Klaus Stern (* 1968 in Ziegenhain) ist ein deutscher Dokumentarfilmer und Filmemacher.
Leben Der im nordhessischen Schwalmstadt-Ziegenhain geborene Klaus Stern absolvierte von 1984 bis 1987 eine Ausbildung zum Briefträger und trug die Post in Stadtallendorf aus. Anschließend leistete er 1988 den Zivildienst in Marburg ab und holte das Fachabitur nach. Danach studierte er Wirtschaftspädagogik und Politik an der Universität Kassel und legte einen Abschluss als Diplom-Handelslehrer ab. Sein Praktikum beim HR weckte sein Interesse am Film. Beim HR drehte er seinen ersten filmischen Beitrag „Live aus Alabama“. Seit 1999 begann er autodidaktisch eigenständige Dokumentarfilme zur neueren deutschen Geschichte und aktuellen Themen zu drehen. Zu seinen bevorzugten Themen gehören Personen und Geschichten, die exemplarisch für gesellschaftliche Brüche stehen.
Seine erste Dokumentation war der 1999 viel beachtete Film über den 1975 entführten Landesvorsitzenden der CDU von Westberlin, den Politiker Peter Lorenz mit dem Titel Der Austausch – Die vergessene Entführung des Peter Lorenz.
2005 wurde sein Dokumentarfilm Weltmarktführer – Die Geschichte des Tan Siekmann, eine Auftragsarbeit für das ZDF, mit dem Herbert Quandt Medien-Preis der Johanna-Quandt-Stiftung ausgezeichnet, sowie 2006 mit dem Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie Information & Kultur. Dieser Film erzählt vom Aufstieg und Fall des New Economy Unternehmens Biodata AG, das Sicherheitstechnik entwickelte, als Star der Internetunternehmen hochgejubelt wurde und letztlich von den Anlegern und den Maklern mit großem finanziellem Schaden fallen gelassen wurde. Seine Dokumentation Versicherungsvertreter – Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker erhielt den 1. Preis des Helmut-Schmidt-Journalistenpreis 2012. Sein Dokumentarfilm Watching You – Die Welt von Palantir und Alex Karp eröffnete das DOK.fest München 2024 und wurde für den Roman-Brodmann-Preis 2024 nominiert.
Klaus Stern lebt und arbeitet in Kassel.
Filmografie 2000: Der Austausch – Die vergessene Entführung des Peter Lorenz 2000: Unschuldig – Schuldig? Die Geschichte des Peter Pompetzki 2002: Andreas Baader – Der Staatsfeind 2004: Weltmarktführer – Die Geschichte des Tan Siekmann 2005: Gestatten, Bestatter – Der Insolvenzverwalter Fritz Westhelle 2007: Lawine – Leben und Sterben des Werner Koenig 2008: Henners Traum – Das größte Tourismus-Projekt Europas 2011: Versicherungsvertreter – Die erstaunliche Karriere des Mehmet GökerInternetpräsenz des Films Versicherungsvertreter. Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker 2012: SpielerberaterKurzrezension von Süddeutsche.de über Sterns Film 'Spielerberater' Abgerufen am 20. Juni 2012. 2015: Versicherungsvertreter 2 – Mehmet Göker macht weiter 2017: Der Bürgermeister-Macher. Wahlkampf in der Provinz 2022: Die Autobahn – Kampf um die A 49 2024: Watching You – Die Welt von Palantir und Alex Karp 2025: Der Präsident – Doku über den Influencer und "Sneaker-Millionär" Stepan Timoshin
Beteiligung an Filmwettbewerben Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 2004 Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 2008 Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 2011 Dok Leipzig 2011 Berlinale 2012 Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 2017 Internationales Dokumentarfilmfestival München 2024 Auszeichnungen 2003: Deutscher Fernsehpreis für Andreas Baader – Der Staatsfeind 2005: Herbert-Quandt-Medien-Preis für Weltmarktführer 2006: Adolf-Grimme-Preis Kategorie Information & Kultur für Weltmarktführer zum Film Weltmarktführer 2008: Hessischer Filmpreis (Hauptpreis) für Lawine – Leben und Sterben des Werner Koenig 2009: Hessischer Filmpreis (Hauptpreis) für Henners Traum – Das größte Tourismus-Projekt Europas 2010: Adolf-Grimme-Preis Kategorie Information & Kultur für Henners Traum – Das größte Tourismus-Projekt Europas 2016: 1. Preis des Helmut-Schmidt-Journalistenpreis für Versicherungsvertreter – Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker 2017: Ehrenpreis des Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 2018: Hessischer Filmpreis für Wolf of Kassel. Abgerufen am 13. Oktober 2018.
Literatur Bettina Fraschke: Hessisch Niedersächsische Allgemeine vom 16. März 2006. Kultur, KS-KU2 Alexander Röder: FRIZZ Magazin. Kassel Ausgabe-November 2017, S. 8–9
Weblinks
Homepage zum Film Weltmarktführer Homepage zum Film Lawine – Leben und Sterben des Werner Koenig „Ohne Erzähler“ Dokumentarfilmer Klaus Stern im Porträt Von Camilla Hildebrandt fazjob.net über Klaus Stern
Einzelnachweise
Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Hochschullehrer (Kunsthochschule Kassel) Kategorie:Person (Schwalmstadt) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Mann