miniatur|rechts|Unterschrift von Carl Kühn 1913 Carl Kühn (* 19. April 1873 in Köln; † 21. Juni 1942) war ein deutscher Architekt, Fürstbischöflicher Delegaturbaurat im Fürstbistum Breslau und im Bistum Berlin nach dessen Gründung Diözesanbaurat.Andreas Tacke: Kirchen für die Diaspora. Christoph Hehls Berliner Bauten und Hochschultätigkeit 1894–1911. Dissertation. Berlin 1993, S. 100.

Leben Kühn wurde als Sohn des Architekten Carl Eduard Kühn geborenKonstantin Manthey: Neuer Fund und Korrektur, blogspot.de, 27. März 2013, online abgerufen am 27. März 2013 und studierte an der Technischen Hochschule (Berlin-)Charlottenburg, wo er Schüler des Architekten Christoph Hehl war. Später wurde er Assistent an Hehls Lehrstuhl und Mitarbeiter in Hehls privatem Architekturbüro. Außerdem arbeitete er zeitweise im Büro des ebenfalls als Kirchenarchitekten bekannten Max Meckel. Kühn war Mitglied im Bund Deutscher Architekten (BDA).

Von 1926 an war er als Fürstbischöflicher Delegaturbaurat der Fürstbischöflichen Delegatur für Brandenburg und Pommern des Bistums Breslau beziehungsweise von 1930 bis 1938 als Diözesanbaurat des Bistums Berlin für alle Kirchbauten zuständig., Erzbistum Berlin, online abgerufen am 18. Januar 2013

Carl Kühn starb am 21. Juni 1942 und wurde auf dem Friedhof Zehlendorf in seiner Heimatgemeinde Herz Jesu in Berlin-Zehlendorf beigesetzt.

Bauten und Projekte (Auswahl) Die meisten seiner im heutigen Bistum Berlin für die wachsende Zahl von Katholiken entstandenen Kirchenbauten zeigen eine große Vielfalt von Bauformen.

Die bisher umfangreichste Auflistung der Bauten von Carl Kühn findet sich im Wichmann-Jahrbuch des Diözesangeschichtsvereins (vgl. Literatur).

