mini|hochkant|Mariusz Szczygieł (2013) Mariusz Adam Szczygieł [] (* 5. September 1966 in Złotoryja, Polen) ist ein polnischer Journalist. Für seine Reportage Nie ma wurde er 2019 mit dem Nike-Literaturpreis ausgezeichnet.

Werdegang Szczygieł stieß in ihrem Gründungsjahr 1989 zur Tageszeitung Gazeta Wyborcza, wo er heute die Reportageabteilung leitet. Als Autor beschäftigt er sich besonders mit Tschechien und der Slowakei.

„Reality“ Im deutschen Sprachraum bekannt wurde Mariusz Szczygieł mit einem Beitrag in der Anthologie Von Minsk nach Manhattan. Polnische Reportagen, die 2006 im Wiener Zsolnay Verlag erschien. Die „Reality“ betitelte Reportage handelt von der Krakauerin Janina Turek, die über 57 Jahre lang in 728 Heften jeden ihrer Tage sorgfältig protokolliert hat, ohne dabei eigene Gedanken oder Gefühle zu thematisieren. So hat sie etwa 10868 Geschenke erhalten, 70042 Sendungen im Fernsehen gesehen, 3517 Bücher gelesen, aber was sie dabei gedacht und gefühlt hat, das erfahren wir nicht. Der Text ist außer in der angegebenen Anthologie auch in der Wiener Tageszeitung Die Presse erschienen (siehe Weblink unten).

Bücher

Kaprysik. Damskie historie, 2010 Zrób sobie raj, 2010 Láska nebeská, 2012 Projekt: prawda, 2016 Nie ma, 2018

Weblinks

Die Reportage „Reality“ (dt. „Das Handwerk des Lebens“) in Die Presse, 25. Februar 2006 – Interview mit Mariusz Szczygieł in der Netzeitung, 20. April 2006 Lebensläufe – Mariusz Szczygiels Reportagen über tschechische Nachbarn „Gottland“ erzählt von Menschen des 20. Jahrhunderts

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