Mark Jonathan Harris (* 1941) ist ein US-amerikanischer Filmproduzent, Drehbuchautor und Filmregisseur für Dokumentarfilme sowie Schriftsteller und Journalist. Seine bekanntesten Werke sind Kindertransport – In eine fremde Welt (2000) und Ins Gelobte Land (1997). 2018 veröffentlichte er gemeinsam mit dem ukrainischen Regisseur Oles Sanin Breaking Point. The War for Democracy in Ukraine.

Leben Mark Jonathan Harris wurde 1941 geboren. Nach seinem Abschluss an der Harvard University begann er seine Karriere als Journalist für das City News Bureau of Chicago. Innerhalb eines Jahres ging er zur Nachrichten- und Presseagentur Associated Press und stieg dann ins Filmgeschäft ein, wo er Dokumentarfilme für King Broadcasting Co. in Portland und Seattle drehte. In den 1960er Jahren hatte er mit dem Dokumentar-Kurzfilm The Redwoods (1967), der für den Sierra Club realisiert wurde, seinen Durchbruch. Für ihn bekam er bei der Oscarverleihung 1968 – ebenso wie Trevor Greenwood – einen Oscar. Weitere wichtige Filme der 1960er waren Huelga! (1966) und The Foreigners (1968).

Im Jahr 1973 zog Harris mit seiner Familie nach Los Angeles, Kalifornien und wandte sich parallel zum Filmemachen wieder dem Journalismus zu. Er schrieb eine große Anzahl von Artikeln für große Zeitschriften und Tageszeitungen wie TV Guide, American Heritage, The New York Times, Los Angeles Times und Washington Post. Er begann auch mit dem Schreiben von Fiktion. Er hat fünf Kinder- und Jugendromane veröffentlicht, die mehrere Auszeichnungen gewannen.

In den folgenden Jahren arbeitete er abwechselnd als Journalist, Autor und Filmemacher. Harris produzierte Filme wie The Homefront: America During World War II (1984) und Ins Gelobte Land (1997), wofür er seinen zweiten Oscar erhielt. Später arbeitete er hauptsächlich nur noch als Produzent. Dazu gehört unter anderem Darfur Now (2007).

Seit 1983 lehrt Harris als Professor am Lehrstuhl für Kino- und Filmwissenschaften an der University of Southern California.

Filmografie (Auswahl) 1967: The Redwoods 1997: Ins Gelobte Land (The Long Way Home) 2000: Kindertransport – In eine fremde Welt (Into the Arms of Strangers: Stories of the Kindertransport) 2007: Darfur Now 2018: mit Oles Sanin: Breaking Point. The War for Democracy in Ukraine

Werk

Preise und Auszeichnungen Oscars 1968: Oscar in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm für The Redwoods 1998: Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm für Ins Gelobte Land 2001: Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm für Kindertransport – In eine fremde Welt

Primetime Emmy Awards 2003: Nominierung in der Kategorie Outstanding Writing for Non-Fiction Programming für Unchained Memories: Readings from the Slave Narratives 2003: Nominierung in der Kategorie Outstanding Non-Fiction Series (Traditional) für The E! True Hollywood Story

Sundance Film Festival 1997: Nominierung in der Kategorie Großer Preis der Jury – Bester Dokumentarfilm für Ins Gelobte Land

Weblinks Offizielle Website Biographie von Mark Jonathan Harris

Einzelnachweise

Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Vereinigte Staaten) Kategorie:Literatur (Englisch) Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Journalist (Vereinigte Staaten) Kategorie:Oscarpreisträger Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Mann