Die Blaue Revolution ist ein seit Mitte der 1960er Jahre laufender Versuch der Weltbank und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der UNO, die Ernährungssituation – vor allem die Versorgung mit Eiweiß – in den Entwicklungsländern zu verbessern. Dabei wird eine Umorientierung der landwirtschaftlichen Produktion hin zu Erzeugnissen der Fischzucht oder etwa der Garnelenzucht ins Auge gefasst.. Durch den höheren Ertrag an Fischen, beispielsweise Lachse, Krebsen, Weichtieren und Wasserpflanzen erhoffen sich viele durch hohe Kredite belastete Kleinbauern eine Alternative zur konventionellen Landwirtschaft..Eine blaue Revolution zur Armutsbekämpfung in Afrika? - Bundesregierung unterstützt Aquakulturprogramme. Intensive, nicht am Konzept der Nachhaltigkeit orientierte Aquakultur kann allerdings durch Verknappung oder Verschmutzung von Süßwasservorkommen, Belastung der Böden und durch ihren hohen Flächenverbrauch vor allem in Küstenbereich lang- und mittelfristig problematische Folgen für die Bevölkerung haben. Besorgniserregend ist zum Beispiel die Zerstörung von Mangrovenwäldern durch die Anlage von Garnelenzuchten in weiten Teilen Asiens und Südamerikas.Berliner Zeitung vom 17. Januar 2002: Die blaue Revolution. Daneben wird der Begriff seltener allgemein für eine Erhöhung der Effizienz der Wassernutzung durch Pflanzenzüchtung und andere Maßnahmen verwendet..
Literatur Henn, Heike: & Entwicklungspolitische Bewertung der „blauen Revolution“. Wirkungen der Aquakultur in Indien. Digitale Dissertation, Fachbereich Politik- u. Sozialwissenschaft, Freie Universität Berlin. 2003. 374 S., ISBN 978-3-631-51960-8
Weblinks Uni Erfurt: Wie nachhaltig ist die „Blaue Revolution“?
Einzelnachweise
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