zentriert|162px|Zarin Elisabeth I. von Russland, Gemälde von Charles André van Loo Elisabeth wird durch einen Staatsstreich Kaiserin des Russischen Kaiserreichs. zentriert|178px|Schematische Darstellung der Schlacht bei Mollwitz In der Schlacht bei Mollwitz besiegt Preußen die Österreicher und verteidigt damit das kurz zuvor besetzte Schlesien. zentriert|350px|Händels Manuskript des Messias Georg Friedrich Händel komponiert das Oratorium Messiah. 1741 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1189/90 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1733/34 (10./11. September) Bengalischer Solarkalender 1146/47 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2284/85 (südlicher Buddhismus); 2283/84 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 73. (74.) Zyklus Jahr des Metall-Hahns 辛酉 (am Beginn des Jahres Metall-Affe 庚申) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1103/04 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 4074/75 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 1119/20 (um den 21. März) Islamischer Kalender 1153/54 (Jahreswechsel 18./19. März) Jüdischer Kalender 5501/02 (10./11. September) Koptischer Kalender 1457/58 (10./11. September) Malayalam-Kalender 916/917 Seleukidische Ära Babylon: 2051/52 (Jahreswechsel April) Syrien: 2052/53 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1797/98 (Jahreswechsel April)

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Österreichischer Erbfolgekrieg

16. Februar: Österreich, Großbritannien, Russland, Sachsen und die Niederlande schließen in Dresden eine Koalition gegen Preußen. 27. Februar: Im Gefecht bei Baumgarten siegt die preußische Armee über die Pragmatische Armee. 9. März: Erster Schlesischer Krieg: Leopold II. Maximilian von Anhalt-Dessau erobert die Festung Glogau für Preußen. März: Ein österreichisches Heer marschiert unter Wilhelm Reinhard von Neipperg in Schlesien ein. Die preußischen Truppen befinden sich zu diesem Zeitpunkt noch verstreut in ihren Winterquartieren.

10. April: In der Schlacht bei Mollwitz besiegt Preußen unter Kurt Christoph von Schwerin die Österreicher, nachdem König Friedrich II. das Schlachtfeld verlassen hat, und verteidigt damit das im Vorjahr besetzte Schlesien. 28. Mai: Spanien und Bayern verbünden sich im Vertrag von Nymphenburg mit Preußen und Frankreich gegen die österreichische Erzherzogin Maria Theresia. 5. Juni: Preußen und Frankreich schließen ein Verteidigungsbündnis auf fünf Jahre.

miniatur|links|hochkant|Die Krönung im Martinsdom 25. Juni: Maria Theresia wird im Martinsdom von Pressburg zur Königin von Ungarn gekrönt. Dabei sagen ihr die ungarischen Stände eine Unterstützung von 20.000 Soldaten zu. 31. Juli: Mit der Einnahme Passaus durch bayerische Truppen greift Kurfürst Karl Albrecht von Bayern in den Österreichischen Erbfolgekrieg ein. 22. Juli: Überfall bei Rothschloss September: Nachdem Großbritannien bereits seine Neutralität erklärt hat, wechselt Kursachsen auf die Seite der antiösterreichischen Allianz. Mit Bayern wird vereinbart, dass dieses nach der Aufteilung der habsburgischen Erblande Böhmen erhalten soll, während Mähren an Sachsen fallen soll. 9. Oktober: Mit der Geheimkonvention von Klein-Schnellendorf schließen Österreich und Preußen einen geheimen Waffenstillstand, bei dem Letzterem Niederschlesien zugesprochen wird. 26. November: Während des ersten schlesischen Kriegs gegen das Haus Habsburg und seine Verbündeten im Österreichischen Erbfolgekrieg wird Prag von Franzosen, Sachsen und Bayern eingenommen. Karl Albrecht von Bayern steht an der Spitze dieses Heeres. 19. Dezember: Karl Albrecht von Bayern lässt sich von den böhmischen Landständen zum König von Böhmen krönen. Mitte Dezember: Friedrich II. marschiert unter dem Vorwand, Österreich hielte sich nicht an die Geheimhaltung der Konvention von Klein-Schnellendorf, in Böhmen ein. 26. Dezember: Preußen erobert Olmütz.

