Grisebachs Schwertpflanze (Aquarius grisebachii , Synonym: Echinodorus grisebachii ) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Aquarius innerhalb der Familie der Froschlöffelgewächse (Alismataceae). Diese Sumpfpflanze ist in der Neotropis weitverbreitet und wird als Aquarienpflanze verwendet.
Beschreibung
mini|Habitus und Laubblätter, emers Vegetative Merkmale Bei Grisebachs Schwertpflanze handelt es sich um eine mittel- bis große und kräftig wachsende, ausdauernde krautige Pflanze. Sie bildet ein Rhizom als Überdauerungsorgan.
Die in einer Blattrosette angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist bandförmig bis linealisch. Die Blattoberseite ist mittel- bis dunkel-grün.
Generative Merkmale Der Blütenstand enthält Blüten. Die Blüte ist dreizählig.
Taxonomie Die Erstbeschreibung erfolgte 1909 unter dem Namen Echinodorus grisebachii durch John Kunkel Small in Nathaniel Lord Britton et al. (Hrsg.): North American Flora, Band 17, Seite 46. Das Artepitheton grisebachii ehrt den deutschen Botaniker August Grisebach. Weitere Synonyme für Aquarius grisebachii sind: Echinodorus amphibius , Echinodorus gracilis , Echinodorus amazonicus , Echinodorus bleherae , Echinodorus parviflorus , Echinodorus eglandulosus , Echinodorus grisebachii var. minor
Vorkommen Grisebachs Schwertpflanze ist in der Neotropis weitverbreitet Es gibt Fundortangaben für Kuba, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Kolumbien, Bolivien, Venezuela, Ecuador, Peru, Suriname, Französisch-Guayana und Brasilien.
Nutzung in der Aquaristik Die Grisebachs Schwertpflanze zählt zu den beliebten Aquarienpflanzen. Grisebachs Schwertpflanze gilt dabei als anspruchslose Pflanze. Im Aquarienfachhandel wird sie allerdings nur selten angeboten.
Im Aquarium gedeiht Grisebachs Schwertpflanze am besten bei Temperaturen zwischen 22 und 28 Grad Celsius. Sie eignet sich als Mittel- und Hintergrund- sowie als Solitärpflanze. Ideal sind größere Wasserbecken ab etwa 150 Liter und mehr.
Quellen Literatur Hans-Georg Kramer: Pflanzenaquaristik á la Kramer. Tetra-Verlag, Berlin-Velten 2009, ISBN 978-3-89745-190-2, S. 126 f. (Echinodorus parviflorus, Echinodorus peruensis, Schwarze Amazonaspflanze). Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Ulmer Verlag, Stuttgart, 2. Auflage. 1999, ISBN 3-8001-7454-5, S. 238, 244, 250 f. und 261 f. Jozef Somogyi: Taxonomic, nomenclatural and chorological notes on several taxa of the genus Echinodorus (Alismataceae). In: Biologia Volume 61, Issue 4, 2006, S. 381–385.
Einzelnachweise Rafaël Govaerts (Hrsg.): Christel Kasselmann: Pflanzenaquarien gestalten. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-440-08518-X. Maarten J. M. Christenhusz, Michael Francis Fay, James W. Byng (Hrsg.): The Global Flora, Volume 4: Special Edition, GLOVAP Nomenclature Part 1. Plant Gateway Ltd., Bradford, 2018, ISBN 978-0-9929993-5-3.
Weblinks
Kategorie:Froschlöffelgewächse Kategorie:Aquarienpflanze