Altharen war bis 1956 eine Gemeinde im damaligen Landkreis Meppen. Ihr Gebiet gehört heute zur Stadt Haren (Ems) im Landkreis Emsland in Niedersachsen. mini|Schloss Dankern mini|Gut Düneburg mini|Wohnhaus Eichenallee 41 mini|Kanalschleuse und Klappbrücke Geographie Das alte, heute vollkommen überbaute Dorf Altharen lag rund um die heutige Einmündung der Adenauerstraße in die Wesuwer Straße; auch die dortige Straße Altharener Patt weist darauf hin. Das Dorf war der Kern der ausgedehnten Landgemeinde Altharen, zu der neben der westlichen Innenstadt der heutigen Stadt Haren die folgenden Ortsteile und Wohnplätze gehörten: Bockholt Dankern Düne Düneburg Erika Haar Hebel Hümmelsberg Husberg Knuftenge Krüssel Langenberg Meerberg Mershof Mersmühle Osteresch Pool Ravensberg Segberg Venekamp Die Grenze zwischen Altharen und dem östlich angrenzenden Haren verlief im Innenstadtbereich ungefähr entlang des Haren-Rütenbrock-Kanals.Karte vom Kreis Meppen mit Gemeindegrenzen aus dem Jahr 1906

Geschichte Die Bauerschaft Altharen gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Kirchspiel Wesuwe im Amt Meppen des Niederstifts Münster. Von 1803 bis 1810 gehörte der Ort zum Herzogtum Arenberg-Meppen. Von 1811 bis 1813 gehörte Altharen zu Frankreich und dort zum Kanton Wesuwe im Département Lippe.gov.genealogy.net Kanton Wesuwe 1814 fiel der Ort an das Königreich Hannover und gehörte dort wieder zum Amt Meppen. 1867 fiel die Gemeinde Altharen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Meppen. Am 1. April 1912 wurde die Moorkolonie Fehndorf als eigene Gemeinde von Altharen abgetrennt.Chronik der Kirchengemeinde St. Gerhard Majella - Fehndorf

Am 1. Oktober 1956 wurde Altharen nach Haren eingemeindet.Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1956

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle 1845 1018 1871 1169 Volkszählung 1871 1885 1178 Volkszählung 1885 1895 1280 Volkszählung 1895 1905 1472 Volkszählung 1905 1925 1778 1939 2130 1950 2644 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen) 1955 2759

Baudenkmale Die folgenden Gebäudegruppen und Einzelbauten stehen im ehemaligen Gemeindegebiet von Altharen unter Denkmalschutz: Der Hof Schulte in Altharen Das Gefallenendenkmal an der Georgstraße in Altharen Das Wohnhaus Bockholt 2 Das Schloss Dankern Die Kanalbrücke Zeppelinstraße bei Dankern Das Gut Düneburg Die Gulfscheune Eichenallee 41 in Erika Die Kanalbrücke Hollandstraße in Erika Die Schleusenanlage und die Klappbrücke an der Süd-Nord-Straße bei Husberg Die Mersmühle mitsamt ihren Nebengebäuden Die Gulfscheune Ostereschweg 38 in Osteresch

Vereine Der Schützenverein Altharen betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des lokalen Brauchtums.Homepage des Schützenvereins Altharen

Verkehr Der Haren-Rütenbrock-Kanal, die Bundesautobahn 31 und die von Haren Richtung Niederlande führende Bundesstraße 408 durchqueren das ehemalige Gemeindegebiet. Die A 31 und die B 408 sind durch die Anschlussstelle Haren verknüpft.

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Haren (Ems)) Kategorie:Ort im Landkreis Emsland Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Emsland) Kategorie:Gemeindeauflösung 1956