Der 11. Dezember ist der 345. Tag des gregorianischen Kalenders (der 346. in Schaltjahren), somit bleiben 20 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse Politik und Weltgeschehen 220: Mit der Abdankung des letzten Han-Kaisers Xian zugunsten von Cao Pi beginnt in China die Zeit der Drei Reiche. mini|100px|361: Kaiser Julian

361: Nach dem Begräbnis seines am 3. November verstorbenen Vorgängers und Gegners Constantius II. beginnt Kaiser Julian mit dem Versuch der Rücknahme der konstantinischen Wende und der Abkehr vom Christentum. 969: In Konstantinopel wird der byzantinische Kaiser Nikephoros II. von seinem Neffen Johannes Tzimiskes in einem Komplott mit der Kaiserin Theophanu in seinem Schlafzimmer getötet. 1282: In der Schlacht von Orewin Bridge bezwingen die Engländer unter König Edward I. die Waliser. Ihr Anführer Llywelyn ap Gruffydd kommt in den Kämpfen ums Leben. Wales gerät unter englische Herrschaft.

mini|links|140px|Die Rzeczpospolita um 1618

1618: Im Frieden von Deulino verabreden Polen-Litauen und Moskowien einen Waffenstillstand von 14,5 Jahren Dauer. Die Rzeczpospolita erreicht ihre größte Ausdehnung nach Osten, doch Russland gelingt es, seine Unabhängigkeit zu bewahren. 1659: Das Herzogtum Kurland gibt seine überseeische Besitzung Neukurland, das heutige Tobago, nach vorausgegangener Zerstörung und Einnahme durch die Holländer auf. 1718: Der schwedische König Karl XII. wird bei der Belagerung der Festung Fredriksten im norwegischen Fredrikshald durch einen Schuss getötet, ob von einer Kugel aus feindlichen oder den eigenen Reihen, ist ungeklärt. Seine Schwester Ulrika Eleonore übernimmt die Regierung und wird später als Königin bestätigt. 1785: Kaiser Joseph II. erlässt das Freimaurerpatent. Es entsteht dadurch eine Großloge in Österreich, der jene anderer Kronländer unterstehen. Die Logenanzahl wird begrenzt, die Freimaurerei streng staatlich überwacht. 1792: Im Paris der Französischen Revolution beginnt der Prozess gegen den „Bürger Louis Capet“, den ehemaligen König Ludwig XVI., vor dem Nationalkonvent. 1806: Im Frieden von Posen mit Napoleon Bonaparte schließt sich Sachsen dem Rheinbund an, kommt es zu Gebietsarrondierungen, wird Kurfürst Friedrich August III. der Königstitel gewährt und fällt ihm später das Herzogtum Warschau zu. 1813: Das napoleonische Frankreich und Spanien schließen mit dem Vertrag von Valençay Frieden im Spanischen Unabhängigkeitskrieg und vereinbaren die Rückkehr von Ferdinand VII auf den spanischen Thron.

mini|140px|1816: Die Vereinigten Staaten nach der Aufnahme Indianas

1816: Das Indiana-Territorium wird unter dem Namen Indiana als 19. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufgenommen. Erster Gouverneur des neuen Staates wird Jonathan Jennings, der die Wahl gegen den bisherigen Territorialgouverneur Thomas Posey gewonnen hat. 1845: Auf Grund zweier Freischarenzüge zum Sturz der Regierung in Luzern schließen sich die sieben katholischen Kantone zu einem Sonderbund zusammen. Das führt zu einer Polarisierung innerhalb der Schweiz und zwei Jahre später zum Sonderbundskrieg.

mini|links|140px|1862: Schlacht von Fredericksburg (Pontonbrückenbau)

