konzerte gegeben hatte. 1945 gewann er einen Talentwettbewerb und tingelte danach als Sänger durch ganz Europa. 1946 erhielt er sein erstes festes Engagement. 1949 hatte er in der Schweiz seinen ersten Hit, Silberfäden. 1951 kam der erste grosse Erfolg in Deutschland, Addio, donna grazia. Danach nahm Torriani zahlreiche Schallplatten mit Schlagern in verschiedenen Sprachen auf. Für das Lied Kalkutta liegt am Ganges erhielt er als Anerkennung für hohe Verkaufszahlen eine Goldene Schallplatte.
In den 1950er und 1960er Jahren trat Torriani in zahlreichen Musikfilmen, Operetten und Musicals auf. Er gab Gastspiele in vielen Ländern, darunter in Iran. 1966 sang er das Lied der ARD-Fernsehlotterie, So schön, so leicht kann unser Leben sein. In den 1970er Jahren feierte er Erfolge mit volkstümlichen Melodien. Sein grösster Erfolg wurde 1976 La Pastorella, ein Lied, das inzwischen zu den Evergreens der deutschen Unterhaltungsmusik gehört.
Fernsehstar Von 1952 an trat Vico Torriani im Fernsehen auf. 1955 war er der erste zu erratende Gaststar in der Ratesendung Was bin ich?. 1958 trat er in der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix Eurovision de la Chanson (Eurovision Song Contest) an. Er bekam zunächst in der Schweiz, später auch in Deutschland eigene Shows, wie Grüezi, Vico, Hotel Victoria und 1971 die Vico-Torriani-Show,Fernsehserien.de in denen zahlreiche Gaststars auftraten.
Zwischen 1967 und 1970 war er über viele Folgen hinweg Showmaster der Fernsehsendung Der goldene Schuß im ZDF. 1977 war Torriani in der Tatort-Folge Drei Schlingen zu sehen.
Auszeichnungen und Ehrungen Mit dem Schlager Capri-Fischer landete er 1982 auf Platz eins der vom ZDF produzierten Show Die schönsten Melodien der Welt. 1995 erhielt er den Bambi-Lifetime-Award für sein Lebenswerk zusammen mit Caterina Valente und Helmut Zacharias. Im selben Jahr wurde er mit dem Prix Walo ausgezeichnet.Website von Prix Walo, abgerufen am 18. April 2017.
Am 24. Februar 2016 wurde im Hotel Reine Victoria in St. Moritz das Musical Hotel Victoria uraufgeführt. Es basiert auf der gleichnamigen Fernsehserie, die von 1961 bis 1968 von Vico Torriani moderiert wurde. mini|hochkant=0.8|Vico Torriani mit seiner Familie (1964)
Diskografie
Studioalben
1959: Good evening, Vico 1959: Vico International 1961: Liebe, Tanz und 1000 Träume 1961: Melodies made in USA 1961: Swiss Folklore 1962: Bei Vico in der Bar 1963: Sing mit Vico 1964: Sing mit Vico 02 1965: Mr. Musical – Monsieur Chanson 1966: Extrablatt – Vico ganz neu 1966: Weihnacht in Europa 1967: Vicos klingende Kochrezepte 1968: Can-Can 1968: Ganz leise 1968: Lieder aus unserer Heimat (mit Lisa della Casa) 1968: Wenn der Vico auf der Donau 1969: Buona sera, Vico 1975: Allegra – Allegra 1975: Erinnern Sie sich? 1976: La Pastorella – Lieder der Berge mit Vico Torriani 1976: Vico singt für Sie 1977: Vico heute 1978: Meine schönsten Advents- und Weihnachtslieder 1979: Vico in den Bergen 1979: Perlen vergessener Lieder (mit den Geschwistern Seitz) 1982: Herzlichkeiten 1984: Zeit für Zärtlichkeiten 1986: Wunderschöne Weihnachtszeit 1987: Grüezi, grüezi miteinander 1990: Zauberwelt der Berge 1991: Zähl’ die Freunde, nicht die Jahre 1995: Einfach Danke – Meine 20 größten Hits
