mini|Oben Nudel, unten Abziehpresse (1897) Als Abziehpresse oder Andruckpresse (englisch: proof press, proofing press, galley press) bezeichnet man eine Druckpresse, die lediglich der Anfertigung von Korrekturfahnen oder Kleinstauflagen mit meist geringer Druckqualität dient. Die Abziehpresse benutzt eine flache Form und einen runden Gegendruck, der anders als bei den Schnellpressen (Automaten) über die Druckform bewegt wird. Dabei gibt es einfache Varianten ohne Anlage und Farbwerk und kompliziertere Versionen mit Papieranlage und automatischem Nachfärbewerk. Es gibt Varianten mit fest geführtem Gegendruck, in einzelnen Fällen auch einstellbarem Gegendruck und Varianten, bei denen der Gegendruck nur lose mit seinem Eigengewicht auf der Form aufliegt.

Diese Pressen waren im Buchdruck (Hochdruck) wichtige Werkzeuge, die teilweise auch verwendet wurden um Vorlagen für andere Druckverfahren zu erstellen (spezielle Andruckpressen für Barytabzüge). Andruckpressen werden heute, ihres einfachen Aufbaus wegen, oft von Schulen und Künstlern und Kunsthochschulen benutzt.

Die einfachste Bauform einer Andruckpresse ist die oft „Nudel“ genannte Variante, bei der keine Getriebe verwendet werden. Hier wird der Zylinder entlang an Leisten, welche die Führung bieten, gezogen oder geschoben. Noch einfacher ist der in der Kunsterziehung verwendete Druck mit dem Nudelholz/Wellholz, was den vorgenannten Maschinen wohl den Namen eingebracht hat.

Für hochwertige Drucke wurden ab den späten 50er Jahren Pressen mit

Verstellbarem Fundament Verstellbarem (Höhe zur Form) Druckzylinder

gebaut. Diese waren auch als Andruckpressen für Klischees im Einsatz.

Einzelnachweise

Kategorie:Druckmaschine