1862: Die Schlacht von Fredericksburg im Sezessionskrieg beginnt. Sie dauert bis zum 15. Dezember. 1868: Die Petersburger Erklärung wird auf Initiative des russischen Zaren Alexander II. von 20 Staaten unterzeichnet. Sie verbietet den Gebrauch kleiner Sprenggranaten im Krieg. 1893: Die französische Nationalversammlung erlässt als Reaktion auf anarchistische Attentate das erste der Lois scélérates genannten Gesetze. Es verbietet die Unterstützung krimineller Handlungen. 1899: In der Schlacht von Magersfontein erleiden die Briten bereits die zweite Niederlage im Zweiten Burenkrieg. 1900: Reichskanzler Bernhard von Bülow verfügt, dass Offiziere des Deutschen Heeres ohne Genehmigung des Kanzlers keine literarischen Arbeiten mehr veröffentlichen dürfen. 1904: Papst Pius X. schafft die Exklusive ab und droht Kardinälen, die sie in einem künftigen Konklave als Vertreter einer Regierung auszusprechen, mit kanonischen Strafen. 1906: In Bulgarien wird ein Gesetz über die Beschränkung der Auswanderung nach Amerika und gegen die Ansiedlung russischer Juden erlassen. 1931: Das britische Parlament erlässt das Statut von Westminster, nach dem die Dominions des British Commonwealth of Nations gesetzgeberisch unabhängig sind und damit zu Commonwealth Realms werden. mini|100px|1936: Eduards Abdankungserklärung 1936: Mit dem Abdankungsgesetz stimmt das britische Parlament dem Thronverzicht Eduards VIII. zu. Nachfolger wird sein jüngerer Bruder Georg VI. 1937: Italien tritt trotz der Aufhebung der Sanktionen nach dem Italienisch-Äthiopischen Krieg aus dem Völkerbund aus. 1939: In einem Grundsatzurteil erweitert der Oberste Gerichtshof der USA das Verwertungsverbot für rechtswidrig gewonnene Beweise. 1941: Deutschland und Italien erklären den USA den Krieg. 1946: Das Kinderhilfswerk UNICEF wird als Spezialorganisation der Vereinten Nationen gegründet. 1953: Das Europäische Fürsorgeabkommen wird in Paris von den Mitgliedern des Europarates unterzeichnet. 1955: Bundesdeutscher Alleinvertretungsanspruch: In einem Interview wird der Öffentlichkeit die Hallstein-Doktrin erläutert. 1957: In der DDR wird von nun an das ungenehmigte Verlassen ihres Territoriums als „ungesetzlicher Grenzübertritt“ bestraft. 1961: Adolf Eichmann wird im Eichmann-Prozess vom Bezirksgericht Jerusalem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen. Das Strafmaß wird am 15. Dezember verkündet. 1973: Ostpolitik: Der Vertrag über die gegenseitigen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik wird in Prag von Willy Brandt und Walter Scheel unterzeichnet. Darin wird u. a. das Münchner Abkommen von 1938 für nichtig erklärt, nicht jedoch die Beneš-Dekrete. 1981: Erich Honecker empfängt Bundeskanzler Helmut Schmidt anlässlich dessen Staatsbesuchs in der DDR im Schloss Hubertusstock am Werbellinsee. 1981: Regierungstruppen (FAES) verüben im Bürgerkrieg in El Salvador das Massaker von El Mozote, bei dem etwa 900 Menschen einer Todesschwadron zum Opfer fallen. 1985: Im Taxölderner Forst im Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz beginnen die Rodungen für einen Bauplatz der Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf. 1987: Ein Anschlag von ETA auf eine Kaserne der Guardia Civil in Saragossa fordert elf Todesopfer.

mini|100px|1987: Stars and Stripes Forever (publiziert 1897)

1987: John Philip Sousas Komposition Stars and Stripes Forever aus dem Jahr 1896 wird gesetzlich zum offiziellen Nationalmarsch der Vereinigten Staaten. 1993: In Chile gewinnt der Christdemokrat Eduardo Frei Ruiz-Tagle die Präsidentschaftswahlen gegen den parteilosen Kandidaten Arturo Alessandri. 1994: In Miami, Florida, endet der erste Summit of the Americas: wichtigster Beschluss des Gipfeltreffens ist die Einrichtung der Freihandelszone FTAA. 1994: Mit dem Einmarsch russischer Truppen beginnt der Erste Tschetschenienkrieg. 1995: Litauen stellt den Antrag auf die Aufnahme in die EU. 1997: In Kyōto wird das Kyoto-Protokoll als Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klima-Rahmenkonvention (UNFCCC) unterschrieben: Das bis zum Jahr 2012 gültige Abkommen schreibt verbindliche Ziele für die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen fest, die als Auslöser der globalen Erwärmung gelten. 1998: Helmut Kohl erhält die europäische Ehrenbürgerschaft. 1999: Die Türkei stellt ihren Antrag auf den Beitritt zur EU. 2004: Nach dem überraschenden Rücktritt von Österreichs Innenminister Ernst Strasser wird Verteidigungsminister Günther Platter von Bundespräsident Heinz Fischer vorübergehend für diese Agenden angelobt. 2006: Die vom iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadineschad gewünschte Holocaustleugnungskonferenz beginnt. Das zweitägige Treffen in Teheran gibt für Redner, die den Holocaust leugnen oder in Frage stellen sowie das Existenzrecht Israels bezweifeln, eine propagandistische Bühne ab. 2006: Der vom mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón im Bundesstaat Michoacán angeordnete Militäreinsatz zur Zerschlagung gewalttätiger Drogenkartelle wird zum Auftakt für den Drogenkrieg in Mexiko.

