Der Film Amoklauf ist eine frühe Low-Budget-Produktion von Uwe Boll aus dem Jahr 1994. Er ist der erste von mehreren Filmen Bolls, die Amokläufe zum Thema haben.

Handlung Der Film reflektiert ausschnitthaft das Leben eines verbitterten Kellners, der alleinlebend und isoliert von der Außenwelt einen abgrundtiefen Hass auf seine Mitmenschen entwickelt. Zu Hause sieht er sich endlose Wiederholungen von Quizshows an, um dann schließlich zu brutalen Gewaltfilmen überzugehen, die seine Mordgelüste zumindest teilweise befriedigen.

Als sich der Protagonist beim Masturbieren von seiner Nachbarin gestört fühlt, bringt er diese zunächst mit einem Messer um, befriedigt sich zu Ende und startet, befreit von allen Hemmungen, einen mörderischen Feldzug gegen alles Menschliche, was sich bewegt.

Rezeption Rezensionen Im Lexikon des internationalen Films wird geurteilt, dass es sich bei dem Film keinesfalls um eine „Auseinandersetzung mit Reizüberflutung, Werteverlust und Gewalttätigkeit in einer zunehmend anonymeren Gesellschaft, sondern eine gedankenlose Aneinanderreihung äußerst krasser Szenen, die nicht auf Erkenntnis, sondern auf den Effekt zielen“ handele.

Festivalteilnahmen Uwe Boll nahm mit dem Film 1994 am Filmfestival Max Ophüls Preis für deutschsprachige Nachwuchsregisseure Teil, hierbei wurde der Film im Wettbewerb uraufgeführt.https://www.filmportal.de/film/amoklauf_692b8f04c3c1452793b368b1d567b425 Nach Bolls Aussage ergriff Tom Tykwer mit den Worten, es müsse auf so einem Festival [wie dem Max Ophüls] Platz für alle Genres geben, Partei für den kontrovers aufgenommenen Film.https://www.welt.de/welt_print/article3197165/Wie-der-schlechteste-Regisseur-der-Welt-seine-Filme-verkloppt.html

Rechtliche Bewertung Die ungekürzte DVD-Veröffentlichung des Films ist in Deutschland seit 2011 indiziert.

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1994 Kategorie:Horrorfilm Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Low-Budget-Film Kategorie:Amok im Film Kategorie:Indizierter Film Kategorie:Uwe Boll