Die Chicago Wolves sind eine Eishockeymannschaft in der American Hockey League (AHL) aus Chicago, Illinois. Die Wolves tragen ihre Heimspiele in der 16.700 Plätze fassenden Allstate Arena aus. Das Team wurde 1994 als Franchise der International Hockey League (IHL) gegründet und sieben Jahre später in die AHL aufgenommen. Zu den größten Erfolgen des Teams zählen der zweifache Gewinn des Turner Cups in der IHL in den Jahren 1998 und 2000 sowie des Calder Cups 2002, 2008 und 2022 in der AHL.
Spielstätten und Zuschauerzahlen mini|links|Die Allstate Arena, Heimspielstätte der Wolves Die Chicago Wolves spielen seit ihrer Gründung 1994 in der Allstate Arena, einer Multifunktionsarena, die für Eishockeyspiele 16.692 Zuschauerplätze fasst. Am 14. Oktober 1994 absolvierten die Wolves ihr erstes Heimspiel in der International Hockey League, das mit 4:2 gegen die Detroit Vipers gewonnen wurde. Am 15. Januar 2001 wurde das IHL All-Star Game in der Allstate Arena ausgetragen. Die Wolves gewannen 4:0 gegen das IHL All-Star Team, dies war der erste Shutout in einem IHL All-Star Game. Steve Maltais erzielte in diesem Spiel zwei Punkte und stellte mit insgesamt zwölf Scorerpunkten bei IHL All-Star Games einen neuen Rekord auf.chicagowolves.com,
Zuschauerzahlen Saison Heim-spiele Zuschauer-zahl Zuschauer-schnitt Auslastung max.Kapazität 1997/98 37 350.831 9.482 56,8 % 16.692 1998/99 35 323.001 9.229 55,3 % 16.692 1999/00 41 356.147 8.687 52,0 % 16.692 2000/01 41 341.529 8.330 49,9 % 16.692 2001/02 40 325.561 8.139 48,8 % 16.692 2002/03 40 324.555 8.114 48,6 % 16.692 2003/04 40 320.231 8.006 48,0 % 16.692 2004/05 40 368.390 9.210 55,2 % 16.692 2005/06 40 317.284 7.932 47,5 % 16.692 2006/07 40 313.212 7.830 46,9 % 16.692 2007/08 40 298.951 7.474 44,8 % 16.692 2008/09 40 292.635 7.316 43,8 % 16.692 2009/10 40 318.514 7.963 47,7 % 16.692 2010/11 40 298.117 7.453 44,7 % 16.692 2011/12 38 300.550 7.909 47,3 % 16.692 Gesamt 592 4.849.508 8.191 49,0 % — Die Chicago Wolves gehörten nach ihrer Gründung sowohl zu den IHL-Teams als auch den Minor-League-Mannschaften, mit dem höchsten Zuschauerschnitt in Nordamerika überhaupt. Dennoch gelang es nur in den Anfangsjahren einen so hohen Schnitt zu erreichen, dass mehr als die Hälfte der Kapazität der Allstate Arena gefüllt werden konnte. Nach Auflösung der IHL und dem Wechsel Chicagos in die AHL blieb der Schnitt zunächst konstant bei über 8.000 Zuschauern pro Spiel, diese Marke wurde seit der Saison 2005/06 jedoch in jeder Spielzeit verfehlt. Daran konnte auch der Gewinn des Calder Cups in der Saison 2007/08 nichts ändern. Zwar besuchten in der Saison 2009/10 mit 7.963 Zuschauern wieder deutlich mehr Fans die Heimspiele der Wolves, jedoch lag der Zuschauerschnitt in der folgenden Spielzeit nach mehr als der Hälfte der Heimspiele bei nur noch 6.660, was eine Auslastung von unter 40 % bedeutet.mib.org,
