hochkant|mini|Lage der Gemeinde Toscolano Maderno in der Provinz Brescia Toscolano Maderno ist eine italienische Gemeinde (comune) mit Einwohnern (Stand ) in der Provinz Brescia, Region Lombardei.
Geographie Die Gemeinde gehört zur am Westufer des Gardasees gelegenen Riviera dei Limoni und liegt etwa 39 km nordöstlich von der Provinzhauptstadt Brescia entfernt. Die beiden namensgebenden Hauptorte – Maderno und Toscolano – liegen an der Mündung des Torrente Toscolano, der die beiden Orte voneinander trennt. Das nördliche Toscolano erstreckt sich zu Füßen des Monte Pizzocolo () und erstreckt sich entlang der Gardesana Occidentale. Toscolano (2). In: Antonio Fappani: Enciclopedia Bresciana. Band 19: Tie–Ud. La voce del popolo, Brescia 2004, S. 182. Auf der orographisch rechten Seite des Toscolano befindet sich Maderno.Maderno. In: Antonio Fappani: Enciclopedia Bresciana. Band 8: M–Masi. La voce del popolo, Brescia 1991, S. 19. Von Maderno besteht eine ganzjährige Fährverbindung nach Torri del Benaco am Ostufer des Gardasees.
Geschichte In der mittelalterlichen Epoche war Maderno eine Ortschaft, die eine große politische und verwaltungsmäßige Bedeutung hatte. Im 17. und 18. Jahrhundert hatten die Herzöge von Mantua ihre Sommerresidenz im Gonzaga Palast und in der Villa del Serraglio. Schon seit dem 14. Jahrhundert hatten Papier- und andere Fabriken ihren Sitz in Toscolano. In der Schlucht des kleinen Flusses „Toscolano“ gibt es einen Wanderweg durch das historische Tal der Papiermühlen.
1902 erhielt Toscalano Bahnanschluss an der Straßenbahnstrecke Brescia–Salò–Gargnano. 1921 wurde eine Streckenverlängerung über Maderno nach Gargnano eingeweiht, der Betrieb auf diesem Teil aber schon 1933 wieder eingestellt. Bereits ein Jahr darauf wurde auch der Streckenabschnitt Sàlo–Toscalano stillgelegt.
1928 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Maderno und Toscolano zur Gemeinde Toscolano Maderno zusammengeschlossen.
In den 1930er Jahren befand sich in dem heutigen Hotel MilanoHomepage des Hotels Milano in Toscolano Maderno die Casa Vita Nuova in Toscolano Maderno, eine Schule für jüdische Mädchen aus Deutschland unter der Leitung des ehemaligen Berliner Studienassessors Kurt Wronke. Aufgrund der im September 1938 verabschiedeten Italienischen Rassengesetze musste die Schule schließen und ihre Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal das Land verlassen.Geschichte der Schule für jüdische Mädchen im Hotel Milano in Toscolano Maderno
Bevölkerungsentwicklung
Gemeindegliederung Die Gemeinde gliedert sich in mehrere Fraktionen: Die Hauptorte Maderno und Toscolano machen etwa 70 % der Gesamtbevölkerung der Gemeinde aus. Sie belegen den südwestlichen bzw. nordöstlichen Teil des Vorgebirges unter dem Monte Pizzocolo und werden durch den Bach Toscolano geteilt, in dessen Nähe sich das Rathaus und die Post befinden. Die weiteren, wichtigsten Ortsteile sind: Gaino, Cecina, Vigole, Sanico, Bornico, Roina, Maclino, Pulciano, Folino, Cabiana und Stina.
Sehenswürdigkeiten Chiesa di S. Andrea di Toscolano Maderno, Kirche aus dem 12. Jahrhundert Villa romana dei Nonii Arrii, archäologische Reste einer römischen Villa aus dem 1. Jahrhundert nach Christus
Persönlichkeiten Giacomo Benvenuti (1885–1943), Musikwissenschaftler und -herausgeber, Komponist und Organist Bartolomeo Bortolazzi (1772 – um 1846), Musiker und Komponist Osvaldo Cavandoli (1920–2007), Cartoonist Ugo Locatelli (1916–1993), Fußballspieler
Ortsansichten
Literatur Maderno. In: Antonio Fappani: Enciclopedia Bresciana. Band 8: M–Masi. La voce del popolo, Brescia 1991, S. 19. Toscolano (2). In: Antonio Fappani: Enciclopedia Bresciana. Band 19: Tie–Ud. La voce del popolo, Brescia 2004, S. 182.
Weblinks
Bilder aus Toscolano Maderno und Umgebung
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Lombardei Kategorie:Gemeindegründung 1928