Jiří Bednář (* 25. November 1935 in Prag; † 23. August 1973 ebenda) war ein tschechoslowakischer Philosoph.
Leben Nach dem Besuch der Mittelschule studierte Bednar von 1954 bis 1959 Philosophie an der Karls-Universität in Prag. 1967 erhielt er den Titel PhDr., absolvierte ein Jahr später die wissenschaftliche Aspirantur am Philosophischen Institut der AV ČR, konnte seine Kandidatenarbeit jedoch nicht mehr beenden.
Bednar beschäftigte sich vornehmlich mit theologischen Themen und Philosophie sowie sozialen und anthropologischen Problemen. Er setzte sich mit Thesen Hegels (Die transzendentale Bedeutung des Hegelschen Begriffs das unglückliche Bewusstsein im Zusammenhang mit Hegels Religionskritik in der Phänomenologie des Geistes) und von Camus (Le Mythe de Sisyphe) auseinander. Sein Interesse galt auch der Gedankenwelt von Tomáš Garrigue Masaryk, allerdings wurden diese Studien nie publiziert. Sein weiteres Interessengebiet waren Personen der Geschichte, mit denen er sich in philosophischer Weise beschäftigte, so mit Jan Kotta.
Veröffentlichungen Filosofický význam tzv. „svatovítské“ kapitoly Kafkova Procesu, 1965 Několik úvah o Shakespearovských črtách Jana Kotta, FČ 1965 Die transzendentale Bedeutung des Hegelschen Begriffs „des unglückliche Bewusstsein“ im Zusammenhang mit Hegels Religionskritik in der Phänomenologie des Geistes, 1966 Ontologické a noetické předpoklady Camusovy absurdní etiky, FČ 1966 Náš dialog s Dostojevským, Plamen 1967 Poučení z Gramsciho, 1968 K osmdesátinám J. B. Kozáka, 1968 Teilhard de Chardin: Místo člověka v přírodě, FČ 1968 Vývoj Masarykovy náboženské filosofie, in Acta Universitatis Carolinae - philosophica et historica, 1 (Prag 1969), S. 17–67 Duchovní návrat k Šaldovu odkazu, FČ 1969.
Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert) Kategorie:Tschechoslowake Kategorie:Geboren 1935 Kategorie:Gestorben 1973 Kategorie:Mann