Besitzer und Farmteams Saison Farmteam Liga 1995/96 Charlotte Checkers ECHL 1996/97–1997/98 Peoria Rivermen ECHL 1998/99–2000/01 Quad City Mallards UHL 1999/00 Muskegon Fury UHL 2001/02–2003/04 Greenville Grrrowl ECHL 2004/05 Quad City Mallards UHL 2004/05–2010/11 Gwinnett Gladiators ECHL 2007/08 Muskegon Fury IHL Die Chicago Wolves befinden sich im Besitz des Unternehmers Don Levin, der diverse Holding-Unternehmen gründete, die in zahlreichen Ländern vertreten sind.chicagowolves.com, Das Franchise ist seit 2020 das Farmteam der Carolina Hurricanes aus der National Hockey League. Zuvor war es seit 2017 das Farmteam der Vegas Golden Knights sowie von 2013 bis 2017 das der St. Louis Blues. Von 2001 bis 2011 dienten die Wolves als Farmteam der Atlanta Thrashers, anschließend zwei Jahre den Vancouver Canucks. Zuvor bestand von 1999 bis 2001 eine Zusammenarbeit mit den New York Islanders. Das Franchise verfügt selber ebenfalls über Farmteams, die in diversen Ligen wie der ECHL aktiv sind. Als erstes Farmteam wurden die Charlotte Checkers ausgewählt, mit denen eine Zusammenarbeit von 1995 bis 1996 bestand. Danach erfolgte von 1996 bis 1998 eine Kooperation mit den Peoria Rivermen aus der ECHL. Später wurden unter anderem auch Verträge mit den Quad City Mallards und Muskegon Fury aus der United Hockey League abgeschlossen. Von 2004 bis 2011 bestand eine Zusammenarbeit mit den Gwinnett Gladiators.
Saisonstatistiken International Hockey League Abkürzungen: GP = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden, OTL = Niederlagen nach Overtime SOL = Niederlagen nach Shootout, Pts = Punkte, GF = Erzielte Tore, GA = Gegentore, PIM = Strafminuten Saison GP W L T OTL SOL Pts GF GA PIM Platz Playoffs 1994/95 81 34 33 – 14 – 82 261 306 2223 3., Northern Niederlage im Turner-Cup-Achtelfinale, 0:3 (Kalamazoo) 1995/96 82 40 34 – – 8 88 288 310 2423 2., Midwest Sieg im Turner-Cup-Achtelfinale, 3:1 (San Francisco)Niederlage im Turner-Cup-Viertelfinale, 1:4 (Las Vegas) 1996/97 82 40 36 – – 6 86 276 290 1508 3., Midwest Niederlage im Turner-Cup-Achtelfinale, 1:3 (San Antonio) 1997/98 82 55 24 – – 3 113 301 258 1751 1., Midwest Sieg im Turner-Cup-Achtelfinale, 3:0 (Manitoba)Sieg im Turner-Cup-Viertelfinale, 4:2 (Milwaukee)Sieg im Turner-Cup-Halbfinale, 4:2 (Long Beach)Sieg im Turner-Cup-Finale, 4:3 (Detroit) 1998/99 82 49 21 – – 12 110 285 246 2044 1., Midwest Sieg im Turner-Cup-Viertelfinale, 3:0 (Manitoba)Niederlage im Turner-Cup-Halbfinale, 3:4 (Houston) 1999/00 82 53 21 – – 8 114 270 228 1695 1., Western Sieg im Turner-Cup-Viertelfinale, 4:0 (Long Beach)Sieg im Turner-Cup-Halbfinale, 4:2 (Houston)Sieg im Turner-Cup-Finale, 4:2 (Grand Rapids) 2000/01 82 43 32 – – 7 93 267 249 1563 1., Western Sieg im Turner-Cup-Viertelfinale, 4:1 (Milwaukee)Sieg im Turner-Cup-Halbfinale, 4:2 (Manitoba)Niederlage im Turner-Cup-Finale, 1:4 (Orlando)
