Der Rotsteiß-Mistelfresser (Dicaeum hirundinaceum) ist ein australischer Singvogel.

Merkmale Das Männchen ist oberseits blauschwarz und unterseits grauweiß gefärbt. Kehle, Brust und Unterschwanzdecken sind scharlachrot. Das Weibchen ist oberseits graubraun gefärbt, unterseits grauweiß mit blassroten Unterschwanzdecken.

Vorkommen Der Rotsteiß-Mistelfresser lebt im Regenwald, in lichten Wäldern, Hecken und Dickichten in Australien und Teilen Indonesiens.

Der Artzusatz kommt von .

Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt: D. h. hirundinaceum , 1792, Nominatform – Australien, viel Rot an der Kehle und Brust, Flanken grau D. h. ignicolle ,1858G. R. Gray: Dicaeum ignicolle. In: Proceedings of the Zoological Society of London, Band 26, Nummer 357, S. 173, 1858, Biodiversity Library (Arumistelfresser) – Aru-Inseln, gelbliche Flanken Die frühere Unterart Dicaeum hirundinaceum keiense , 1874T. Salvadori: Dicaeum keiense. In: Annali del Museo Civico di Storia Naturale di Genova Serie 1, Nummer 6, S. 313, 1874, Biodiversity Library wurde aufgrund von deutlichen Unterschieden im Aussehen jedoch als eigenständig abgespalten und heißt jetzt Rosenbauch-Mistelfresser (Dicaeum keiense).

Verhalten Der Vogel sucht in Büschen und Bäumen nach Insekten, Nektar und Früchten, vor allem Mistelbeeren. Schon nach 30 Minuten scheiden die Vögel die klebrigen Samen dieser Früchte unbeschädigt aus. Der Rotsteiß-Mistelfresser streift in kleinen Gruppen umher und legt dabei zum Teil weite Strecken zurück.

Fortpflanzung Zwischen Oktober und März baut das Weibchen alleine ein großes, kuppelförmiges Nest aus pflanzlichem Material und Spinnweben, das es um die Zweige eines Baums webt. Das Gelege, aus drei bis vier Eiern, wird auch nur vom Weibchen bebrütet. Dagegen füttern beide Elternteile die Jungvögel.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur Colin Harrison & Alan Greensmith: Vögel. Dorling Kindersly Limited, London 1993, 2000, ISBN 3-8310-0785-3 Bryan Richard: Vögel. Parragon, Bath, ISBN 1-4054-5506-3

Weblinks

Rotsteiß-Mistelfresser auf birdsinbackyards Fotos Dicaeum hirundinaceum auf Briefmarken

Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF G. M. Kirwan, R. A. Cheke und C. Mann: Misteltoebird (Dicaeum hirundinaceum), version 2.1. In: B. K. Keeney (Herausgeber): Birds of the World. 2024, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicaeum hirundinaceum J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Dippers, leafbirds, flowerpeckers, sunbirds J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026

Josep del Hoyo, Nigel Collar, David A. Christie, Andrew Elliott, Lincoln D. C. Fishpool, Guy M. Kirwan und Peter Boesman: HBW and BirdLife International Illustrated Checklist of the Birds of the World Volume 2 (Passerines). Lynx Edicions, Barcelona, 2016. ISBN 978-84-96553-98-9 James A. Eaton, Bas van Balen, Nick W. Brickle, Frank E. Rheindt: Birds of the Indonesian Archipelago Greater Sundas and Wallacea. Lynx Edicions, Barcelona, 2016. ISBN 978-84-941892-6-5

Kategorie:Mistelfresser