Mitwirkung 196?: Im Traumland der Operette, Nr. 2 (Querschnitt von Im weißen Rößl) 1964: Nashville Stars On Tour – Live Recordings der großen Country & Western Show (als Conférencier) 1975: Musik ist Trumpf – Folge 1 1975: Treffpunkt Herz (Benefiz-LP zur gleichnamigen TV-Show) 1976: Musik ist Trumpf – Folge 5+6 (Medley Mit Vico durch die Schweiz) 1977: Peter Alexander serviert die ZDF-Spezialitäten-Show (Doppel-LP zur gleichnamigen TV-Show, Duett mit Peter Alexander) 1978: Zum Doppelten Engel (LP zur gleichnamigen TV-Show, Ski-Medley) 1986: So wird’s nie wieder sein – Immergrüne Melodien von Gerhard Winkler (Doppel-LP zur gleichnamigen TV-Show) 1988: Das große deutsche Schlagerfestival der 60er Jahre (Neuaufnahme von Kalkutta liegt am Ganges)
Werkausgaben 1995: Es war auf dem Canale Grande (DECCA-Aufnahmen von 1951–1959) 1995: Kalkutta liegt am Ganges (DECCA-Aufnahmen von 1959–1965) 1995: Torriani Film-Treffer (Zusammenstellung der Filmschlager) 1996: Granada (DECCA-Aufnahmen von 1951–1956) 1996: Biedermann und Cool Man (DECCA-Aufnahmen international von 1957–1964)
Kompilationen (Auswahl) 1981: Die schönsten Lieder 1998: Danke Vico – Zur Erinnerung an den legendären Sänger und Entertainer
Singles mini|hochkant=0.8|Schellackplatte Addio Donna Grazia, 1952 mini|hochkant=0.8|Schellackplatte Bella, bella donna, 1953
Weitere Singles (Auswahl) 1951: Bolero / In Milano in der Cafèteria (Elite Special 8926, 78rpm) 1951: Silberfäden / Eine kleine Serenade (Elite Special 8927, 78rpm) 1952: Addio, donna grazia 1953: Bella, bella donna 1953: Du schwarzer Zigeuner 1956: Die Stunde kommt / Das gewisse O-la-la 1959: Ti Diro 1962: Chi-Chica-Chi 1965: Aber du in deinem Himmelbett 1968: Azzurro 1976: La Pastorella 1981: Capri-Fischer 1990: Ich könnt’ ohne Berge nicht leben 1996: Einfach danke / Und der Himmel drückt ein Auge zu
Filmografie
Auszeichnungen 1960: Goldene Schallplatte für Kalkutta liegt am Ganges 1995: Bambi – Lifetime-Award (zusammen mit Caterina Valente und Helmut Zacharias) 1995: Ehren – Prix-Walo
Publikationen Mit Jo Hanns Rösler: Das Vico Torriani Kochbuch. Ich koche mit Liebe und Musik. Verlag Carl Ulrich & Co, 1958. Vico Torriani: Gaumenhits für Feinschmecker. Gloria-Verlag, 1974. Vico Torriani: Alle meine Rezepte, alle meine Erlebnisse. Moewig 1981, ISBN 3-8118-4005-3. Vico Torriani: Nudelfestival – Seine 100 besten Rezepte. Delphin 1988. ISBN 3-7735-5379-X. Vico Torriani: Viva la Pizza. Delphin 1989. ISBN 3-7735-5405-2. Mit Irmtraut Teltau: Cucina Fantastica. Meine Lieblingsgerichte. Delphin Verlag 1990. ISBN 3-7735-5441-9.
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 15 f.
Barbara Tänzler: Vico Torriani – Ein Engadiner singt sich in die Welt, NZZ-Libro, Zürich 2020. ISBN 978-3-907291-12-2. (Leseprobe und Video) Torriani, Vico. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1256.
Weblinks
vicotorriani.ch
Geburtstag Torrianis von Felice Zenoni
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Schlagersänger Kategorie:Entertainer Kategorie:Fernsehmoderator (Deutschland) Kategorie:Person (ZDF) Kategorie:Interpret volkstümlicher Schlager (Schweiz) Kategorie:Kochbuchautor Kategorie:Teilnehmer an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1920 Kategorie:Gestorben 1998 Kategorie:Mann