Naas ist eine Gemeinde im Bezirk Weiz in der Oststeiermark in Österreich mit Einwohnern (Stand ).
Geografie Naas liegt auf einer Höhe von 400 m bis und hat eine Gesamtfläche von km². Der höchste Berg in der Umgebung ist der Patscha (), weitere Berge sind der Hirschkogel (), und der Gösser ().
Naas liegt am Weizbach, der in Richtung der südöstlich liegenden Nachbarstadt Weiz fließt und später in die Raab mündet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften bzw. Katastralgemeinden (Fläche Stand ; Einwohnerzahl Stand ): Affental (; Ew.) Birchbaum (; Ew.) Dürntal (); Dürntal ( Ew.) Gschaid bei Weiz (; Ew.) Naas (; Ew.)
Nachbargemeinden
Geschichte Der Fund eines Hammerbeils aus Serpentin von 2500 vor unserer Zeitrechnung zeigt, wie früh das Gebiet schon besiedelt war. Bei Sturmberg und beim Weizklamm wurden Tongefäße, Bronzemünzen, Fischangeln und -stecher aus der Römerzeit gefunden.
Die Namen der Höhenzüge Stroß und Patscha, sowie die Ortsnamen Nobs (Naas) und Zuchedol („trockenes Tal“) weisen auf eine Besiedlung durch die Slawen im 6. Jahrhundert hin.
In einer Schenkungsurkunde von König Ludwig dem Deutschen aus dem Jahr 860 wird „Luminicha iuxta Rapam“, ein „Hangbruch bei Raab“, erwähnt. Mit diesem dürfte der Weizklamm gemeint sein, das Gebiet gehörte somit zum Erzbistum Salzburg.
Durch den Vorstoß gegen die Slawen im Jahr 1043 wurde die Oststeiermark in die Karantanische Mark eingegliedert. Die in Frankenreich übliche Grundherrschaft wurde eingeführt und mit planmäßigen Rodungen und Besiedlungen begonnen. Diese wurden im 12. und 13. Jahrhundert durchgeführt und zuerst vom salzburgischen Gutshof in Oberfladnitz, dann von der Burg Trenstein geleitet. Auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde entstand ein zweiter Rittersitz. Gebhard von Sturmberg wird erstmals 1216 urkundlich erwähnt. Sein Rodungsgebiet umfasste das Tal des Weizbaches der heutigen Katastralgemeinden Birchbaum, Affental, Gschaid und Naas.
Die Pässe Wachthaussattel und Patschasattel waren wichtige Übergänge nach Norden und trugen in der Zeit der Pest und der Türkenkriege Kontrollstationen.
Im Jahr 1770 wurden Hausnummern eingeführt und seit 1849 besteht die Gemeinde Naas in ihrer heutigen Form.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Ruine Sturmberg Naturdenkmäler
Raabklamm und Weizklamm, welche das Passailer Becken entwässern Grasslhöhle, eine Tropfsteinhöhle und älteste Schauhöhle Österreichs Katerloch, die tropfsteinreichste Schauhöhle Österreichs Ruine Sturmberg, mit einem gotischen Fenster aus dem 12. Jahrhundert
Sport In Naas gibt es die Eisstockhalle Naas und eine Mehrzweckhalle. Sportvereine sind der Eisschützenverein, der Tennisclub und die Freiwillige Sportgemeinschaft Naas (Fußball).
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Die 47 Haupterwerbsbetriebe des Jahres 2010 bewirtschafteten fast drei Viertel der Flächen. Neunzig Prozent der Beschäftigten im Produktionssektor arbeiteten in der Bauwirtschaft. Der größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die sozialen und öffentlichen Dienste (48 Prozent), gefolgt vom Handel (28 Prozent).
Im Jahr 2024 hatten 102 Unternehmen ihren Standort in Naas. WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige202120112001202120112001Land- und Forstwirtschaft 1)479797658475Produktion17138105135100Dienstleistung4338171148734 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021
Berufspendler Im Jahr 2011 wohnten 758 Erwerbstätige in Naas. Davon arbeitete ein Fünftel in der Gemeinde, vier Fünftel pendelten aus.
Bildung Seit 2015 gibt es in Naas einen WIKI-Kindergarten Die Volksschule Naas besuchen Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse. Die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Naas – St. Martin bietet Abschlüsse als Facharbeiter/in für ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement, als Heimhelfer/in und als Kinderbetreuer/in sowie Tagesmutter/-vater und den Einstieg in weiterführende Bildungsangebote.
Politik
Gemeinderat Der Gemeinderat setzte sich nach der Gemeinderatswahl 2015 folgendermaßen zusammen: 11 ÖVP, 2 SPÖ und 2 FPÖ.
Der Gemeinderat 2020 bestand aus 15 Mitgliedern ÖVP – 12 Sitze SPÖ – 2 Sitze FPÖ – 1 Sitz
Bei der Gemeinderatswahl 2025 wurde die ÖVP mit 70,54 % stärkste Kraft. Die SPÖ erhielt 16,57 % und auf die FPÖ entfielen 12,89 %.
Die Wahlbeteiligung lag bei 77,72 %
Damit setzt sich der Gemeinderat seit 2025 wie folgt zusammen:
ÖVP – 11 Sitze
SPÖ – 2 Sitze
FPÖ – 2 Sitze
Bürgermeister Bürgermeister von Naas ist Bernhard Ederer.
Wappen 70px|links Am 1. Juni 1989 erhielt die Gemeinde Naas ihr eigenes Wappen.
Blasonierung: In Schwarz pfahlweise ein dreizinniger silberner Turm mit durchbrochenem gotischen zweibahnigen Maßwerkfenster, darunter belegt mit einem roten Krebs; die Flanken durch silberne Tannenreisigschnitte gespalten.
Auf silbernem Grund zeigt es die Ruine Sturmberg als rechteckigen Turm mit einem gotischen Fenster aus dem 12. Jahrhundert. Der Krebs als Wappentier der Sturmberger soll auf das reine Wasser und die Tannenzweige auf den Waldreichtum hinweisen.
Die politische Entwicklung von Naas verlief im Gleichklang mit den zentralen Ereignissen in der Steiermark und Österreich. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 stand die Region zunächst unter sowjetischer und anschließend britischer Kontrolle. Die Erneuerung der demokratischen Strukturen brachte einen Aufschwung der lokalen Selbstverwaltung und der politischen Teilhabe. In der Folge war die Gemeinde überwiegend von Parteien mit bürgerlich-konservativer Ausrichtung geprägt.
Weblinks
Gemeinde Naas
Einzelnachweise
Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Weiz