Russland / Schweden

8. August: Das schwedische Parlament erklärt Russland den Krieg. Damit beginnt der bis 1743 dauernde Russisch-Schwedische Krieg, mit dem die schwedische Partei der Hüte versucht, die Niederlage des Landes im Großen Nordischen Krieg zu revidieren 24./25. November: In einer Palastrevolution in Russland werden der erst einjährige Zar Iwan VI. und seine für ihn regierende Mutter Anna Leopoldowna gestürzt. Elisabeth Petrowna, die Tochter Peters des Großen, kommt an die Macht. Der deutschstämmige Premierminister Burkhard Christoph von Münnich wird verhaftet und im Dezember zum Tode verurteilt, jedoch auf dem Schafott begnadigt. Anna Leopoldowna wird mit ihrem Mann in die Verbannung geschickt, ihr Sohn getrennt von ihr gefangen gehalten. 20. Dezember: Der im Vorjahr nach Sibirien verbannte frühere Regent Ernst Johann von Biron, Herzog von Kurland, wird von der neuen Kaiserin an den Zarenhof zurückgeholt und lässt sich in Jaroslawl nieder.

Weitere Ereignisse in Europa

miniatur|links|hochkant|Pietro Grimani 17. Juni: Nach dem Tod von Alvise Pisani wird Pietro Grimani im ersten Wahlgang zum Dogen von Venedig gewählt. Die Wahl des als geizig geltenden Prokurators wird vom Volk mit geringer Begeisterung aufgenommen. Doch obwohl Grimanis Amtsantritt unter keinem guten Stern steht und von zahlreichen Unglücken begleitet ist, beginnt eine Zeit des Friedens und der wirtschaftlichen Erholung für die Serenissima. 26. Juli: Mit dem kinderlosen Tod Herzog Wilhelm Heinrichs erlischt seine Herrschaftslinie im Herzogtum Sachsen-Eisenach, das damit dem Herzogtum Sachsen-Weimar zufällt. Erster Herzog des neuen Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach wird Ernst August I.

miniatur|hochkant|Titelseite des Zweiten Stader Vergleichs von 1741 23. August: Mit dem Zweiten Stader Vergleich erfolgt eine Einigung zwischen dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg und Bremen über ihre Herrschaftsansprüche. Im Isenburger Schloss tagt ein Kongress zur Reform der Reichsverfassung.

Amerika und Karibik

Januar: Im War of Jenkins’ Ear trifft eine Reihe von eigens über den Atlantik transportierten britischen Infanterieregimentern auf Jamaika ein.

miniatur|links|Der Angriff auf Cartagena 9. März: Die Briten belagern den Hafen Cartagena in der spanischen Kolonie Neu-Granada. Der Angriff wird am 9. Mai erfolglos abgebrochen (Schlacht von Cartagena de Indias). 23. Juli: Britische Truppen landen in der Bucht von Guantanamo auf Kuba, nachdem sie einen Angriff auf Santiago de Cuba wegen der starken Befestigungsanlagen ausgeschlossen haben. Doch wegen der schlechten Wegeverhältnisse erweist sich auch dieser Angriff als unmöglich. In Tennessee treten erstmals Sklavengesetze in Kraft. Sie basieren auf denen von North Carolina.

Wirtschaft

1. März: Das spätere Schweizer Bankhaus Wegelin & Co. wird in St. Gallen als Leinentuchhandel und Speditionshandlung gegründet.

Wissenschaft und Technik

15. Juni: Vitus Bering bricht in Petropawlowsk im Rahmen der zweiten Kamtschatkaexpedition zu Schiff mit dem Auftrag auf, die Küste Amerikas zu erkunden. Er entdeckt dabei unter anderem Alaska. 25. Juli: Der russische Kapitän Alexei Iljitsch Tschirikow sichtet während der Zweiten Kamtschatkaexpedition Land an der Südostküste Alaskas. 19. Dezember: Auf dem Rückweg von seiner Expedition stirbt Vitus Bering auf der später nach ihm benannten Beringinsel vermutlich an Kälte und Entkräftung. 18 weitere Besatzungsmitglieder überleben den Winter ebenfalls nicht.

Kultur

miniatur|hochkant|Händel 1741, Porträt von Thomas Hudson 10. Januar: Deidamia, Georg Friedrich Händels letzte Oper, wird in London uraufgeführt. Das Libretto stammt von Paolo Antonio Rolli. 14. März: In Wien erlaubt Erzherzogin Maria Theresia die Nutzung eines leerstehenden Ballhauses auf dem Michaelerplatz neben der Hofburg als Theater, woraus das Burgtheater entsteht. 10. April: Die Tragödie Mahomet der Prophet von Voltaire wird in Lille uraufgeführt. Es folgen nur drei weitere Aufführungen in Paris an der Comédie-Française. Trotz des großen Publikumserfolgs wird das Stück nach heftigen Interventionen des kirchlichen Zensors Prosper Jolyot Crébillon und der Jansenisten vom Spielplan genommen. 29. April: In Bologna findet die Uraufführung der Oper Ezio von Niccolò Jommelli mit dem Libretto von Pietro Metastasio statt. 27. Mai: In Wien begleitet erstmals eine Musikkapelle eine Militärparade. 22. August bis 14. September: Georg Friedrich Händel komponiert das Oratorium Messiah. 26. Dezember: Die Oper Merope von Niccolò Jommelli wird zum Auftakt der Karnevalssaison am Teatro San Giovanni Crisostomo in Venedig uraufgeführt.