American Hockey League Abkürzungen: GP = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden, OTL = Niederlagen nach Overtime SOL = Niederlagen nach Shootout, Pts = Punkte, GF = Erzielte Tore, GA = Gegentore, PIM = Strafminuten Saison GP W L T OTL SOL Pts GF GA PIM Platz Playoffs 2001/02 80 37 31 7 5 – 86 250 236 1695 4., West Sieg im Conference Viertelfinale, 3:2 (Grand Rapids)Sieg im Conference Halbfinale, 4:3 (Syracuse)Sieg im Conference-Finale, 4:1 (Houston)Sieg im Calder-Cup-Finale, 4:1 (Bridgeport) 2002/03 80 43 25 8 4 – 98 276 237 1905 2., West Sieg im Conference Viertelfinale, 3:2 (Hershey)Niederlage im Conference Halbfinale, 0:3 (Grand Rapids) 2003/04 80 42 26 9 3 – 96 246 208 1658 2., West Sieg im Division Halbfinale, 4:0 (Grand Rapids)Niederlage im Division Finale, 2:4 (Milwaukee) 2004/05 80 49 24 – 5 2 105 245 211 1954 1., West Sieg im Division Halbfinale, 4:1 (Houston)Sieg im Division Finale, 4:1 (Cincinnati)Sieg im Conference-Finale, 4:0 (Manitoba)Niederlage im Calder-Cup-Finale, 0:4 (Philadelphia) 2005/06 80 36 32 – 4 8 84 278 275 2028 5., West nicht qualifiziert 2006/07 80 46 25 – 3 6 101 331 252 1704 2., West Sieg im Division Halbfinale, 4:0 (Milwaukee)Sieg im Division Finale, 4:2 (Iowa)Niederlage im Conference-Finale, 1:4 (Hamilton) 2007/08 80 53 22 – 2 3 111 300 226 1869 1., West Sieg im Division Halbfinale, 4:2 (Milwaukee)Sieg im Division Finale, 4:3 (Rockford)Sieg im Conference-Finale, 4:1 (Toronto)Sieg im Calder-Cup-Finale, 4:2 (Wilkes-Barre) 2008/09 80 38 37 – 3 2 81 226 222 1288 6., West nicht qualifiziert 2009/10 80 49 24 – 1 6 105 264 214 1112 1., West Sieg im Division Halbfinale, 4:3 (Milwaukee)Niederlage im Division Finale, 3:4 (Texas) 2010/11 80 39 30 – 5 6 89 260 262 1402 6., West nicht qualifiziert 2011/12 76 42 27 – 4 3 91 213 193 1065 1., West Niederlage im Division Halbfinale, 2:3 (San Antonio)
Erfolge und Ehrungen Sportliche Erfolge Trophäe Saison Turner Cup 1997/981999/00 Calder Cup 2001/022007/08 Fred A. Huber Trophy 1999/00 Robert W. Clarke Trophy 2001/022004/052007/08 John D. Chick Trophy 2004/052007/082009/10 Norman R. „Bud“ Poile Trophy 2007/08 Die Chicago Wolves gewannen seit Bestehen des Franchises jeweils zwei Mal den Turner Cup und Calder Cup. Daneben sammelte die Mannschaft diverse weitere Trophäen und Erfolge. In der Saison 1997/98 wurde erstmals der Turner Cup gewonnen, zwei Jahre später folgte der Gewinn der Fred A. Huber Trophy als punktbestes Team der regulären Saison in der International Hockey League und der erneute Gewinn des Turner Cup. Nach der Auflösung der IHL gewann die Mannschaft in ihrer Premierensaison in der AHL den Calder Cup. Außerdem wurde in derselben Spielzeit als bestes Team des Western-Conference-Finales die Robert W. Clarke Trophy gewonnen.
