Der Eschbach ist ein linksseitiger Bach der Wupper in Remscheid, Wermelskirchen und Solingen-Burg. Er fließt durch das Eschbachtal und wird in der Eschbachtalsperre gestaut.

Geographie Verlauf Der Eschbach entspringt im Stadtgebiet von Remscheid bei Bergisch Born, bildet von der Eschbachtalsperre bis kurz vor Solingen-Burg die Stadtgrenze mit dem südlich gelegenen Wermelskirchen und mündet in Unterburg (Solingen) in die Wupper.

Zuflüsse Borner SiepenName und Länge nach dem (links), 0,4 km Kückesbecke (rechts), 0,6 km, 0,22 km², 5,69 l/s Töckelhausener Bach (links), 1,7 km, 0,96 km², 24,89 l/s Stöcker Bach (rechts), 2,2 km, 0,83 km², 21,69 l/s Daffegraben (links), 0,8 km Brudersiefen (links), 0,2 km Tenter Bach (rechts), 2,3 km, 3,10 km², 84,87 l/s Lüffringhauser Bach (links), 1,8 km, 1,55 km², 40,24 l/s Berghausener Bach (rechts), 1,3 km, 0,67 km², 17,59 l/s Strandbadsiepen (rechts), 0,8 km Wellersiepen (links), 0,3 km Höllenbach (links), 1,3 km, 1,29 km², 32,57 l/s Falkenberger Bach (rechts), 1,4 km, 0,86 km², 22,33 l/s Preyersmühlenbach (rechts), 0,5 km Heintjesmühlenbachauch Bellinghauser Bergbach (links), 1,8 km, 2,38 km², 59,22 l/s Pohlhausener Bach (links), 0,8 km Silberberger Siefen (links), 0,2 km Stöckenberger Bach (rechts), 1,3 km, 0,89 km², 22,33 l/s Voßsiepen (rechts), 0,4 km Schuerensiepen (rechts), 0,4 km Conertsiefen (links), 0,3 km Uelinger Siepen (rechts), 0,4 km Ehringhauser Bach (rechts), 0,9 km Aschenberger Bach (links), 1,7 km, 1,23 km², 29,35 l/s Aschenbergbach (links), 0,2 km Lobach (rechts), 4,3 km, 8,44 km², 222,57 l/s Dreugsiepenauch Hüttenhammer Siefen (rechts), 0,3 km Kellershammer Hüttensiepen (rechts), 0,2 km Kellershammer Siepenauch Hasselsssiepen (rechts), 0,4 km Hilgensiefen (links), 0,2 km Sellscheider Bach (links), 1,5 km, 0,92 km², 21,11 l/s Westhauser Siepenauch Westhausener Bach (rechts), 0,5 km Freedsiepenauch Freedbach (rechts), 0,2 km Troogbach (links), 0,3 km

Stausee

Geschichte Der Eschbach im Süden von Remscheid ist von seinen Quellen bis zur Mündung in die Wupper nur knapp 12 km lang. Mit seinem Wasserreichtum, hohem Trinkwasseraufkommen und einem Höhenunterschied von 240 m gehörte er im 16. und 17. Jahrhundert zu den durch Wasserkraftanlagen am stärksten frequentierten Bächen Remscheids. Von der Mebusmühle bis zur Einmündung des Lobaches lagen auf einer Strecke von 6 km bis Anfang des 20. Jahrhunderts noch 13 Hammerwerke und Schleifkotten. Nur wenige dieser „Industriestandorte“ werden heute weiter betrieben. Erhalten haben sich zahlreiche Halb- oder Totalwüstungen, die auch heute noch eine Geschichte der Eisenindustrie Remscheids erzählen. Die in der Landschaft erhaltenen Relikte weisen zudem auf die jeweiligen technischen Entwicklungen des Hammerwerkes oder Schleifkottens hin.

Der Eschbach trat im Bereich Unterburg immer wieder über die Ufer und sorgte teils für beträchtliche Hochwasserschäden in dem kleinen Ort, zuletzt in größerem Umfang im Jahr 2007. Im Jahre 2016 begannen nach umfangreichen Vorplanungen die Bauarbeiten für eine Tieferlegung des Eschbachs in diesem Bereich. Im Zuge der Tieferlegung wurden auch die Stützmauern saniert. Um den durch die Tieferlegung künstlich geschaffenen Höhenunterschied für die dort lebenden Tiere passierbar zu machen, wurde eine Fischtreppe gebaut. Die Bauarbeiten konnten nach vier Jahren Bauzeit im Januar 2021 abgeschlossen werden.Hückeswagen: Große Wasservorräte in den Talsperren, rp-online.de, 12. Februar 2018Unterburg: Bauarbeiten gehen in die nächste Runde, Solingen Magazin, 21. Juni 2019 Trotz dieser Umbaumaßnahmen kam es beim Juli-Hochwasser 2021 wieder zu ganz enormen Überschwemmungsschäden in Unterburg am Eschbach.

Freizeit Die Eschbachtalsperre entwickelte sich schon gleich nach ihrer Fertigstellung im Jahre 1891 zu einem touristischen Hauptziel für Remscheid und Umgebung. Auf zahlreichen Rundwanderwegen lässt sich die Umgebung der Talsperre erkunden, wobei der kürzeste Weg am Ufer entlang in nur ca. 40 Minuten bewältigt werden kann. In unmittelbarer Nähe am Nordufer der Talsperre steht das mittelalterliche Steinerne Kreuz, das an eine Bluttat um das Jahr 1554 erinnert. Durch das gesamte Eschbachtal verläuft ein Wanderweg, der auch bei Mountainbike-Radfahrern beliebt ist: Vom Quellgebiet des Eschbaches in Bergisch Born folgt man dem Wanderweg A1 bis zur Staumauer der Eschbachtalsperre, dann schließt sich der 10 km lange Erlebnisweg Eschbach (Wanderzeichen dreieckiges Segel) bis Unterburg an. Wanderparkplätze sind an der Eschbachtalsperre und in Tyrol, an der Stadtgrenze zwischen Remscheid und Solingen. An heißen Sommertagen ist das Freibad im Eschbachtal eine beliebte Attraktion.

Siehe auch Naturschutzgebiet Töckelhausener Bachtal Naturschutzgebiet Eschbachtal (Wermelskirchen) Naturschutzgebiet Eschbachtal (Remscheid)

Literatur Alfred Lauer: Der Eschbach J.F. Ziegler KG, Remscheid 1990, ISBN 3-923495-21-8

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Fließgewässer in Remscheid Kategorie:Fließgewässer in Solingen Kategorie:Gewässer im Rheinisch-Bergischen Kreis