miniatur|links|hochkant|Titelblatt des Erstdrucks der Goldberg-Variationen Der Verleger Balthasar Schmid gibt in Nürnberg erstmals das Werk Clavier Ubung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Verænderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen von Johann Sebastian Bach heraus. Nach Bachs Tod wird das Stück unter dem Namen Goldberg-Variationen bekannt.

Gesellschaft

13. April: Der preußische König Friedrich II. lässt den Kölner Zeitungsverleger Johann Ignaz Roderique wegen dessen österreichfreundlicher Berichterstattung im Schlesischen Krieg auf offener Straße zusammenschlagen.

miniatur|hochkant|Clara, das Nashorn, Stich von Jan Wandelaar 1742 22. Juli: Das Nashorn Clara erreicht auf dem Schiff Knappenhof unter Kapitän Douwe Mout van der Meer Rotterdam.

Religion

30. Juni: In der Enzyklika Quanta Cura spricht Papst Benedikt XIV. Missstände beim Verlangen von Entgelt für Messen an und verlangt eine ordnungsgemäße Praxis von den Geistlichen. Der Tamtschinski-Dazan, eine buddhistische Klosteranlage mit Universität, wird gegründet.

Katastrophen

29. August: Ein Vulkanausbruch auf der Insel Oshima-Ōshima wird von einem Tsunami im Japanischen Meer begleitet, bei dem mindestens 1600 Menschen sterben.

Geboren Erstes Quartal 6. Januar: Sarah Trimmer, englische Autorin († 1810) 14. Januar: Benedict Arnold, US-amerikanischer, später britischer General († 1801) 20. Januar: Carl von Linné der Jüngere, schwedischer Botaniker († 1783) 27. Januar: Hester Thrale, englische Autorin, Salonière und Kunstmäzenin († 1821) 28. Januar: Johann August Weppen, deutscher Beamter und Schriftsteller († 1812) 31. Januar: Theodor Gottlieb von Hippel, preußischer Politiker und Schriftsteller († 1796) 31. Januar: Engelhard Benjamin Schwickert, deutscher Verleger († 1825) 4. Februar: Elizabeth Batts, englische Wirtstochter, Ehefrau von James Cook († 1835) 7. Februar: Johann Heinrich Füssli, schweizerisch-britischer Maler und Publizist († 1825) 8. Februar: André-Ernest-Modeste Grétry, flämisch-französischer Komponist († 1813) 9. Februar: Ferdinand Franz Maria Bouget, deutscher Oberst († 1818) 19. Februar: Fjodor Grigorjewitsch Orlow, russischer Generalleutnant, Bruder von Grigori Orlow († 1796) 26. Februar: Johann Nepomuk Holzhey, süddeutscher Orgelbauer († 1809) 4. März: Johann Friedrich Bauder, preußischer und bayrischer Beamter († 1831) 5. März: Eugen Montag, Abt des Zisterzienserklosters in Ebrach († 1811) 12. März: Ernst Jakob Danovius, deutscher lutherischer Theologe († 1782) 13. März: Joseph II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Erzherzog von Österreich und König von Böhmen, Kroatien und Ungarn († 1790) 16. März: Carlo Amoretti, italienischer Gelehrter († 1816) 20. März: Meinard Tydeman der Ältere, niederländischer Rechtswissenschaftler und Historiker († 1825) 25. März: Jean-Antoine Houdon, französischer Bildhauer († 1828) 25. März: Daniel Schiebeler, deutscher Schriftsteller und Kirchenlieddichter († 1771) 26. März: Jean-Michel Moreau, französischer Kupferstecher und Radierer († 1814) 28. März: Johann André, deutscher Musiker, Komponist und Musikverleger († 1799) 28. März: Philipp von Cobenzl, österreichischer Staatsmann († 1810) 30. März: Justin Bonaventure Morard de Galles, französischer Vizeadmiral und Politiker († 1809)

Zweites Quartal 3. April: Johann August Reichardt, deutscher Rechtswissenschaftler († 1808)