Andreja Schneider (* 27. Mai 1964 in Zagreb) ist eine deutsche Sängerin und Schauspielerin.
Leben Im Alter von zwei Jahren verließ sie mit ihren Eltern Zagreb und kam nach Köln. Von dort ging es weiter nach Münster und von dort nach Berlin. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik und Slawistik. Das Studium schloss sie allerdings nicht ab. Ihren Unterhalt bestritt sie mit Kellnern. Einer ihrer Lokalgäste war Christoph Marti alias Ursli Pfister. Sie freundeten sich an und Marti verpasste ihr den auf ihren Job gemünzten Spitznamen „Fräulein Schneider“, den sie beibehielt, nachdem er ihr angeboten hatte, bei den Geschwistern Pfister einzusteigen.
Als festes Ensemble-Mitglied dieses Comedy-Trios erlangte sie hohe Bekanntheit. Von Ende 2004 bis Anfang 2005 war sie mit ihrem Soloprogramm Pension Schneider auf der Bühne, die diese imaginäre Pension abbildete, in der sich allabendlich ein neuer prominenter Gast um Aufnahme bemühte. In: Berliner Zeitung, 31. Dezember 2004Carmen Böker: In: Berliner Zeitung, 10. Februar 2005 Zudem arbeitete sie mit Katharina Thalbach wiederholt zusammen an der Komödie am Kurfürstendamm, z. B. in Der Raub der Sabinerinnen (erstmals 2011, Wiederaufnahme 2015) oder in der Bar jeder Vernunft mit der Musikrevue Zwei auf einer Bank (2008–2014). Ebenso hat sie regelmäßige Engagements am Berliner Hebbel-Theater. Sie ist auch oft in Kinofilmen zu sehen.
Bühne 1993: Ursli Pfister – A Pure Joy 1994: Im weißen Rößl am Wolfgangsee (Regie: Ursli Pfister, mit Otto Sander, Meret Becker, Max Raabe, Geschwister Pfister und Gerd Wameling) 1995: Die Geschwister Pfister – March for Glory 1996: Die Geschwister Pfister – The Great Space Swindle 1998: Die Geschwister Pfister – Party Heut’ Nacht 1999: Die Geschwister Pfister – The Voice of Snow White 2000: Die Geschwister Pfister – On the Run. Eine Reise ins Glück 2001: Therapie Zwecklos (Regie: Christoph Marti, mit Meret Becker / Marietta Rohrer, Tobias Bonn, Stefan Kurt, Christoph Marti, Ades Zabel, Benjamin Kiss) 2002: Die Geschwister Pfister – Have a Ball! 2004: Pension Schneider 2004: Eins Zwei Drei (im Berliner HAU 1, dem Hebbel-Theater, Regie: Johannes Grebert, Matthias Matschke) 2006: Die Geschwister Pfister – Home, Sweet Home! 2008: Katharina Thalbach und Andreja Schneider – Zwei auf einer Bank (Regie: Wenka von Mikulicz, Musikalische Leitung: Christoph Israel) 2009: Die Geschwister Pfister – Die Geschwister Pfister in the Clinic 2010: Roulette – Die große Casino Jazz Ballade (Staatstheater Saarbrücken, Regie: Gertrud und Thomas Pigor) 2011: Die Czárdásfürstin (Oper Köln, Musikalische Fassung von Gerrit Prießnitz und Béla Fischer; Rolle: Anhilte) 2014: Die Dreigroschenoper (Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Regie: Thorleifur Örn Arnarsson, Rolle: Mrs Peachum) 2015: Der Graf von Luxemburg (Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Regie: Robert Lehmeier, Rolle: Gräfin Stasa Kokozow) 2016: Frau Luna (Tipi am Kanzleramt, Regie: Bernd Mottl, Rolle: Frau Luna) 2016: Heute Nacht oder nie – Die Spoliansky-Revue (Komische Oper Berlin, Regie: Stefan Huber) 2019: Ball im Savoy (Staatstheater Nürnberg, Regie: Stefan Huber) 2019: Roxy und ihr Wunderteam (Komische Oper Berlin, Regie: Stefan Huber, Rolle: Aranka von Tôtössy) 2021: Mord im Orientexpress (Theater am Kurfürstendamm, Spielort Schillertheater, Regie: Katharina Thalbach) 2022: Barrie Kosky’s All-Singing, All-Dancing Yiddish Revue (Komische Oper Berlin, Regie: Barrie Kosky) 2022: Relaxez Vous! Die Geschwister Pfister im Sitzen. 2023: Chicago, Musical (Komische Oper Berlin, Regie: Barrie Kosky) 2024: Messeschlager Gisela, Operette (Komische Oper Berlin, Musikalische Leitung: Adam Benzwi)
Filmografie
Hörbücher 2008: Ottoline und die gelbe Katze von Chris Riddell, Patmos audio, ISBN 978-3-491-24155-8. 2009: Ottoline und das Schulgespenst von Chris Riddell, Patmos audio, ISBN 978-3-491-24174-9.
Weblinks
Fräulein Schneider, offizielle Seite der Geschwister Pfister
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Frau