Die Bayernliga ist die zweithöchste Liga im bayerischen Männerfußball. Bis zur Einführung der Regionalliga Bayern im Jahr 2012 war sie die höchste Liga. Ausgerichtet wird die Bayernliga vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV).

Modus Die Bayernliga umfasst in der Regel 18 Mannschaften pro Staffel (Nord und Süd), insgesamt also 36. Je nach Menge der auf- bzw. absteigenden Vereine kann die Anzahl aber schwanken, so waren es in der Saison 2012/13 37 Mannschaften, 18 in der Nord- und 19 in der Südstaffel.

Die Meister steigen nach Saisonende direkt in die Regionalliga Bayern auf, die Zweitplatzierten bestreiten eine Relegationsrunde mit dem Sechzehnten und Siebzehnten der Regionalliga Bayern um zwei Startplätze in der Regionalliga.

Die zwei Letztplatzierten jeder Staffel steigen in die Landesliga ab. Die Landesliga ist seit 2012 in die fünf Staffeln Nordwest, Nordost, Mitte, Südwest und Südost eingeteilt, die Meister der fünf Staffeln steigen direkt in die Bayernliga auf. Die fünf Vizemeister der Landesligen spielen in einer Relegationsrunde mit den Fünfzehnten und Sechzehnten der Bayernligen sowie dem schlechteren Tabellenvierzehnten drei weitere Startplätze in der Bayernliga aus.BFV legt Auf- und Abstiegsregelung für Verbandsligen fest. In: News. 7. August 2022. Auf Fupa.net, abgerufen am 3. Januar 2023.

Geschichte Die Bayernliga wurde erstmals in der Spielzeit 1945/46 als Landesliga ausgetragen und stellte zunächst bis 1950 die zweite und dann nach Einrichtung der II. Division unterhalb der Oberliga Süd die dritte Ebene im deutschen Ligasystem dar. Dies blieb sie auch nach Einführung der Fußball-Bundesliga bis zur Gründung der drittklassigen Regionalliga im Jahr 1994. Von 1950 bis zur Ligenreform 1978 wurde die Liga als 1. Amateurliga durchgeführt, danach als Amateur-Oberliga. Von 1994 bis zur Einführung der 3. Liga im Jahr 2008 war sie als Oberliga auf der vierten Ebene angesiedelt und stellt seitdem unter dem Namen Bayernliga die fünfthöchste Liga im deutschen Fußball dar. Seit der Spielzeit 2012/13 wird die Bayernliga wieder in zwei regionalen Gruppen Nord und Süd ausgespielt. auf www.bfv.de vom 11. Juli 2011, abgerufen am 12. Juli 2011.

Der FC Memmingen steht an erster Stelle der ewigen Bayernliga-Tabelle. (PDF; 159 kB) Die SpVgg Bayreuth ist mit acht Meisterschaften Rekordmeister der Bayernliga. Danach folgen der FC Augsburg (bis 1969 unter dem Namen BC Augsburg) mit sieben Meisterschaften und der TSV 1860 München mit fünf Meisterschaften, wobei 1860 zweimal die Meisterschaft mit der zweiten Mannschaft gewann.

Bis 1950 nahmen der Meister (und teilweise auch der Vizemeister) an einer Aufstiegsrunde gegen Meister benachbarter Amateurligen zur Oberliga Süd teil oder stieg direkt auf. Bis 1961 konnte der Bayernligameister und teilweise auch der Vizemeister, bzw. beide Staffelsieger – über eine Aufstiegsrunde gegen Meister benachbarter Amateurligen – in die 2. Oberliga Süd aufsteigen; 1962 stieg der Meister direkt auf, und 1963 gab es wegen der Einführung der Bundesliga und der Auflösung der II. Division keinen Aufstieg. 1946/47, 1947/48 und von 1953 bis 1963 gab es eine Nord- und eine Südstaffel der Bayernliga, die beiden Staffelmeister spielten den Meistertitel im direkten Vergleich aus (außer 1954; der Titelträger ist in der folgenden Auflistung zuerst genannt). Von 1964 bis 1973 stieg der Meister der Bayernliga direkt in die Regionalliga Süd auf. 1974 gab es aufgrund der Aufslösung der Redionalligen und der Einführung der zweigleisigen 2. Fußball-Bundesliga keinen Aufstieg. Ab 1975 stieg der Meister darauf folgend bis 1980 direkt in die 2. Bundesliga Süd auf. 1981 gab es aufgrund der Zusammenführung der nun eingleisigen 2. Fußball-Bundesliga keinen Aufstieg. Von 1982 bis 1991 nahm der Bayernligameister zusammen mit den Meistern benachbarter Oberligen an einer in eine Nord- und Südgruppe geteilten Aufstiegsrunde teil deren Sieger und Zweiter in die nun eingleisige 2. Bundesliga aufstieg. Mit und nach der Eingliederung der ostdeutschen Vereine in den Profifußball in der Saison 1991/92 gab es bis 1995 verschiedene Aufstiegsmodi mit Aufstiegsrunden. Ab der Einführung der Regionalligen als neue 3. Spielklasse 1995 stieg der Bayernligameister bzw. der Bestplatzierte, der aufstiegsberechtigt war, bis 2012 wieder direkt in die Regionalliga Süd auf, die bis zur Einführung der Dritten Liga 2008 die dritthöchste, danach die vierthöchste Spielklasse war. Seit der Umstrukturierung der Regionalligen 2013 steigen die Meister der seit der Saison 2012/13 in zwei Staffeln spielenden Bayernliga direkt in die höchste bayerische Spielklasse, die Regionalliga Bayern, auf, es wird kein gesamtbayerischer Meister ausgespielt.

Im Jahr 2020 gab es wegen der COVID-19-Pandemie keinen Saisonabschluss, die Spielzeit wurde verlängert und erstreckt sich somit über die Jahre 2019 bis 2021.

Liste der Meister Als „Landesliga“ (zweite Spielklasse): 1945/46 1. FC 01 Bamberg 1946/47 FC Wacker München (S) FC Bayern Hof (N) 1947/48 BC Augsburg (S) 1. FC 01 Bamberg (N) 1948/49 SSV Jahn Regensburg 1949/50 1. FC 01 Bamberg Als „1. Amateurliga“ (dritte Spielklasse): 1950/51 VfL Neustadt 1951/52 1. FC Amberg 1952/53 ATS Kulmbach 1953/54 VfL Neustadt (N) SpVgg Weiden (S) 1954/55 VfB Helmbrechts (N) FC Penzberg (S) 1955/56 VfB Bayreuth (N) ESV Ingolstadt-Ringsee (S) 1956/57 1. FC 01 Bamberg (N) FC Penzberg (S) 1957/58 1. FC 01 Bamberg (N) FC Wacker München (S) 1958/59 SpVgg Bayreuth (N) TSV Schwaben Augsburg (S) 1959/60 TSV Schwaben Augsburg (S) 1. FC Lichtenfels (N) 1960/61 1. FC Haßfurt (N) TSV 1860 München Amateure (S) 1961/62 ESV Ingolstadt-Ringsee (S) SpVgg Büchenbach (N) 1962/63 TSV Straubing (S) 1. FC 01 Bamberg (N) 1963/64 FC Wacker München 1964/65 SpVgg Weiden 1965/66 BC Augsburg 1966/67 SSV Jahn Regensburg 1967/68 ESV Ingolstadt-Ringsee 1968/69 SpVgg Bayreuth 1969/70 FC Wacker München 1970/71 SpVgg Bayreuth 1971/72 FC Wacker München 1972/73 FC Augsburg 1973/74 ASV Herzogenaurach 1974/75 SSV Jahn Regensburg 1975/76 FC Wacker München 1976/77 FC Würzburger Kickers 1977/78 1. FC Haßfurt Als „Oberliga“ (dritte Spielklasse): 1978/79 ESV Ingolstadt-Ringsee 1979/80 FC Augsburg 1980/81 MTV Ingolstadt 1981/82 FC Augsburg 1982/83 SpVgg Unterhaching 1983/84 TSV 1860 München 1984/85 SpVgg Bayreuth 1985/86 SpVgg Landshut 1986/87 SpVgg Bayreuth 1987/88 SpVgg Unterhaching 1988/89 SpVgg Unterhaching 1989/90 1. FC Schweinfurt 05 1990/91 TSV 1860 München 1991/92 SpVgg Unterhaching 1992/93 TSV 1860 München 1993/94 FC Augsburg Als „Oberliga“ (vierte Spielklasse): 1994/95 Wacker Burghausen 1995/96 SC Weismain 1996/97 TSV 1860 München Amateure 1997/98 1. FC Schweinfurt 05 1998/99 SV Lohhof 1999/2000 SSV Jahn Regensburg 2000/01 SpVgg Ansbach 09 2001/02 FC Augsburg 2002/03 1. SC Feucht 2003/04 TSV 1860 München Amateure 2004/05 SpVgg Bayreuth 2005/06 FC Ingolstadt 04 2006/07 SSV Jahn Regensburg 2007/08 SpVgg BayreuthAls „Bayernliga“ (fünfte Spielklasse): 2008/09 SpVgg Weiden 2009/10 FC Memmingen 2010/11 FC Ismaning 2011/12 TSV 1860 Rosenheim 2012/13 1. FC Schweinfurt 05 (N) SV Schalding-Heining (S) 2013/14 SpVgg Bayreuth (N) BC Aichach (S) 2014/15 Viktoria Aschaffenburg (N) TSV 1896 Rain (S) 2015/16 SV Seligenporten (N) VfR Garching (S) 2016/17 VfB Eichstätt (N) SV Pullach (S) 2017/18 Viktoria Aschaffenburg (N) SV Heimstetten (S) 2018/19 TSV Aubstadt (N) SV Türkgücü-Ataspor München (S) 2019–21Die Saison 2019/20 wurde wegen der COVID-19-Pandemie bis 2021 verlängert, 2020 gibt es keine Meister. SC Eltersdorf (N) FC Pipinsried (S) 2021/22 DJK Vilzing (N) SpVgg Hankofen-Hailing (S) 2022/23 FC Eintracht Bamberg (N) SV Schalding-Heining (S) 2023/24 SpVgg Hankofen-Hailing (N) SV Erlbach (S) 2024/25 VfB Eichstätt (N) FC Memmingen (S) 2025/26 SC Eltersdorf (N) TSV 1860 München II (S)

Besonderheiten Seit der Saison 2017/18 werden Spiele von freiwillig teilnehmenden Mannschaften beider Staffeln per Kamera aufgezeichnet und live auf sporttotal.com als Stream zur Verfügung gestellt.Bayernliga künftig live per Stream zu sehen, weltfussball.de.

Weblinks Fußball in Bayern Internetseite des Bayerischen Fußballverbands mit aktuellen Ergebnissen und Tabellen Geschichte der Bayernliga

Einzelnachweise