Dagneux ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.
Geografie Die Gemeinde Dagneux liegt am Flüsschen Cotey, wenige Kilometer nördlich des Rhôneufers, im Einzugsbereich der 20 Kilometer entfernten Stadt Lyon. Mit der Nachbargemeinde Montluel bildet Dagneux ein zusammenhängendes Siedlungsbild. Durch das Gemeindegebiet von Dagneux führt die Autoroute A42.
Geschichte Im Jahr 885 wurde der Ort erstmals erwähnt, als Kaiser Karl III. (der Dicke) dem Bischof von Lyon auch die „villa Dagriacum“ zurückgab (Regesta Imperii I., 1705). Lange gehörte die Ortschaft zur Gemeinde Montluel. Die Kommune wurde am 31. Dezember 1829 unabhängig durch ein Dekret des französischen Königs Karl X.
Während des Zweiten Weltkriegs ermordete am 12. Juni 1944 die deutsche Besatzungsmacht in Dagneux 21 Internierte aus dem Gefängnis Montluc in Lyon. Darunter waren auch Mitglieder der Résistance.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2011 2021Einwohner 1150 1372 1812 2091 3317 3757 4183 4753 Quellen: Cassini und INSEE
Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Nizier Schloss Chiloup Französischer Soldatenfriedhof
Deutscher Soldatenfriedhof mini|Deutscher Soldatenfriedhof In der Nähe der Ortschaft befindet sich die Deutsche Kriegsgräberstätte Dagneux, die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Sachsen-Anhalts betreut und von Jugendlichen gepflegt wird. Dort sind fast 20.000 deutsche Soldaten begraben, hauptsächlich Opfer der Kämpfe in Südfrankreich nach der Landung der Alliierten an der Côte d’Azur am 15. August 1944 (Operation Dragoon). Auch die rund um Dagneux in Kriegsgefangenschaft verstorbenen deutschen Soldaten sind hier begraben.
Weblinks
Offizieller Internetauftritt der Gemeindeverwaltung Dagneux
Kategorie:Ort in Auvergne-Rhône-Alpes Kategorie:Ersterwähnung 885