Google ist eine Websuchmaschine des US-amerikanischen Unternehmens Google LLC.

Die Suchmaschine ist in viele Webbrowser standardmäßig integriert, so z. B. in Googles eigenem Webbrowser Google Chrome. Es existieren Google-Apps für iOS, Android und Windows, in denen unter anderem auch mit Sprache gesucht werden kann. Zudem gab es bis 2021 die Google Toolbar.

Google steht in direkter Konkurrenz zu anderen Suchmaschinen wie zum Beispiel Microsoft Bing, Yandex in Russland, Baidu in China und Qwant in Europa, hat aber einen dominanten Anteil am globalen Suchmaschinenmarkt.

Geschichte

Der Vorläufer BackRub, der von Larry Page und Sergey Brin an der Stanford University entwickelt wurde, begann mit dem Echtbetrieb im Jahr 1996, seit 15. September 1997 ist die Suchmaschine unter dem Namen Google online. Seitdem hat sich ihre Oberfläche nur geringfügig verändert. Durch den Erfolg der Suchmaschine in Kombination mit kontextsensitiver Werbung (Sponsorenlinks) auf den Ergebnisseiten aus dem AdWords-Programm konnte das Unternehmen Google eine Reihe weiterer Produkte finanzieren. Die Suche ist allerdings nach wie vor das Kerngeschäftsfeld von Google.

Die Bezeichnung Google basiert auf einem Wortspiel, manche Quellen sprechen auch von einem Rechtschreibfehler, mit der amerikanischen Aussprache des Wortes googol. Edward Kasner hatte den Ausdruck in den 1920er JahrenVgl. geprägt, um der Zahl 10100 (einer Eins gefolgt von einhundert Nullen) einen Namen zu geben. Die Google-Gründer wiederum suchten eine treffende Bezeichnung für die Fülle an Informationen, die ihre Suchmaschine im Web finden sollte.

Mit mehr als 3 Milliarden Suchanfragen pro Tag hat Google einen Anteil von ca. 90 % am globalen Suchmaschinenmarkt (Stand September 2025) und ist die meistbesuchte Website der Welt.

Funktionen mini|Eine Beispiel-Suchanfrage bei Google Google zeigt zehn Suchergebnisse je Seite an. Die Darstellungsform eines Treffers kann sich unterscheiden, normalerweise werden der Titel, die Zusammenfassung und der Link angezeigt. Auf der Ergebnisseite wird über den Ergebnissen eine Leiste angezeigt, mit der man schnell zu anderen Suchdiensten von Google, wie der Landkarten-, Nachrichten-, Bilder-, Video-, Shopping- und Bücher-Suche, wechseln kann. Bei einigen Suchbegriffen zeigt Google bereits auf der Ergebnisseite direkt Informationen, News und Bilder zum Suchbegriff an.

mini|150px|Logo-Favicon von Google seit 12. Mai 2025 Google vereinfacht durch verschiedene Funktionen die Eingabe von Suchanfragen. Wenn der Benutzer ein Suchwort eintippt, werden seit 2008 Vorschläge für den gesuchten Begriff unter dem Tippfeld angezeigt, ursprünglich mit der ungefähren Ergebnisanzahl der einzelnen Vorschläge. Dieses Verfahren heißt automatische Vervollständigung (, früher Google Suggest). Diese Funktion ist in Deutschland seit dem 1. April 2009 verfügbar. Die vorgeschlagenen Begriffe basieren auf Suchhäufigkeit, geografischer Verteilung, saisonalen Trends und Nutzerverhalten. Google kombiniert dabei historische Suchdaten mit Echtzeit-Trends und maschinellem Lernen, um relevante Vorschläge zu generieren.

Die Funktionalität wird auf Basis der Ajax-Technologie zur Verfügung gestellt, bei der für die Datenübertragung kein erneuter Seitenabruf im Webbrowser nötig ist. Google filtert anstößige Vervollständigungen aus den Vorschlägen. Wenn der Benutzer nach dem Eintippen des Suchbegriffes auf die Schaltfläche Auf gut Glück klickt, wird er direkt zum ersten Suchergebnis weitergeleitet. Diese Funktion ist nur in der Desktop-Version verfügbar.

Zudem bietet Google eine Rechtschreibprüfung, diese liefert bei falsch geschriebenen Wörtern einen Vorschlag zur richtigen Schreibweise („Meinten Sie …“). Die Empfehlung beruht auf einem phonetischen, vollautomatisierten Vergleich.

Ende 2010 wurde „Instant Previews“, eine Funktion zur schnellen Ergebnisvorschau, eingeführt. Dies wurde im April 2013 entfernt, da es laut Angabe von Google selten benutzt wurde.

