Der Rohrspötter oder die Rohrspottdrossel (Donacobius atricapilla, Syn.: Donacobius atricapillus) ist ein südamerikanischer Singvogel und die einzige Art der Gattung Donacobius. Bis 1982 wurde der Rohrspötter für eine Spottdrossel gehalten.
Merkmale Der 23 cm lange Rohrspotter ist ein Vogel mit schwarzer Kappe, brauner Oberseite und Schwanz, orangegelber Unterseite und orangefarbene Augen.
Vorkommen Der Vogel lebt in Sümpfen, Marschen und Feuchtwiesen vom Osten Panamas bis Bolivien und Nordargentinien. mini|Verbreitungsgebiet
Verhalten Die Rohrspötter leben paarweise in festen Revieren. Oft sitzen sie gemeinsam auf Ästen laut singend, mit den Köpfen zuckend und mit den Schwänzen wippend. Dieses Verhalten dient dazu, Eindringlinge abzuschrecken.
Der Vogel ernährt sich von Insekten. Fühlt er sich gestört, fliegt er von seinem Aufenthaltsort in dichter Vegetation zu einer exponierten Warte und „beschimpft“ den Eindringling. Der Rohrspötter brütet in einem offenen Nest im Schilf oder Gras.
Unterarten Es sind folgende Unterarten anerkannt:IOC World bird list Grassbirds, Donacobius, tetrakas, cisticolas, allieser Donacobius atricapilla brachypterus , 1913Gyula Madarász (1913), S. 22–23 kommt in Panama und im nördlichen Kolumbien vor. Donacobius atricapilla nigrodorsalis , 1948Melvin Alvah Traylor, Jr. (1948), S. 196–198 ist im südlichen Kolumbien, dem östlichen Ecuador und dem östlichen Peru verbreitet. Donacobius atricapilla atricapilla (, 1766)Carl von Linné (1766), S. 295 kommt in Venezuela, Guyana, Suriname, Französisch-Guayana über Brasilien und Paraguay bis ins nordöstliche Argentinien vor. Donacobius atricapilla albovittatus & , 1837Alcide Dessalines d’Orbigny u. a. (1837), S. 19 ist im südwestlichen Brasilien und in Bolivien verbreitet.
Donacobius vociferans , 1831William Swainson (1837), Tafel 72 & Text wird heute als Synonym zur Nominatform betrachtet.
Etymologie und Forschungsgeschichte links|mini|Rohrspötter illustriert von William Swainson Die Erstbeschreibung des Rohrspötter erfolgte 1766 durch Carl von Linné unter dem wissenschaftlichen Namen [Turdus] atricapilla. Als Verbreitungsgebiet gab er fälschlicherweise das Kap der Guten Hoffnung an. 1837 führte William Swainson die für die Wissenschaft neue Gattung Donacobius für sein Synonym Donacobius vociferans ein. Der Begriff ist ein Wortgebilde aus und .Donacobius The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname atricapilla setzt sich aus und zusammen.atricapilla The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling Brachypterus hat seinen Ursprung in und brachypterus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, nigrodorsalis in und nigrodorsalis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, albovittatus in und albovittatus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling und vociferans in und bildet sich aus und .vociferans The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay sieben Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) in Puerto Sastre und Monte Sociedad im Gran Chaco zur Verfügung. Für Paraguay nannte er die Unterart Donacobius atricapillus atricapillus. In der Literatur betrachtete er in einem von Alfredo Borelli (1858–1943) in Colonia von Pedro RissoTommaso Salvadori (1895), S. 3 gesammelten und von Tommaso Salvadori beschriebenes Exemplar, in WaikthlatingmayalwaJohn Graham Kerr (1901), S. 222. im Gran Chaco durch John Graham Kerr, in Salto del GuairáArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 59. und Monte SociedadArnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 253. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni, in Puerto PinascoAlexander Wetmore (1926), S. 354. im Departamento Presidente Hayes durch Alexander Wetmore und in ConcepciónAlfred Laubmann (1930), S. 318 durch sich selbst viele weitere Nachweise für das Land. Für das Exemplar aus Concepción erwähnte er, dass der Überaugenstreif im Gegensatz zu den anderen Exemplaren sehr ausgeprägt ist; Somit könnte es sich um D. a. albovittatus handeln. Zusätzlich erwähnte Laubmann Batará del agallas peladasFélix de Azara (1805), S. 214–217. von Félix de Azara.Alfred Laubmann (1940), S. 217–218
Literatur
Weblinks
Fotos Englische Webseite
Einzelnachweise
Kategorie:Sperlingsvögel