mini|Alu- und Kunststofffolie Eine Folie ist ein homogenes Flächengebilde aus sehr dünnem Metall- oder Kunststoff. Folien dienen häufig zu dekorativen oder graphischen Zwecken sowie zum Trennen von Stoffen, die sich nicht vermischen sollen.
Typische Verwendungen sind das Verpacken (z. B. als Beutel oder zum Einschweißen in Vakuumverpackungen) und Bekleben (z. B. Möbelfolierung, Folierung im Automobilbereich, Spiegelfolie). Stärkere Folien dienen auch der Abdeckung und Abdichtung (z. B. Dachabdichtung) im Bauwesen.
Begriff Das Wort ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und wurde aus dem mittellateinischen folia („Metallblättchen“) entlehnt, welches auf das lateinische folium („Blatt“) zurückgeht.Satz nach Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 24. Auflage, 2002, Lemma Folie. Damit waren Metallblättchen gemeint, die als Unterlage von Edelsteinen deren Glanz betonen sollten.
Folienarten Nach Material: Kunststofffolie Zellophan (reines Zellophan wie z. B. in Bäckertüten kann über das Altpapier entsorgt werden) Latex- bzw. Gummi-Folie Verbundfolie Metallfolie Aluminiumfolie Zinnfolie („Stanniol“) Stahlfolie Goldfolie („Blattgold“) Messingfolie („Rauschgold“)
Nach Verwendung: Frischhaltefolie Overheadfolie (als transparentes Trägermaterial für Arbeitstransparente in Blatt- oder RollenformHans F. Ebel, Claus Bliefert: Vortragen in Naturwissenschaft, Technik und Medizin. 1991; 2., bearbeitete Auflage 1994, VCH, Weinheim ISBN 3-527-30047-3, S. 297 (Folie).), im übertragenen Sinne auch ein ungegenständliches Blatt innerhalb eines Computer-Präsentationsprogramms
Nach Eigenschaften: Adhäsionsfolie Glasdekorfolie Isolierfolie Klebefolie Luftpolsterfolie Schlauchfolie Schrumpffolie Sonnenschutzfolie Stretch- bzw. Dehnfolie
Nach Herstellungsart: Blasfolie Gießfolie Sprühfolie
Weblinks
Friedrich Kobler: Folie. In: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Band X (2003), Sp. 117–124.
Einzelnachweise