Diese kalendarische Übersicht stellt eine unvollständige Chronologie des Zweiten Weltkrieges dar. Sie ist keine eigenständige Darstellung des Zweiten Weltkrieges, sondern dient vorrangig dem Auffinden von Wikipedia-Artikeln zu einem Datum oder Ereignis bzw. dessen Zuordnung zu einem Zeitraum.
Vom zweiten Halbjahr 1941 an werden der Krieg in Europa und angrenzenden Gebieten beziehungsweise der Krieg in Asien und dem Pazifik zur besseren Übersichtlichkeit halbjahresweise jeweils nach Kriegsschauplätzen getrennt dargestellt. Eine detaillierte zeitliche Abfolge des gesamten Pazifikkrieges findet sich unter Chronologie des Pazifikkrieges.
Am Ende der Chronologie aller Ereignisse steht separat eine kurze Übersicht der wichtigen Konferenzen in dieser Zeit.
mini|hochkant=2|Animation zum Kriegsverlauf 1939 bis 1945
Vorgeschichte
Nachkriegsjahre, 1918 bis 1932 1918 29. September: Das Zarentum Bulgarien unterzeichnet den Waffenstillstand von Thessaloniki und scheidet aus dem Ersten Weltkrieg aus. 7. Oktober: Der Regentschaftsrat in Warschau proklamiert die Unabhängigkeit Polens und übernimmt fünf Tage darauf die Befehlsgewalt über die in seinem Einflussbereich stationierten Streitkräfte. 29. Oktober: Wilhelm II. reist überraschend aus Berlin ab, ohne das Kabinett Baden (sein Neffe Max von Baden war seit dem 3. Oktober 1918 Reichskanzler) darüber zu informieren. Er reist in das Große Hauptquartier der Obersten Heeresleitung nach Spa (Belgien).bundestag.de 30. Oktober: Das Osmanische Reich unterzeichnet den Waffenstillstand von Moudros und scheidet aus dem Ersten Weltkrieg aus. 1. November: Der Polnisch-Ukrainische Krieg beginnt. Ungarn löst sich aus Österreich-Ungarn heraus. 3. November: Österreich-Ungarn (nunmehr effektiv nur noch im Namen Österreichs) unterzeichnet den Waffenstillstand von Villa Giusti und scheidet aus dem Ersten Weltkrieg aus. Mit dem Matrosenaufstand in Kiel, provoziert durch den Flottenbefehl vom 24. Oktober 1918, beginnt die Hauptphase der deutschen Novemberrevolution. 9. November: Der deutsche Reichskanzler Max von Baden verkündet die Abdankung des Kaisers Wilhelm II., worauf dieser am 10. November aus dem deutsch besetzten Belgien in die neutralen Niederlande ins Exil geht. Sowohl Philipp Scheidemann ((M)SPD) als auch Karl Liebknecht (Spartakusbund) vollziehen die Ausrufung einer Republik in Berlin. 10. November: Der erste Rat der Volksbeauftragten wird von jeweils drei Mitgliedern der (M)SPD und der USPD gebildet, um die Macht in Deutschland zu übernehmen. 11. November: Das Deutsche Kaiserreich unterzeichnet den Waffenstillstand von Compiègne und scheidet als letzte der Mittelmächte aus dem Ersten Weltkrieg aus. 13. November: Die ungarische Regierung, welche sich durch den österreichischen Waffenstillstand vom 3. November 1918 nicht betroffen sieht, erhält einen formell separaten Waffenstillstand in Form der Militärkonvention von Belgrad. 14. November: Józef Piłsudski, welcher am 10. November nach Warschau zurückgekehrt war und den militärischen Oberbefehl erhalten hatte, erhält (zunächst provisorisch) auch die politische Macht in der sich gründenden Zweiten Polnischen Republik. 28. November: Der Estnische Freiheitskrieg beginnt. 1. Dezember: Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen („SHS-Königreich“ oder „SHS-Staat“ genannt, ab 1929 offiziell „Königreich Jugoslawien“) wird gegründet. Peter I., seit 1903 König von Serbien, besteigt den jugoslawischen Thron. 5. Dezember: Der Lettische Unabhängigkeitskrieg beginnt. 27. Dezember: Polnische Nationalisten in der Provinz Posen sammeln sich zum Posener Aufstand von 1918 und 1919, welcher bis zum 16. Februar 1919 dauert und die Wiedereingliederung der mehrheitlich polnischsprachigen Provinz nach Polen zur Folge hat.