Übersichten mit KI

mini|Beispiel einer Zusammenfassung auf die Frage, ob vor 30 Jahren 1995 war. Manche Angaben sind redundant. Mit der Vorstellung von Bard (heute Gemini) kündigte Google an, die Suche um KI-gestützte Funktionen mittels Chatbot zu erweitern.

Google hat „Übersichten mit KI“ (AI Overviews) in die Suchergebnisse integriert. Diese Funktion wurde 2024 zunächst in den USA verfügbar und Ende März 2025 auch für mehrere europäische Staaten freigeschaltet; in der deutschsprachigen Fassung werden die KI-Kurzfassungen unter der Überschrift „Übersicht mit KI“ vor anderen Suchergebnissen angezeigt.

KI-Modus

Im Mai 2025 führte Google einen sogenannten „KI-Modus“ (AI Mode) für seine Websuche ein, der ab Oktober 2025 auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar war. Diese Funktion erweitert die klassische Suchmaske um eine dialogbasierte Benutzeroberfläche, die auf generativer künstlicher Intelligenz basiert. Nutzer können in diesem Modus komplexe Fragen stellen und erhalten direkt formulierte Antworten, die aus verschiedenen Quellen zusammengefasst und kontextualisiert werden. Der KI-Modus ermöglicht zudem Folgefragen, wodurch eine konversationsähnliche Interaktion mit der Suchmaschine entsteht. Es ist eine Gemini Integration direkt in der Google Suchmaschine.

Der KI-Modus unterscheidet sich von den zuvor genannten „KI-generierte Kurzfassungen“ dadurch, dass er nicht nur kurze Zusammenfassungen über den Suchergebnissen anzeigt, sondern eine vollständige interaktive Konversation mit der Suchmaschine ermöglicht.

Knowledge Graph Im Dezember 2012 führte Google den „Google Knowledge Graph“ ein, einen Wissensgraphen, der bei bestimmten Suchbegriffen wie Tieren, Pflanzen, Orten, Bauwerken und berühmten Menschen, aber auch bei sachlichen Begriffen wie Kugel oder Salzsäure eine Detailansicht mit Daten und einem Teil der Einleitung des entsprechenden Wikipedia-Artikels anzeigt. Bei geographischen oder ortsfesten Begriffen, wie Bauwerken oder z. B. Baumarkt München wird zudem eine durch Anklicken vergrößerbare Google-Maps-Karte mit markierten Standort(en) eingeblendet. Ebenfalls werden ähnliche Suchbegriffe bzw. Objekte angezeigt. Auch beantwortet Google nun selber einfache Fragen. So wird z. B. bei der Frage: „Wie hoch ist der Eiffelturm?“ noch über dem ersten Ergebnis die Antwort eingeblendet. Der „Knowledge Graph“ bietet die Grundlage für Google Now und Google Home. Die Informationen dafür stammen aus öffentlichen Lexika wie Wikipedia und dem CIA World Factbook.

Zusatzfunktionen Die Hauptanwendung von Google ist die Suche nach Internetseiten, Google bietet aber auch andere Funktionen, von denen hier einige vorgestellt werden:

Taschenrechner: Bei Eingabe einfacher mathematischer Schreibweisen wie z. B. „2+5(4/5)^8“ gibt Google das Ergebnis der Rechnung (= 2.8388608) zurück. Funktionsgraphen: Durch die Eingabe einer Funktion wie „y=x*x“ wird diese in einem Graphen angezeigt, in diesem Beispiel eine Normalparabel. Um mehrere Funktionen gleichzeitig zu sehen, gibt man sie mit Kommas getrennt ein. PC-Browser mit WebGL-Unterstützung zeichnen auch dreidimensionale Funktionen wie „z=x*y“. Einheitenrechner: Es können auch Einheiten umgerechnet werden, etwa „Inch in cm“, „USD in Euro“ oder „l/100 km in Meilen pro Gallone“ Die Suche nach „Rechner“ zeigt einen Taschenrechner an, die Suche nach „Einheiten umrechnen“ einen Einheitenumrechner, die Suche nach „Währungsrechner“ einen Währungsumrechner. Adressen-Suche: Wer eine Adresse bei der Google-Suche eingibt, bekommt diese auf einer Karte von Google Maps angezeigt. Die Suche nach „Standort“ zeigt den aktuellen Standort. Übersetzer: Beim Eingeben von „Übersetzung“ („Translate“ bei der englischen Sprachversion) und einem beliebigen Wort übersetzt Google dieses automatisch. Oftmals reicht auch schon die alleinige Eingabe des Begriffs ohne den Zusatz „Übersetzung“, um diese angezeigt zu bekommen. Auf Wunsch kann man sich die Aussprache des Wortes anhören. Wörterbuch: Die Suche nach „definiere“, „Definition“ oder „Bedeutung“ und einem Wort zeigt einen Wörterbucheintrag für dieses Wort an. Die Suche nach „Wörterbuch“ zeigt ein Wörterbuch-Suchfeld an. Wetter: Durch die Eingabe von „Wetter“ und dem Namen der Stadt erscheint der Wetterbericht für die kommenden sieben Tage. Die Suche nach „Wetter“ (ohne Stadt) zeigt den Wetterbericht für den aktuellen Standort. Zeitrechnung: „Uhrzeit“, „Datum heute“, „Zeitzone“; „Datum in 20 Tagen“, „Datum vor 20 Tagen“; „Datum 10 Tage nach 20.10.2025“, „Datum 10 Tage vor 20.10.2025“; „Tage von 2.3.2026 bis 31.8.2027“; „Zeit“, „Datum“, „Zeitzone“ bzw. „Zeitzonen“ und ein Ort oder ein Land; „Zeit“ oder „Zeitunterschied“ und zwei Orte; „Tag“ oder „Wochentag“ und ein Datum; „Datum“ und ein Wochentag; „Datum“ und der Name eines besonderen Tages; „Sonnenaufgang“, „Sonnenuntergang“ (optional: Ort, Datum); „Sommerzeit“ oder „Zeitumstellung“ Zufallsereignisse: „Zufallszahl“ oder „Zufallsgenerator“, „Würfel“ oder „würfeln“, „Münzwurf“ oder „münze werfen“, „Dreidel“, „Google Spinner“ (Drehscheibe mit Zahlen) Hilfsmittel: „Google Wasserwaage“ (am Smartphone), „Farbwähler“, „Google Tuner“ (Stimmgerät), „Metronom“, „Periodic Table“, „Timer“ (optional: Dauer), „Stoppuhr“ Spiele: Baseball, Block Breaker, Gartenzwerge, „Gedächtnisspiel“, Halbmond, Halloween, Insel der Champions, Jerry Lawson, Kricket, „Minesweeper“, „Pac-Man“, Popcorn, Panipuri, Pétanque, Pony Express, „Snake“, „Solitaire“, „Tic-Tac-Toe“ Weitere: „Route“, „Distanz“ oder „Entfernung“ und ein oder zwei Orte, „Tiergeräusche“, „Atemübung“, „Emoji Kitchen“, „Fidget Spinner“

Erweiterte Suche Die Google-Suche unterstützt neben einfachen Begriffen auch eine erweiterte Syntax. Die erweiterte Syntax kann entweder direkt im Suchfeld eingegeben werden oder über den Menüpunkt „erweiterte Suche“. Google unterstützt einerseits Boolesche Operatoren sowie spezielle Schlüsselbegriffe. Ein Schlüsselbegriff wird dabei durch einen Doppelpunkt „:“ gekennzeichnet. Es darf bei den Schlüsselbegriffen kein Leerzeichen auf den Doppelpunkt folgen.

Neben den offiziell von Google gelisteten Schlüsselbegriffen bzw. Suchoperatoren gibt es noch weitere, welche ebenfalls existieren, jedoch nicht in der Google-eigenen Übersicht auftauchen. Nachfolgend ist eine kleine Auswahl dargestellt.

Schlüsselbegriff Beispiel Funktionsweise filetype: buch filetype:pdf Begrenzt die Suchergebnisse auf die angegebene Dateiendung. site: Zellkern site:de.wikipedia.org Mit diesem Schlüsselbegriff lässt sich die Suche auf eine bestimmte Domain eingrenzen, zum Beispiel falls eine Website keine eigene Suchfunktion hat oder zur Suche innerhalb einer Top-Level-Domain. * Größter * der Welt Platzhaltersymbol, das beliebige Ersatzwörter im Kontext der Abfrage zulässt. " " "höchstes Gebäude" Erzwingt die Aufnahme eines exakten Wortes oder einer Phrase in die Suche – zeigt nur Suchergebnisse, die die Phrase höchstes Gebäude verwenden. - Apfel -Baum Schließt ein Wort aus der Suche aus – zeigt nur Suchergebnisse, die das Wort Baum nicht verwenden.

Ein weiterer Suchoperator ("cache") ermöglichte es, die Ergebnisse auf die von Google zwischengespeicherten früheren Versionen von Webseiten zu beschränken, was zum Beispiel bei Portalen mit häufig wechselnden Inhalten nützlich sein konnte. Der Suchoperator "cache" kann seit Januar 2024 nicht mehr eingesetzt werden.

Die angewendeten Suchformeln lassen sich in Form der URL, die Google bei einer Suche ausgibt, speichern, wiederholen und verlinken.

Easter Eggs Auf einigen Websites versteckten Google-Programmierer Easter Eggs, also scherzhafte Überraschungen. Einige wurden bekannt, so etwa: