Das Mitteleuropäische Freihandelsabkommen (, Akronym: CEFTA) ist ein Freihandelsabkommen zwischen Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Moldau, Montenegro und Serbien.https://cefta.int/cefta-parties-2/ Ziel des Abkommens ist der Abbau von Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen. Eine Teilnahme am CEFTA gilt aufgrund der damit verbundenen Kriterien als Vorbereitung für einen möglichen Beitritt zur Europäischen Union.

Mitglieder Aktuelle Mitglieder Mitglied Beitritt BIP pro Kopf (PPP) 2016 in US-Dollar rel. BIP pro Kopf (PPP) 2016 in US-Dollar(EU28 = 100 %) 2007 11.207 29 % 2007 10.951 28 % 2007 9.729 25 % 2006 14.388 37 % 2007 5.445 14 % 2007 16.123 41 % 2007 14.315 37 %

Zum Vergleich: Wirtschaftsleistung pro Kopf (PPP) in der Europäischen Union (2016): 38.686 US-Dollar

Ehemalige Mitglieder Staat Beitritt Austritt ** 1992 2004 1992 2004 1992 2004 2004 1996 2004 1997 2007 1999 2007 2002 2013 ** Infolge des Beitritts zur Europäischen Union.

Liste der Vorsitze Von 2007 bis 2025 haben folgende Staaten den Vorsitz gehabt:https://cefta.int/chair-in-office/#1463134287400-aebb67f9-4662 Land Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 / 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 / 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

Geschichte

Das Abkommen wurde am 21. Dezember 1992 von Polen, der damaligen Tschechoslowakei und Ungarn im polnischen Krakau gegründet und trat im März 1993 in Kraft. Der Freihandelsvertrag stellt neben der seit 1960 existierenden Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und dem 1994 gegründeten Europäischen Wirtschaftsraum eines der wichtigsten Wirtschaftsabkommen innerhalb Europas dar.

Entwicklung der Mitglieder 250px250px250px19922003seit 2013

Jüngere Geschichte mini|Geographische Lage der Mitglieder des CEFTA, der EU, der EFTA sowie der GUS Am 1. Januar 2007 wurde das CEFTA um die sogenannten „Westbalkan-Staaten“ und Moldau erweitert. Dabei kam es zur Lockerung einiger Aufnahmekriterien. Als Beitrittskriterien galten für die neuen Staaten nicht mehr eine Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) oder institutionalisierte Beziehungen zur EU, da etwa Bosnien und Herzegowina und Serbien weder Mitglieder der WTO sind, noch ein Stabilisierungs- und Assoziationsabkommen (SAA) mit der EU unterzeichnet hatten.

Die Vertreter Albaniens, Bulgariens, der United Nations Interim Administration Mission in Kosovo im Namen des Kosovo, Kroatiens, Mazedoniens, Moldaus, Montenegros und Rumäniens haben am 9. November 2006 in Brüssel den Vertrag zur Anwendung des CEFTA auf ihre Staaten paraphiert, Serbien am 15. Dezember. Bosnien und Herzegowina und Serbien hatten noch Vorbehalte und wünschten bessere Vertragsbedingungen als in einigen bisher bestehenden bilateralen Verträgen festgesetzt, insbesondere in Bezug auf gewisse landwirtschaftliche Produkte. Am 19. Dezember 2006 wurde der Vertrag ratifiziert, zu Neuverhandlungen betreffs der Vertragsbedingungen kam es hierbei nicht.

Bedeutung der europäischen Perspektive Die europäische Perspektive für die Staaten Südosteuropas gilt als wichtigstes Kriterium für die Entwicklung der gesamten Region und somit für die Erhaltung des Friedens in Europa. Das CEFTA soll politische Stabilität durch wirtschaftliche Zusammenschlüsse gewährleisten.

Siehe auch Westbalkan-Konferenz Regionaler Kooperationsrat

Weblinks Offizielle Website Wiener Zeitung - Eine neue Freihandelszone bis 2007 Text des CEFTA-Abkommens (englisch)

Einzelnachweise

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