Der Rotsteißbülbül (Pycnonotus cafer) oder Rußbülbül ist ein südasiatischer Singvogel.

Merkmale mini|links|Rotsteißbülbül (nahe dem Sukhna Lake in Chandigarh, Indien) Der 20 cm lange Rotsteißbülbül hat einen langen Schwanz. Er ist oberseits und an der Brust braun oder schwarz gefärbt. Der Rücken und der Bauch sind heller und mit einer hübschen Schuppenzeichnung versehen. Der Unterbürzel ist rot gefärbt. Der Kopf und die kleine Haube sind schwarz. Die Geschlechter sehen sich ähnlich, die Jungvögel sind weniger farbenprächtig. Der Flug des Rotsteißbülbüls erinnert an einen Specht. Die Nahrung besteht aus Früchten, Nektar und Insekten.

Vorkommen mini|Verbreitung des Rotsteißbülbüls Der Rotsteißbülbül stammt aus dem tropischen Asien von Indien und Sri Lanka über Myanmar bis ins südwestliche China. Er lebt im Gebüsch, in offenen Wäldern und Kulturland.

Eingebürgerte Vorkommen in anderen Ländern werden bekämpft, weil sie Obstkulturen schädigen oder eine Gefahr für die einheimischen Vogelarten darstellen. Er wurde auf zahlreichen Inseln/Inselgruppen wie Fidschi, Fuerteventura, Hawaii, Neukaledonien und Tahiti ausgesetzt, wo er als invasive Art gilt und intensiv bekämpft wird.Fuerteventura sagt invasiven Vogelarten den Kampf anPetit oiseau mais gros dégâts : la chasse au Bulbul est ouverte en Nouvelle-Calédonie la1ere.franceinfo.fr, 26. Juni 2026, abgerufen am 27. Juni 2026 (französisch) Auch in Teilen der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, USA und Argentinien ist die Art eingebürgert worden. Eingebürgerte Vorkommen in Neuseeland wurden bekämpft und ausgerottet. 2018 brütete die Art auf Fuerteventura.The Red-vented Bulbul Pycnonotus cafer (Linnaeus, 1766) – a new invasive bird species breeding in Europe BioInvasions Records (2019) Volume 8, Issue 4: 947–952.

Die Art steht auf der Liste der 100 of the World’s Worst Invasive Alien Species. 2022 ist sie in die Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung für die Europäische Union aufgenommen worden.

Fortpflanzung Das Weibchen legt drei, manchmal vier braunrot gesprenkelte Eier, die rund zwei Wochen lang bebrütet werden.

Literatur Richard Grimmett, Carol Inskipp, Tim Inskipp: Birds of India, Pakistan, Nepal, Bangladesh, Bhutan, Sri Lanka and the Maldives. Christopher Helm, London 1998, ISBN 0-691-04910-6. Salim Ali: The Book of Indian Birds. Oxford University Press, Mumbai 2002, ISBN 0-19-566523-6.

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Bülbüls Kategorie:Neozoon (Wirbeltier) in Europa