Mark Damien Renshaw (* 22. Oktober 1982 in Bathurst, New South Wales, Australien) ist ein ehemaliger australischer Radrennfahrer.
Karriere Die Anfangszeit als Leistungssportler war Renshaw Teil des australischen Bahnradsport-Projekts. Er wurde 1999 und 2000 Juniorenweltmeister im Teamsprint und 2000 außerdem im 1000-Meter-Zeitfahren. Im Erwachsenenbereich gewann er die Mannschaftsverfolgung der Commonwealth Games 2002 und insgesamt drei Läufe des Bahnrad-Weltcups in den Disziplinen Punktefahren und Scratch.
Auf der Straße wurde Renshaw 2004 Profi beim französischen Radsportteam Française des Jeux, nachdem er dort im Vorjahr als Stagiaire fuhr. Seinen ersten internationalen Sieg auf der Straße feierte er 2006 nach einem Wechsel zum ProTeam Crédit Agricole beim Eintagesrennen Tro-Bro Léon.
Zur Saison 2009 wechselte Renshaw zum Team Columbia, dem späteren Team HTC-Highroad, wo er zum „letzten Mann“ im Sprintzug von Mark Cavendish wurde, der in der gemeinsamen Zeit bei dieser Mannschaft 16 Etappen der Tour de France gewann. Aufgrund seines Verhaltens in dieser Tätigkeit wurde er nach der 11. Etappe der Tour de France 2010 wegen mehrfachen Kopfstoßens während des Sprints gegen Julian Dean und Abdrängens von Tyler Farrar vom Rennen ausgeschlossen. Dean, der Renshaw zuvor behindert hatte, wurde nicht bestraft. Die Entscheidung löste Empörung bei der Columbia-Mannschaft aus.Dean hat Renshaw zuerst attackiert. In: radsport-news.com, 15. Juli 2010 Im Jahre 2011 konnte er mit dem Gesamtsieg der Tour of Qatar seinen bis dahin größten individuellen Erfolg auf der Straße erzielen.
Nach Auflösung des Teams HTC-Highroad wechselte Renshaw zur Saison 2012 zum Rabobank-Team, welches ihn als Sprintkapitän verpflichtete. In: velonews.com, 11. August 2011 Für diese Mannschaft gewann er 2012 eine Etappe der Presidential Cycling Tour of Turkey und 2013 die Clásica de Almería sowie eine Etappe der Eneco Tour.
Nach einer Zwischenstation bei Quick Step, für die er eine Etappe der Tour of Britain 2014 gewann, wechselte er 2016 zum südafrikanischen Team Dimension Data, wo er wieder auf Cavendish traf. Dort beendete er 2019 seine Karriere als Aktiver und bestritt mit der Tour of Britain sein letztes Rennen.
Erfolge Straße mini|300px|Mark Renshaw bei der Tour of Britain 2014 2006 Tro-Bro Léon
2007 eine Etappe Tour Down Under eine Etappe Tour de Picardie
2008 eine Etappe Tour Down Under eine Etappe Circuit Franco-Belge
2009 Mannschaftszeitfahren Giro d’Italia
2010 eine Etappe Post Danmark Rundt
2011 Gesamtwertung und eine Etappe Tour of Qatar Mannschaftszeitfahren Giro d’Italia eine Etappe Tour of Britain
2012 eine Etappe Presidential Cycling Tour of Turkey
2013 Clásica de Almería eine Etappe Eneco Tour
2014 Mannschaftszeitfahren Tirreno–Adriatico eine Etappe Tour of Britain
Bahn 1999 Junioren-Weltmeisterschaft – Teamsprint (mit Jobie Dajka und Ben Kersten) 2000 Junioren-Weltmeisterschaft – 1000-Meter-Zeitfahren, Teamsprint (mit Ryan Bayley und Jason Niblett) 2002 Bahnrad-Weltcup in Sydney – Punktefahren Commonwealth Games – Mannschaftsverfolgung (mit Graeme Brown, Peter Dawson und Luke Roberts) Commonwealth Games – Punktefahren 2003 Bahnrad-Weltcup in Kapstadt – Punktefahren 2004 Bahnrad-Weltcup in Manchester – Scratch
Grand-Tour-Platzierungen
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Radsportler (Australien) Kategorie:Olympiateilnehmer (Australien) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2004 Kategorie:Sieger bei den Commonwealth Games (Radsport) Kategorie:Australier Kategorie:Geboren 1982 Kategorie:Mann Kategorie:Teilnehmer an den Commonwealth Games (Australien)