1919 5. Januar – 6. Juni: Im Kärntner Abwehrkampf finden die Grenzkonflikte zwischen österreichischen und jugoslawischen Gruppierungen ihren Höhepunkt. 18. Januar: In Paris beginnen die Friedensverhandlungen, um die Pariser Vorortverträge auszuhandeln. 21. Januar: Der Irische Unabhängigkeitskrieg beginnt. 23. – 30. Januar: Der Polnisch-Tschechoslowakische Grenzkrieg führt zur Teilung des Teschener Gebietes zwischen Polen und der Tschechoslowakei. 6. Februar: Die Nationalversammlung zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung für die junge deutsche Republik tritt in Weimar zusammen, wodurch der neue deutsche Staat den Spitznamen „Weimarer Republik“ erhält. 14. Februar: Erstes Gefecht zwischen Kompanien des Polnischen Heeres und der Roten Armee in Bjarosa und somit faktisch der Ausbruch des Polnisch-Sowjetischen Krieges. 2. – 6. März: Die Dritte Kommunistische Internationale („Komintern“) wird mit dem Ziel der Weltrevolution als Waffe der sowjetrussischen Außenpolitik gegründet. 21. März: Ausrufung der Ungarischen Räterepublik unter Béla Kun. 28. April: Der Völkerbund wird gegründet. Deutschland, Sowjetrussland, die USA und viele andere Staaten gehören nicht zu den Gründungsmitgliedern. 19. Mai: Der Türkische Befreiungskrieg beginnt. 28. Juni: Der Friedensvertrag von Versailles zwischen Deutschland und den Siegermächten des Ersten Weltkriegs (mit Ausnahme der Republik China) wird unterzeichnet. Da die deutsche Delegation, welche unter Protest zur Unterzeichnung gezwungen wurde, in der deutschen Öffentlichkeit mit der jungen Republik assoziiert wird, wird in Deutschland die Dolchstoßlegende populär. 1. August: Zusammenbruch der Ungarischen Räterepublik nach der Besetzung Budapests durch rumänische Truppen im Ungarisch-Rumänischen Krieg. 14. August: Die Weimarer Verfassung, am 11. August 1919 erlassen, tritt in Kraft. 10. September: Der Vertrag von Saint-Germain zwischen Österreich und den Siegermächten des Ersten Weltkriegs wird unterzeichnet. 19. November: Der Kongress der Vereinigten Staaten verweigert die amerikanische Ratifizierung des Versailler Vertrags, wodurch ein separater Friedensschluss zwischen Deutschland und den USA nötig wird. 27. November: Der Vertrag von Neuilly-sur-Seine zwischen Bulgarien und den Siegermächten des Ersten Weltkriegs wird unterzeichnet.
1920 24. Februar: Die von Anton Drexler im Jahr 1919 gegründete Deutsche Arbeiterpartei, in der seit Herbst 1919 auch Adolf Hitler Mitglied ist, veröffentlicht das 25-Punkte-Programm, wodurch die Partei den Namen Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) annimmt. 13. – 17. März: Im Kapp-Putsch in Berlin versuchen reaktionäre Einheiten von Reichswehr und Freikorps erfolglos den Umsturz der Weimarer Republik. 4. Juni: Der Vertrag von Trianon zwischen Ungarn und den Siegermächten des Ersten Weltkriegs wird unterzeichnet. 10. August: Der Vertrag von Sèvres zwischen dem Osmanischen Reich und den Siegermächten des Ersten Weltkriegs wird unterzeichnet. Der Vertrag tritt aufgrund des baldigen Endes des Osmanenreiches und der türkischen Siege im Türkischen Befreiungskrieg jedoch nie in Kraft. 1. September – 29. November: Im Polnisch-Litauischen Krieg erringt Polen die Errichtung des Marionettenstaates Mittellitauen. Oktober: Gründung der Wirtschaftlichen Aufbau-Vereinigung, in der sich deutsche Rechte und russische Emigranten, die eine Restauration der alten Ordnung in der Sowjetunion anstreben, organisieren.
1921 18. Februar: Ein Bündnisvertrag zwischen Frankreich und Polen wird unterzeichnet. 18. März: Der Polnisch-Sowjetische Krieg wird durch den Frieden von Riga beendet. 25. August: Nachdem der US-Kongress den Vertrag von Versailles abgelehnt hatte, wird der Berliner Vertrag als Separatfrieden zwischen Deutschland und den USA geschlossen. 21. Oktober: Ein Versuch von Karl I. von Österreich-Ungarn, seinen ungarischen Thron erneut zu besteigen, wird bis zum 24. Oktober von der ungarischen Regierung unter Miklós Horthy vereitelt. 13. Dezember: Das Washingtoner Viermächteabkommen (USA, Großbritannien, Frankreich und Japan) wird geschlossen.