In den Saisons 2004/05 und 2007/08 gelang zwei weitere Male der Gewinn dieser Trophäe. Weitere Erfolge gelangen mit dem Gewinn der John D. Chick Trophy als Sieger der West Division in den Spielzeiten 2004/05, 2007/08 und 2009/10. In der Saison 2007/08 wurde als punktbestes Team der Western Conference die Norman R. „Bud“ Poile Trophy gewonnen.
IHL-Awards Auszeichnung Name Saison Norman R. „Bud“ Poile Trophy Alexander SemakAndrei Trefilow 1997/981999/00 Leo P. Lamoureux Memorial Trophy Rob BrownSteve MaltaisSteve Larouche 1995/96, 1996/971999/002000/01 John Cullen Award Steve Larouche 1999/00 Ironman Award Steve Maltais 1999/00 IHL Man of the Year Tim BreslinChris MarinucciWendell Young 1996/971998/992000/01 links|mini|200px|Andrei Trefilow gewann 2000 die Norman R. „Bud“ Poile Trophy als bester Spieler der Playoffs. Mit einer Fangquote von 95 % war er entscheidend am Turner-Cup-Gewinn der Wolves beteiligt. Während ihrer Zeit in der International Hockey League gewannen acht Spieler der Chicago Wolves eine individuelle Auszeichnung. Als Erster wurde nach der Saison 1997/98 der Russe Alexander Semak als wertvollster Spieler während der Turner-Cup-Playoffs mit der Norman R. „Bud“ Poile Trophy ausgezeichnet. Zwei Jahre später wurde auch sein Landsmann Andrei Trefilow mit dieser Trophäe geehrt, der mit seinen Leistungen zum Gewinn des Turner Cup beigetragen hatte. Drei Spieler erhielten die Leo P. Lamoureux Memorial Trophy als punktbeste Spieler der regulären Saison. Nachdem Rob Brown nach der Saison 1995/96 als erster Spieler des Wolves diese Auszeichnung gewonnen und im Folgejahr erneut die Trophäe erhalten hatte, gelang es mit Steve Maltais und Steve Larouche zwei weiteren Spielern die Punktewertung der International Hockey League anzuführen. Rob Brown setzte dabei in der Saison 1995/96 mit 52 Toren, 91 Assists und 143 Punkten in 79 Spielen die Bestmarke der Wolves.
Weiters gewann Larouche in der Saison 1999/2000 den John Cullen Award. Nachdem er sich im Dezember 1998 eine Knieverletzung zugezogen hatte und dadurch für den Rest der Spielzeit ausgefallen war, übertraf er im Folgejahr die 100-Punkte-Marke und gewann mit der Mannschaft den Turner Cup. Steve Maltais stand in der Spielzeit 1999/2000 in allen Partien der Wolves im Einsatz und erzielte über 100 Scorerpunkte. Für diese Leistungen wurde er mit dem Ironman Award ausgezeichnet. Außerdem wurden drei Spieler für ihr Engagement in der Gesellschaft als IHL Man of the Year ausgezeichnet. Tim Breslin, Chris Marinucci und Wendell Young gewannen mit der Mannschaft jeweils mindestens ein Mal den Turner Cup.
AHL-Awards Auszeichnung Name Saison Les Cunningham Award Darren HaydarJason Krog 2006/072007/08 John B. Sollenberger Trophy Steve MaltaisDarren HaydarJason Krog 2002/032006/072007/08 Willie Marshall Award Brett SterlingJason Krog 2006/072007/08 Dudley „Red“ Garrett Memorial Award Brett Sterling 2006/07 Yanick Dupré Memorial Award Kurtis Foster 2003/04 Jack A. Butterfield Trophy Pasi NurminenJason KrogJosh Leivo 2001/022007/082021/22 Seit der Aufnahme des Franchises in die American Hockey League gelang es elf Spielern der Chicago Wolves einen der individuellen AHL Awards zu gewinnen.