Werner Scholz (* 7. Juli 1926 in Dresden; † 10. Oktober 2012 in BerlinTraueranzeige der Familie, Berliner Zeitung vom 20./21. Oktober 2012, S. 12) war ein deutscher Violinist und Leiter einer Meisterklasse für Violine.
Beruflicher Werdegang Werner Scholz studierte in seiner Geburtsstadt Dresden bei Adrian Rappoldi. Von 1948 bis 1951 war er Konzertmeister der Dresdner Philharmonie. Ab 1951 Assistent und Nachfolger von Gustav Havemann in Cottbus und ab 1953 in Berlin. 1961 wurde er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin zum Professor für Violine berufen. Ab 1974 leitete er eine Meisterklasse für Violine mit herausragenden Lehrerfolgen. Im November 1975 wurde er zum Mitglied des Präsidiums des Zentralvorstandes der Gewerkschaft Kunst der DDR gewählt.Tagung des Zentralvorstandes der Gewerkschaft Kunst. In: Neues Deutschland, 22. November 1975, S. 2.
Musikalische Leistungen Werner Scholz wirkte 18 Jahre lang von 1956 bis 1974 als 1. Konzertmeister des Berliner Sinfonie Orchesters.Geburtstagskonzert des Berliner Sinfonie-Orchesters . In: Neues Deutschland, 3. Januar 1987, S. 4. Gleichzeitig konzertierte er als Solist in bedeutenden Musikzentren Europas. Durch ihn gelangten zahlreiche Werke zu Ur- und Erstaufführungen. Des Weiteren existieren von ihm Aufnahmen in Rundfunk und Fernsehen. Er war Gründer und Leiter des Kammerorchesters des Berliner Sinfonie-Orchesters und des Kammerorchesters der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. In Kammermusikvereinigungen musizierte er u. a. mit Dieter Zechlin (Klavier), Jürgen Schröder (Klavier), Alfred Lipka (Viola) und Anton Spieler (Cello). Er hatte maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des internationalen Festivals der Künste in Hohenloheinternationalen Festivals der Künste in Hohenlohe und am Sophie-Charlotte-Violinpreis des Fördervereines des Residenzschlosses Mirow.
Schüler 19 seiner Schüler wurden erste Konzertmeister, z. B. bei der Staatskapelle Berlin, der Dresdner Staatskapelle, den Wiener Philharmonikern, im Berliner Sinfonie Orchester; in Chemnitz, Rostock, Aachen, Würzburg, Gera u. a.
17 seiner Schüler wurden ebenfalls Professoren: Wien: Lothar Strauß Berlin: Walter-Karl Zeller, Antje Weithaas, Wolf-Dieter Batzdorf, Michael Erxleben, Joachim Scholz, Axel Wilczok, Kathinka Rebling, Eberhard Feltz Dresden: Peter Mirring, Weimar: Matthias Wollong Bremen: Katrin Scholz Rostock: Sylvio Krause Aachen: Skerdjano Keraj USA.: Felix Olschofka, David Yonan Großbritannien: Ulla Benz
Insgesamt 102 Preise errangen seine Schüler bei internationalen Wettbewerben, z. B. Rachel Barton, Wolf-Dieter Batzdorf, Thomas Böttcher, Michael Erxleben, Sabine Gabbe, Angela Jaffé, Peter Mirring, Conrad Muck, Marta Murvai, Franziska Pietsch, Song Qiang, Amelie~Xiaojun Huang ,Thorsten Rosenbusch, Joachim Scholz, Katrin Scholz, Ilja Sekler, Lothar Strauß, Petra Schwieger, Kai Vogler, Antje Weithaas, Iskandar Widjaja, Matthias Wollong, David Yonan (Chicago, USA).
Auszeichnungen 1980 Vaterländischer Verdienstorden in Bronze 1986 Ehrentitel Verdienter Hochschullehrer der Deutschen Demokratischen Republik 1989 Nationalpreis der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur
Weblinks Website Professoren Werner✝ und Ursula Scholz. Webarchiv des Originals vom 18. Oktober 2020. Abgerufen am 6. Mai 2025. Mirror der Webseite: Professoren Werner und Ursula Scholz
Siehe auch Liste der Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur (1980–1989)
Einzelnachweise
Kategorie:Klassischer Geiger Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule für Musik Berlin) Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Bronze Kategorie:Verdienter Hochschullehrer der DDR Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Gestorben 2012 Kategorie:Mann