Wirtschaft mini|140px|1875: Die Mosel nach dem Bombenanschlag

1875: In Bremerhaven ereignet sich mit dem Anschlag auf das Auswandererschiff Mosel der bisher schwerste Mordanschlag in Deutschland. Ein Sprengkörper, Teil eines geplanten Versicherungsbetrugs, explodiert vorzeitig während des Verladevorgangs und reißt 83 Menschen in den Tod, etwa 200 Personen werden verletzt. 1967: In Toulouse wird geladenen Gästen der Prototyp des britisch-französischen Gemeinschaftsprojekts Concorde vorgestellt. 2008: Die United States Securities and Exchange Commission (SEC) erhebt Anklage vor dem US-Bezirksgericht Manhattan gegen Bernard L. Madoff. Der Finanz- und Börsenmakler ist zahlungsunfähig, nachdem sein nach einem Schneeballsystem betriebener Investmentfonds mit etwa 50 Milliarden US-Dollar Schaden zusammenbricht.

Wissenschaft und Technik 1738: Bei Ausgrabungen in Herculaneum stößt man auf eine Inschrift über das Theater der antiken Stadt und weiß nun, dass weitere Funde im Lavaboden verborgen sein dürften. 1789: Die University of North Carolina wird in den Vereinigten Staaten gegründet. 1956: Der Landtag von Nordrhein-Westfalen beschließt den Bau eines Atomforschungszentrums, was zur Kernforschungsanlage Jülich führt. 1972: Die Crew der Apollo 17, Eugene Cernan und Harrison Schmitt, landet mit der Mondfähre Challenger. Sie sind die vorerst letzten Menschen auf dem Mond. 1986: Das US-amerikanische Mehrzweckkampfflugzeug F-15E Strike Eagle, der US Air Force, absolviert seinen Erstflug. 1998: Die NASA-Raumsonde Mars Climate Orbiter wird gestartet, welche knapp ein Jahr später, durch einen Navigationsfehler, verloren geht. 2008: Die erste stabile Version des Webbrowsers Google Chrome, für Windows, wird weltweit veröffentlicht. 2009: Der Erstflug des Airbus A400M, einer militärischen Transportmaschine, findet statt.

Kultur 1830: An der Opéra-Comique in Paris erfolgt die Uraufführung der komischen Oper La langue musicale von Fromental Halévy. 1869: In Warschau findet die Uraufführung der Oper Paria von Stanisław Moniuszko statt. 1877: In Wien findet die erste Opernsoirée zugunsten des Opernpensionsfonds statt. Aus dieser Veranstaltung entwickelt sich später der Wiener Opernball. 1905: Der sächsische König Friedrich August III. erklärt Radeberger Pilsener per Dekret zum Tafelgetränk seiner Majestät. 1906: Die Kinderoper Das Christ-Elflein von Hans Pfitzner auf das Libretto von Ilse von Stach hat unter der Leitung von Felix Mottl ihre Uraufführung an der Hofoper in München, nachdem bereits am 23. November eine erste Aufführung der Ouvertüre in Berlin unter Emil Nikolaus von Reznicek erfolgt ist. Die erste Fassung wird ein Misserfolg. Eine zweite, überarbeitete Fassung gelangt genau 11 Jahre später an der Dresdner Hofoper unter der Leitung von Fritz Reiner und mit Grete Merrem-Nikisch in der Titelrolle zur erfolgreichen Uraufführung. 1930: Eine Woche nach der deutschen Erstaufführung wird die Vorführung des Filmes Im Westen nichts Neues nach dem gleichnamigen Roman von Erich Maria Remarque nach einer großangelegten Kampagne der Nationalsozialisten von der Obersten Filmprüfstelle unter Ernst Seeger im Deutschen Reich verboten. 1959: Das Trauerspiel Oedipus der Tyrann mit Musik von Carl Orff und dem Text von Friedrich Hölderlin nach Sophokles, wird in den Württembergischen Staatstheatern in Stuttgart in der Inszenierung von Günther Rennert und unter dem Dirigenten Ferdinand Leitner und einem Bühnenbild von Caspar Neher uraufgeführt. 1960: Das Mysterienspiel Ludus de nato Infante mirificus von Carl Orff wird in den Württembergischen Staatstheatern in Stuttgart uraufgeführt.