mini|Säule mit Inschrift des Cn(aeus) Domitius Cn(aei) f(ilius) / Ahenobarbus / imperator / XX aus Narbo Martius, Archäologisches Museum Narbonne, 118/117 v. Chr.

Gnaeus Domitius Ahenobarbus († um 104 v. Chr.) war ein römischer Politiker der späten Republik.

Der Sohn des gleichnamigen Konsuls von 162 v. Chr. begann seine politische Karriere um 130 v. Chr. als Münzmeister. Anschließend amtierte er vermutlich von 129 bis 126 v. Chr. als Legat des Prokonsuls Manius Aquillius im Kampf gegen Aristonikos und spätestens 125 v. Chr. als Prätor. Für das Jahr 122 v. Chr. wurde er zum Konsul gewählt und führte als solcher im südlichen Gallien Krieg gegen die Allobroger. Im folgenden Jahr kämpfte er gemeinsam mit seinem Nachfolger im Konsulat, Quintus Fabius Maximus Allobrogicus, auch gegen die Arverner.

Er blieb bis 120, möglicherweise sogar bis 118 v. Chr., als Prokonsul im südlichen Gallien und annektierte das Gebiet der späteren Provinz Gallia Narbonensis mit Ausnahme des Gebiets der Stadt Massilia (heute Marseille), die ihre Unabhängigkeit bis 49 v. Chr. bewahren konnte. Die von ihm ausgebaute Straße nach Gallien, die Via Domitia, trug seinen Namen.

Im Jahr 115 v. Chr. wurde er zum Zensor gewählt. Außerdem bekleidete er das Priesteramt eines Pontifex. Sein gleichnamiger Sohn war 96 v. Chr. Konsul, sein jüngerer Sohn Lucius 94 v. Chr.

Literatur Jesper Carlsen: The Rise and Fall of a Roman Noble Family. The Domitii Ahenobarbi 196 BC – AD 68. University Press of Southern Denmark, Odense 2006, ISBN 978-87-7838-996-1, besonders S. 36–42.

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