1922 6. Februar: Die Washingtoner Flottenkonferenz beschließt die Rüstungsbegrenzung zur See. 22. März: Der Sejm in Polen akzeptiert den Antrag der Marionettenregierung Mittellitauens vom 20. Februar 1922 auf Annexion. 16. April: Vertreter Deutschlands und Sowjetrusslands unterzeichnen den Vertrag von Rapallo. 24. Juni: Walther Rathenau, Außenminister der Weimarer Republik, wird von Angehörigen der Organisation Consul ermordet. 24. Juli: Anstelle des für das Osmanenreich bestimmten Vertrags von Sèvres (10. August 1920) wird von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs stattdessen der Vertrag von Lausanne mit den Türken geschlossen. 27. – 29. Oktober: Nach dem Marsch auf Rom durch die PNF ernennt der italienische König Viktor Emanuel III. den Faschistenführer Benito Mussolini zum Premierminister. 30. Dezember: Sowjetrussland wird mit den bisher offiziell unabhängigen Sowjetrepubliken Ukraine, Weißrussland und Transkaukasien formell zur UdSSR („Sowjetunion“) vereint.
1923 11. Januar: Streitkräfte Frankreichs und Belgiens vollziehen die Ruhrbesetzung. Die deutsche Regierung Cuno animiert die Bevölkerung der besetzten Gebiete zum Widerstand; der „Ruhrkampf“ beginnt. 9. Juni: Der Juniputsch in Bulgarien, gebilligt durch König Boris III., stürzt die Regierung des Aleksandar Stambolijski und bringt Aleksandar Zankow in das Amt des Ministerpräsidenten. 13. September: Miguel Primo de Rivera wird Militärdiktator in Spanien. 29. Oktober: Die Ausrufung der Republik Türkei vollendet den Übergang des Osmanischen Reiches zum republikanischen Nationalstaat unter Mustafa Kemal Atatürk. 8. – 9. November: Der Versuch der Nationalsozialisten, mit dem Hitlerputsch die Macht in Deutschland zu übernehmen, scheitert.
1924 20. – 30. Januar: Im 1. Parteitag der Kuomintang Chinas bekräftigen die Kuomintang und die Kommunistische Partei Chinas ihre Kooperation. 1. September: Der Dawes-Plan tritt in Kraft, welcher die jährlichen Reparationszahlungen an die Wirtschaftskraft der Weimarer Republik anpasst.
1925 27. Februar: Die nach dem Hitlerputsch kurzzeitig aufgelöste NSDAP (die an den Wahlen des Jahres 1924 stattdessen als NSFB teilgenommen hatte) wird neugegründet. 15. April: Der Vertrag zur Errichtung der Geheimen Fliegerschule und Erprobungsstätte der Reichswehr in der Sowjetunion wird unterzeichnet. 12. Mai: Paul von Hindenburg gewinnt die Reichspräsidentenwahl 1925. 24. Juni: General Theodoros Pangalos ergreift in Griechenland die Macht. 5.–16. Oktober: Deutschland erkennt im Locarnopakt die vom Versailler Vertrag geschaffenen Westgrenzen an
1926 26. Januar: Gründung der Stega, die Reichswehr plant im Geheimen die Mobilmachung der Rüstungsindustrie 12. – 15. Mai: In Polen erzielt Józef Piłsudski mit Hilfe der politischen Linken und weiter Teile der polnischen Streitkräfte im sogenannten Maiputsch die Absetzung der Regierung von Premier Wincenty Witos, wodurch es zur Errichtung des Sanacja-Regimes kommt. 30. September: Gründung der Internationalen Rohstahlgemeinschaft. Dieses Wirtschaftskartell wird als wichtiges Element der europäischen Verständigung und damit des Erhalts des Friedens gefeiert. 11. Dezember: Der zweite Band von Hitlers Buch Mein Kampf erscheint. Darin fordert er unter anderem die Eroberung der Sowjetunion als „Lebensraum im Osten“.
1927 23. Januar: Gründung der OSSOAWIACHIM, einer Wehrorganisation zur militärischen Ausbildung der sowjetischen Jugend August: Während des Phoebus-Skandals (Lohmann-Affäre) wird das geheime Aufrüstungsprogramm der Reichswehr aufgedeckt.
1928 27. August: Briand-Kellogg-Pakt zur Ächtung des Krieges November: Panzerkreuzer-Debatte in Deutschland zu Beginn des zweiten Kabinetts Müller
1929 Februar bis Juni: Der Young-Plan wird ausgehandelt. 9. Februar: Litwinow-Protokoll zum Verzicht auf Gewalt bei internationalen Streitigkeiten 3. April: Persien unterzeichnet das Litwinow-Protokoll. 24. Oktober: ein Börsencrash in den USA (Schwarzer Donnerstag) löst die Weltwirtschaftskrise aus. 1929: Baubeginn der Stalin-Linie.
1930