miniatur|Entwurfszeichnung der ersten vom Architekten Carl Kühn von 1911 bis 1912 gebauten Kirche Mater Dolorosa in Berlin-Lankwitz 1908: Villa Herbertstraße 10 in Berlin-Grunewald, Stand 4. Juli 2012, online abgerufen am 11. Oktober 2012 1911–1912: Katholische Kirche Mater Dolorosa in Berlin-Lankwitz, Kurfürstenstraße 59Urkunde der Grundsteinlegung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz 1912–1913: St.-Monika-Stift in Berlin-Lankwitz, KiesstraßeSt. Monika Kindertagesstätte, abgerufen am 23. Januar 2023 1913–1914: Katholische Kirche St. Marien (St. Mariae Immaculata) in Berlin-Wilmersdorf, Bergheimer Platz (nach einem älteren Vorentwurf des 1911 verstorbenen Christoph Hehl) 1913–1914: Planung einer runden Friedhofskapelle auf dem St. Matthias-Friedhof in Berlin-Tempelhof (blieb wegen des Ersten Weltkriegs unausgeführt) 1913–1916: Katholische Kirche St. Norbert in Berlin-Schöneberg, Dominicusstraße 15 1914–1917: Altersheim St. Josef in Berlin-Biesdorf, Fortunaallee 13/27 (mit Freifläche und Einfriedung; zusammen mit Wilhelm Bauer) 1924–1925: Katholische Kapelle St. Agnes in Berlin-Kreuzberg, Hollmannstraße 3 1924–1925: Katholische Kirche St. Franziskus in Berlin-Staaken, Finkenkruger Weg 22 1926: Katholische Kirche St. Jacobus in Grimmen, Dr.-Kurt-Fischer-Straße 1 1928: Katholische Kirche St. Josef in Strausberg bei Berlin, Weinbergstraße 1928–1929: Katholische Kirche Christus König in Berlin-Adlershof, Nipkowstraße 15–19 1928–1932: Katholische Kirche Zur Heiligen Familie in Berlin-Prenzlauer Berg, Wichertstraße 23 1928–1930: Gemeindehaus St. Marien in Berlin-Wilmersdorf, Bergheimer Straße 1/3 1929: Katholische Kapelle Stella Maris im Seebad Heringsdorf, Bülowstraße 7 1929: Katholische Kirche St. Johannes Evangelist in Berlin-Steglitz, Sembritzkistraße 17 1929–1932: Katholische Kirche St. Christophorus in Berlin-Neukölln, Nansenstraße 4 1930: Katholische Kapelle St. Richard in Berlin-Neukölln, Teupitzer Straße 1932: Katholische Kirche Zum Heiligsten Herzen Jesu (Herz Jesu) in Torgelow, Espelkamper Straße 11 1932: Katholische Kirche St. Bonifatius in Erkner 1934: Katholische Kirche St. Konrad von Parzham in Falkensee 1934: Katholische Kapelle Hl. Geist in Lychen 1934–1935: Katholische Kirche Herz Jesu Templin 1935: Katholische Kirche St. Wilhelm in Berlin-Wilhelmstadt, Weißenburger Straße 9 1936: Katholische Kirche St. Hildegard in Berlin-Frohnau, Senheimer Straße 35 1936: Katholische Kirche St. Marien in Berlin-Heiligensee, Schulzendorfer Straße 76 1936–1937: Katholische Kirche St. Konrad in Wandlitz 1936–1937: Katholische Kirche St. Johannes Evangelist in Berlin-Buchholz, Eddastraße 1936–1937: Katholische Kirche St. Nikolaus in Blankenfelde-Mahlow 1936–1937: Katholische Kapelle Hl. Kreuz in Mildenberg 1937: Katholische Kirche Maria Hilf in Berlin-Altglienicke 1937: Katholische Kirche St. Elisabeth in Königs Wusterhausen

Literatur Lexikon der Bildenden Künstler. Band 22. 1928, S. 57. Michael Höhle: Die Gründung des Bistums Berlin 1930. (Dissertation) Schöningh, Paderborn / Bonn 1995. Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (Hrsg.): Sakralbauten (= Berlin und seine Bauten. Teil VI.) Ernst & Sohn, Berlin 1997. Katholische Pfarrgemeinde Mater Dolorosa (Hrsg.), Annelen Hölzner-Bautsch: 100 Jahre Kirche Mater Dolorosa. Geschichte der katholischen Gemeinde in Berlin-Lankwitz 1912 bis 2012. Selbstverlag, Berlin 2012, S. 20–38.100 Jahre Kirche Mater Dolorosa - Geschichte der katholischen Gemeinde in Berlin-Lankwitz - 1912 bis 2012, Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz, online abgerufen am 24. April 2013 Konstantin Manthey: Carl Kühn (1873–1942). Baumeister des Bistums Berlin. In: Michael Höhle (Hrsg.): Wichmann-Jahrbuch des Diözesangeschichtsvereins, Neue Folge 12, 52./53. Jahrgang 2012/2013. Konstantin Manthey: Carl Kühn 1873-1942. Kirchen für das junge Berlin, Berlin: Lukas 2019, ISBN 978-3-86732-330-7.

Weblinks

Kunstgeschichte Konstantin Manthey, Berichte und Informationen über die Fortschritte beim Promotionsprojekt Carl Kühn (1873-1942) – Kirchenbauten für das junge Bistum Berlin Chronik und Abbildungen der Kirche St. Joseph in Strausberg auf der Website der katholischen Pfarrgemeinde St. Hubertus Petershagen / Strausberg

Einzelnachweise

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