Andrea L’Arronge (* 7. April 1957 als Andrea Scheu in München) ist eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.
Leben und Karriere Andrea L’Arronge ist die Tochter des Kameramanns Dieter L’Arronge (* 1931) und der Kostümbildnerin Edda Ruthenberg (1930–2014).Edda L’Arronge, Traueranzeige auf merkur.de vom 26. April 2014 Sie ist zudem die Ururenkelin von Theodor L’Arronge und die Urenkelin von Adolph L’Arronge.
Sie begann ihre Fernsehkarriere, als sie im Alter von acht Jahren in der Serie Die fünfte Kolonne auftrat. Ihr nächstes Engagement war die Rolle der Artistentochter Biggy in der Zirkusserie Salto Mortale. Nach dem Besuch des Gymnasiums absolvierte sie eine Ausbildung an einer Sprachschule und nahm zudem Unterricht in Jazz-Ballett. Sie absolvierte keine klassische Schauspielausbildung.
Es folgten Auftritte in zahlreichen Serien wie beispielsweise Der Kommissar, Derrick, Die Männer vom K3, Die Schwarzwaldklinik, Hotel Paradies, Diese Drombuschs, Weißblaue Geschichten oder Anwalt Abel. Von November 2001 (Folge 1) bis zur Einstellung im Dezember 2021 (Folge 263) spielte L’Arronge durchgehend die Rolle der Gräfin Vera Schönberg in der Fernsehserie SOKO Kitzbühel.
Auf der Leinwand war L’Arronge unter anderem in Filmen wie Das Schlangenei, Die Supernasen oder Ein Mann für jede Tonart zu sehen.
In den Pippi-Langstrumpf-Spielfilmen war sie die deutsche Stimme von Inger Nilsson in der Rolle der Pippi Langstrumpf. Daneben lieh sie als Synchronsprecherin unter anderem auch Victoria Principal, Jean Harlow, Catherine O’Hara und Colleen Camp ihre Stimme.
Im Jahr 2004 absolvierte L’Arronge eine Ausbildung zur zertifizierten Ayurveda-Spezialistin. Seit 2007 ist sie als Unternehmerin und Eigentümerin der Naturkosmetikmarke Shanti tätig. Der Anlass dafür war eine Hauterkrankung, die auf jahrelange Belastung durch Make-up, Puder etc. vor der Kamera zurückzuführen war.
Sie war von 1984 bis 2017 in zweiter Ehe mit einem Piloten verheiratet und ist Mutter einer Tochter (* 1986). Andrea L’Arronge lebt abwechselnd in München und in Italien.
Filmografie (Auswahl) 1966: Die fünfte Kolonne (Fernsehserie, Folge: Ein Auftrag für…) 1969–1972: Salto Mortale (Fernsehserie, 18 Folgen) 1973: Schulmädchen-Report. 5. Teil: Was Eltern wirklich wissen sollten (Kinofilm) 1975: Der Wohltäter (Fernsehfilm) 1975: Der Kommissar (Fernsehserie, Folgen: Der Mord an Doktor Winter und Eine Grenzüberschreitung) 1975: Tatort – Die Abrechnung (Fernsehreihe) 1975–1988: Derrick (Fernsehserie, 3 Folgen, verschiedene Rollen) 1976: Schaurige Geschichten (Fernsehserie, Folge: Wer hat Angst vor Wetzenstein?) 