Weiten ist seit dem Jahr 1313 eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Melk in Niederösterreich.

Geografie Weiten liegt im südlichen Waldviertel an der Einmündung des Nastinger Baches in den Weitenbach. Dieser fließt in etwa 300 Meter Meereshöhe. Von seinen Ufern steigt das Land großteils steil an. Die höchsten Hügel liegen mit Mandlgupf (662 m), Hofkogel (687 m) und Hinterberg (763 m) im Nordwesten, Wachtberg (720 m) im Norden und Kulm (746 m) im Osten. Im Süden fällt das Gelände zur Donau hin ab.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 28,54 km², davon sind 56 Prozent bewaldet und 39 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst 15 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Die Gemeinde besteht aus 13 Katastralgemeinden Eibetsberg bei Weiten, Eitenthal, Filsendorf, Jasenegg, Mollendorf, Mörenz, Nasting, Rafles, Seiterndorf, Streitwiesen, Tottendorf, Weiten und Weiterndorf.

Eingemeindungen Die Gemeinde entstand am 1. Jänner 1969 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Weiten, Mollendorf, Seiterndorf und Filsendorf.

Nachbargemeinden

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung von Weiten erfolgte 1096 als Wäten (später Witin, Weiten). Die Pfarre wurde um 1050 vom Bistum Passau eingerichtet und war Mutterpfarre für das ganze Waldviertel. Im Jahr 1313 erhielt der Ort das Marktrecht.

mini|Erste_Urkunde_mit_Erwähnung_der_Pfarre_Weiten_damals_parroch(iam)_Witinmini|Markturkunde Weiten

Die Mollenburg wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet, aber bereits am Ende desselben Jahrhunderts zerstört, da sich der Burgherr am Aufstand der Kuenringer gegen Herzog Albrecht I. beteiligt hatte. Schon 1303 wird Konrad den Werder von Malemberch als neuer Burgherr urkundlich genannt. Über seine Schwester Johanna gelangte das Gut in den Besitz der Familie Ebersdorfer, die den Wiederaufbau abschloss. Am Ende des 16. Jahrhunderts kam die Burg in den Besitz der Familie Geyer, die sie in ein Renaissanceschloss umbaute. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel wurden 1860 der Dachstuhl abgetragen und alles Brauchbare als Baumaterial verkauft, um die Steuerlast zu reduzieren. 1975 kaufte der Wiener Stadtrat Jörg Mauthe die Ruine, restauriert Teile, sodass diese wieder bewohnbar sind.

Bevölkerungsentwicklung 2026 lebten hiernur mehr 1109 Menschen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche hl. Stephanus mit dem freistehenden Glockenturm mini|Burgruine Mollenburg mit der revitalisierten Vorburg

Streitwiesen: Jugendburg Streitwiesen Mollenburg: Burgruine Mollenburg Geierhorst: Mollenburg’sche Schlosstaverne Katholische Pfarrkirche Weiten hl. Stephanus: Erbaut im 14. Jahrhundert, mit Glasmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert Millenniumssonnenuhr mini|hochkant|Millenniumssonnenuhr in Weiten

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 93 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 20 im Haupt-, 67 im Nebenerwerb, 1 von einer Personengemeinschaft und 5 von juristischen Personen geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 28 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren und 10 in der Bauwirtschaft. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Verkehr (68), Handel (41) und soziale und öffentliche Dienste (31 Mitarbeiter). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)931097058Produktion11113890Dienstleistung4936154112 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Öffentliche Einrichtungen In Weiten befindet sich ein Kindergarten und eine Volksschule.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP und 2 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP und 4 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP und 2 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP und 4 SPÖ.

Bürgermeister 1995–2005 Johann Jindra (ÖVP) 2005–2015 Johann Habegger (ÖVP) 2015–2022 Franz Höfinger (ÖVP) seit 2022 Ramona Fletzberger (ÖVP)

Gemeindepartnerschaften In den 1990er Jahren wurde von österreichischer Seite eine inoffizielle Partnerschaft mit der saarländischen Ortschaft Weiten, einem Ortsteil der Gemeinde Mettlach an der Saar aufgenommen. Diese Partnerschaft wurde im Jahr 2000 offiziell besiegelt.

Persönlichkeiten Friedrich Wallner (* 1945), Philosoph und Wissenschaftstheoretiker

Weblinks

Website der Gemeinde

Einzelnachweise