Der Rotrücken-Sensenschnabel (Campylorhamphus trochilirostris, auch Rotsensenschnabel oder Sichelbaumhacker) ist ein südamerikanischer Sperlingsvogel aus der Familie der Baumsteiger.

Merkmale Der 28 cm lange Rotrücken-Sensenschnabel ist ein schlanker Vogel mit einem sehr langen, sichelartig gebogenen Schnabel, der ein Viertel der Gesamtlänge ausmacht. Die starken Krallen und der steife Schwanz befähigen die Art zum Klettern an Baumstämmen. Das rotbraune Gefieder ist an Kopf, Nacken und Unterseite mit hellerem Braun durchsetzt.

Vorkommen Der Rotrücken-Sensenschnabel kommt im gesamten Tiefland Südamerikas von Panama bis Nord-Argentinien und Paraguay vor. Er lebt in Regenwäldern oder sumpfigen, von offener Landschaft umgebenen Waldflächen.

Verhalten Der Rotrücken-Sensenschnabel ist ein geselliger Vogel, der mit anderen insektenfressenden Vögeln in gemischten Trupps auftritt. Er klettert Baumstämme oder größere Äste hoch und sucht unter Rinde, in Ritzen und in Bromelienblüten nach Insekten.

Fortpflanzung In einem kugelförmigen, mit Pflanzenmaterial gepolsterten Nest, das in Baumstümpfen oder Baumhöhlen gebaut wird, werden zwei Eier rund zwei Wochen lang bebrütet.

Unterarten Bisher sind zwölf Unterarten bekannt:IOC World Bird List Ovenbirds & woodcreepers

Campylorhamphus trochilirostris brevipennis , 1932Ludlow Griscom (1932), S. 348. − Diese Unterart kommt im Osten Panamas und dem Nordwesten Kolumbiens vor. Campylorhamphus trochilirostris. venezuelensis (, 1889)Frank Michler Chapman (1889), S. 154 & 156. − Diese Unterart ist im Norden Kolumbiens und dem nördlichen und zentralen Venezuela verbreitet. Campylorhamphus trochilirostris thoracicus (, 1860)Philip Lutley Sclater (1860), S. 277 − Diese Unterart kommt im Südwesten Kolumbiens und dem Westen Ecuadors vor. Campylorhamphus trochilirostris zarumillanus , 1926Jan Sztolcman (1926), S. 222. − Diese Subspezies ist im Nordwesten Perus verbreitet. Campylorhamphus trochilirostris napensis , 1925Frank Michler Chapman (1925), S. 4. − Diese Subspezies kommt im Osten Ecuadors und im Osten Perus vor. Campylorhamphus trochilirostris notabilis , 1934John Todd Zimmer (1934), S. 8. − Das Verbreitungsgebiet dieser Unterart umfasst den Westen Brasiliens und südlich des Amazonas. Campylorhamphus trochilirostris snethlageae , 1934John Todd Zimmer (1934), S. 6. − Dies Subspezies kommt in Zentralbrasilien vor. Campylorhamphus trochilirostris major , 1911Robert Ridgway (1911), S. 269. − Diese Unterart ist im inneren nordöstlichen, östlichen und südöstlichen Brasilien verbreitet. Campylorhamphus trochilirostris trochilirostris (, 1820)Martin Hinrich Lichtenstein (1820), S. 207. − Die Nominatform ist in den Küstengebieten im Nordosten Brasiliens verbreitet. Campylorhamphus trochilirostris devius , 1934John Todd Zimmer (1934), S. 5. − Diese Unterart kommt im westlichen und zentralen Bolivien vor. Campylorhamphus trochilirostris lafresnayanus (, 1846)Alcide Dessalines d’Orbigny u. a. (1846), S. 368, Tafel 53 Figur 2. − Diese Subspezies ist im östlichen Bolivien, dem südwestlichen Brasilien und dem westlichen Paraguay verbreitet. Campylorhamphus trochilirostris hellmayri , 1930Alfred Louis Laubmann (1930), S. 198. − Das Verbreitungsgebiet dieser Subspezies ist das südwestliche Paraguay und das nördliche Argentinien.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Rotrücken-Sensenschnabels erfolgte 1820 durch Martin Hinrich Carl Lichtenstein unter dem wissenschaftlichen Namen Dendrocolaptes trochilirostris. Das Typusexemplar hatte er aus Brasilien erhalten. 1901 führte Arnaldo de Winkelried Bertoni die für die Wissenschaft neue Gattung Campylorhamphus für den Dunkelkappen-Sensenschnabel (Campylorhamphus falcularius , 1822) (Syn. Campylorhamphus longirostris , 1901) ein.Arnaldo de Winkelried Bertoni (1901), S. 70 Der Begriff leitet sich von für -gebogen, sich beugen und für Schnabel ab.Campylorhamphus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname trochilirostris ist ein Wortgebilde aus und .trochilirostris The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Lafresnayanus ist Frédéric de Lafresnaye gewidmet, snethlageae Maria Emilie Snethlage und hellmayri Carl Eduard Hellmayr. Venezuelensis bezieht sich auf Venezuela, napensis auf die Provinz Napo, und zarumillanus auf die Provinz Zarumilla. Brevipennis setzt sich aus und brevipennis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, devius aus und .devius The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Schließlich haben die Worte thoracicus ihren Ursprung in bzw. thoracicus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, notabilis in notabilis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling und major in .major The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann kommt in seinem Werk Die Vögel von Paraguay noch zu dem Schluss, dass C. t. lafresnayanus die einzige Unterart für Paraguay ist, die auch nur im Gran Chaco vorkommt.Alfred Laubmann (1940), S. 60–61

Literatur

Einzelbelege

Weblinks

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Kategorie:Töpfervögel