1976: Bier und Spiele (Fernsehserie, 14 Folgen) 1976: Inspektion Lauenstadt (Fernsehserie, Folge: Die Teppichhändler) 1977: Gefundenes Fressen (Kinofilm) 1980: Musik auf dem Lande (Fernsehfilm) 1981–2001: SOKO München (Fernsehserie, 5 Folgen, verschiedene Rollen) 1981: Der Spot oder Fast eine Karriere (Fernsehfilm) 1982: Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger (Fernsehserie, Folge: Ein Geschenkkorb für den Chef) 1983: Die Supernasen (Kinofilm) 1983: Kommissariat 9 (Fernsehserie, Folge: Der Globetrotter) 1985: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge: Der zweite Schuldspruch) 1985: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge: Am Morgen danach) 1985: Der Fehler des Piloten (Fernsehfilm) 1987: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge: Der Mann mit den zwei Gesichtern) 1987: Die Schwarzwaldklinik (Fernsehserie, 5 Folgen) 1988: Ein Fall für zwei (Fernsehserie, Folge: Kurz hinter Ankara) 1988–2001: Anwalt Abel (Fernsehserie, 19 Folgen) 1989: Die Männer vom K3 (Fernsehserie, Folge: Augen zu und durch) 1990: Hotel Paradies (Fernsehserie, 11 Folgen) 1991: Ein Heim für Tiere (Fernsehserie, Folge: Untreue) 1992: Happy Holiday (Fernsehserie, Folge: Das Foto) 1992: Diese Drombuschs (Fernsehserie, Folge: Liebe ist auch ein Recht) 1993: Clara (Miniserie, 2 Folgen) 1994: Der Neger Weiss (Fernsehfilm) 1994: Tatort – Bienzle und das Narrenspiel (Filmreihe) 1995: Ein Herz für Laura (Fernsehfilm) 1995: Der andere Wolanski (Fernsehfilm) 1995: Rosamunde Pilcher: Schlafender Tiger (Fernsehreihe) 1996: Nicht von schlechten Eltern (Fernsehserie, 13 Folgen) 1997: Kap der guten Hoffnung (Fernsehserie, 4 Folgen) 1998: Die Mädchenfalle – Der Tod kommt online (Fernsehfilm) 1999: Bittere Unschuld (Fernsehfilm) 2001: Das Doppelleben einer Mutter (Fernsehfilm) 2001: Sommerwind (Fernsehfilm) 2001–2021: SOKO Kitzbühel (Fernsehserie, 263 Folgen) 2002: Der Bulle von Tölz: Mörder unter sich (Fernsehreihe) 2005: Sommer mit Hausfreund (Fernsehfilm) 2005: Noch einmal lieben (Fernsehfilm) 2005: Das beste Jahr meines Lebens (Fernsehfilm) 2005: Ein Fall für zwei (Fernsehserie, Folge: Die Macht der Liebe) 2006: Eine Liebe am Gardasee (Fernsehserie, 4 Folgen) 2007: Hilfe, die Familie kommt (Fernsehfilm) 2007: Der Mann im Heuhaufen (Fernsehfilm) 2007: Der Ruf der Berge (Fernsehfilm) 2009: Inga Lindström: Wiedersehen in Eriksberg (Fernsehfilm) 2009: Geld.Macht.Liebe (Fernsehserie, 8 Folgen) 2009–2010: Tierärztin Dr. Mertens (Fernsehserie, 7 Folgen) 2011: Kreuzfahrt ins Glück – Hochzeitsreise nach Andalusien (Fernsehreihe) 2011: Und dennoch lieben wir 2011–2012: Der Dicke (Fernsehserie, 3 Folgen) 2012: Liebe, Babys und ein großes Herz – Liebe, Babys und ein Neuanfang (Fernsehreihe) 2013: 24 Milchkühe und kein Mann (Fernsehfilm) 2014–2018: Der Lehrer (Fernsehserie, 13 Folgen) 2016: Das Traumschiff: Palau (Fernsehfilm) 2017: 2 Sturköpfe im Dreivierteltakt (Fernsehfilm) 2018: Rosamunde Pilcher – Das Vermächtnis unseres Vaters (Fernsehfilm) 2022: Die Chefin (Fernsehserie, Folge: Ockhams Messer) 2025: Eine fast perfekte Bescherung (Fernsehfilm)
Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen, Georg Müller Verlag GmbH, München/Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 571.
Interviews Ulrike Schmidt: Mein Weg zu mir selbst. In: Münchner Merkur. 14./15. März 2026, S. 20.
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