mini|2010 in Steinebach am Wörthsee Der Zither-Manä (* 6. März 1947 in München als Manfred Zick) ist ein bayerischer Zitherspieler, pensionierter Berufsschullehrer und ein Vertreter der sogenannten Neuen Volksmusik.

Leben und Karriere Bereits im Alter von neun Jahren erlernte er zunächst das Zither-, später das Gitarrespielen. Erste Bühnenerfahrung sammelte er im volkstümlichen Bereich, als er zusammen mit seinem Vater als Gitarrist auftrat. Nach der Mittleren Reife (heute: Realschulabschluss) begann er am Münchener Polytechnikum zu studieren, um später für einen Diplomstudiengang an die Technische Universität zu wechseln. Sein Ingenieurstudium der Elektroakustik finanzierte er als Rockmusiker. Nach einem ergänzenden Lehramtsstudium für Quereinsteiger begann er 1974/75 seine Beamtenlaufbahn als Referendar am Staatlichen Studienseminar Südbayern.Referendarliste. Städtische Berufsschule für Informationstechnik Danach arbeitete der verbeamtete Berufsschullehrer bis zu seinem Vorruhestand im Jahr 2010 als Mathematik- und EDV-Lehrer sowie in der Lehrerfortbildung, zuletzt in der Position eines Studiendirektors. Daneben betrieb er weiterhin seine Karriere als Musiker. Zu seinen musikalischen Vorbildern zählt er so widersprüchliche musikalische Persönlichkeiten wie Chuck Berry, Freddy Quinn, Hannes Wader, Dieter Süverkrüp, Kiem Pauli und den Kraudn Sepp. Bayern 2, 21. März 2010

Der Zither-Manä war zunächst als Interpret von Volksmusik unterwegs, bis es am 6. Januar 1980 im Gasthof Nägele in Wörnsmühl bei Miesbach zu einer Session mit zwei Rockgitarristen kam. Der Zither-Manä erkannte die Möglichkeiten, die Zither als Improvisationsinstrument für Rock- und Bluesmusik zu nutzen. Das erste Solokonzert mit der Mischung aus traditioneller Volksmusik und Anleihen aus der Rockmusik und dem typischen Zither-Manä-Sound der elektronisch verstärkten und verzerrten Zither erfolgte in der Liederbühne Robinson in München.

Ab 1988 arbeitete der Zither-Manä hauptsächlich mit dem Bassisten H. H. Babe alias Hartmut Hotzel zusammen. Seit 2007 ist er nur noch solo auf Tournee. 2012 erhielt er die „Goldene Zither“, ein Ehrenpreis für seine Verdienste um die Weiterentwicklung der Zither und der Technik. Die Laudatio kam von Günther Sigl von der Spider Murphy Gang.

Zitate „Erdäpfe gibts desweg’n, damit de arma Leit a jemand’n d’Haut abziagn kenna.“ (Deutsch: Kartoffeln gibt es, damit auch arme Leute jemandem die Haut abziehen können.)

Auszeichnungen mini|Goldene Zither an Zither-Manä, Günther Sigl (links), Markus Wasmeier (rechts) mini|Bayerischer Poetentaler 2013 an Zither-Manä 1999: Grüner Wanninger, Alternativer Kulturpreis der Grünen im Bezirkstag Oberbayern 2003: Bernt-Engelmann-Preis der SPD im Landkreis Miesbach 2012: Goldene Zither 2013: Bayerischer Poetentaler der Münchner Turmschreiber

Diskografie mit H.H.Babe: 1988: Uns kon nix passiern, LP/MC, Tollton Records 1993: Heavy Volksmusik, CD/MC, Ziro Records 1998: Endzeit für Götter, CD, Ziro Records 2000: 20 Jahre – Zither-Manä – Seine größten Erfolge (1980–2000), CD, Bogner Records

Zither-Manä solo: 1981: Zither-Manä, LP/MC, Ariola 1984: Rock, Blues, Boogie, LP/MC, Bogner Records 1998: Alpenrock (Sampler), CD, Ariola 2009: Zither Manä 2 - Rock, Blues, Boogie, CD/MC, Bogner Records 2013: Coole Zeid, CD, Ziro Records

Weblinks Website vom Zither-Manä Gespräch von Manfred Zick mit Christoph Lindenmeyer auf Bayern alpha (Erstsendung am 16. Juli 2010; PDF-Downloadmöglichkeit für private Nutzung, 45 kB)

Einzelnachweise

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