mini|hochkant|Michael Ostrowski beim Eurovision Song Contest 2026 Michael Ostrowski, eigentlich Michael Stockinger (* 3. Jänner 1973 in Leoben), ist ein österreichischer Schauspieler, Drehbuchautor und Moderator.
Leben Michael Ostrowski wuchs in Rottenmann in der Steiermark auf. Er studierte ab 1991 In: Falter, Nr. 11/2006; Interview mit Michael Ostrowski. Englisch und Französisch in Graz, Oxford und New York und verfügt auch über Italienisch- und Spanischkenntnisse. Zwischen April und Dezember 2000 war er als Fellow am Institute for Advanced Studies on Science, Technology and Society in Graz wissenschaftlich tätig. Sein Studium schloss er als Magister der Philosophie (Mag. phil.) ab.
Zur Schauspielerei gelangte er während seines Studiums eher zufällig, als er mit Ed Hauswirth von der experimentellen Grazer Theatergruppe Theater im Bahnhof in Kontakt kam., In: Kleine Zeitung, 26. September 2010 Er wohnte einige Jahre im Grazer Stadtbezirk Lend und dort absolvierte er 1993 seine ersten Auftritte.OSTROWSKI MACHT DEN LEND UNSICHER (18. September 2017) 2002 gewann er mit ihnen den Nestroy-Theaterpreis für die beste Off-Produktion.
mini|Mit Andreas Prochaska, Uwe Lubrich, Alfred Schwarzenberger und Danny Krausz bei der Premiere von Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott (2010)
Seine erste Filmrolle übernahm er 2001 in einem Kurzfilmprojekt von Barbara Albert. Zu dieser Zeit änderte er seinen Nachnamen von „Stockinger“ in „Ostrowski“, da es einen anderen Schauspieler und Kabarettisten gleichen Namens gibt. Seine erste Kinofilmrolle erhielt er 2002 in Nogo, in dem er als „Sam“ einen der Hauptdarsteller spielte. Der bisher erfolgreichste und bekannteste Film, in dem er mitwirkte, war die Komödie Nacktschnecken aus dem Jahr 2004, deren Drehbuch er Ende der 1990er-Jahre verfasst hatte. Regie bei diesem Film führte Michael Glawogger, durch den er „wirklich Filmschauspielen gelernt“ habe. Die Zusammenarbeit mit Glawogger, den er als „unheimlich ‚technisch‘ bzw. filmisch und dramaturgisch denkende[n] Mensch[en]“ bezeichnete, empfand Ostrowski als „großes Glück“, da er „seinen reduzierten, filmischen Blick auf die Schauspielerei gelernt habe.“ Ostrowski spielt auch weiterhin Theater, etwa am Grazer Schauspielhaus und an den Wiener Kammerspielen. Als Mitautor am Drehbuch zum Spielfilm Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott (2010), in dem er auch die Hauptrolle spielte, wurde er 2011 mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet.
Seit den 1990er-Jahren betätigt sich Ostrowski regelmäßig als Moderator verschiedener Veranstaltungen. So moderierte er unter anderem die „Krone-Fußballgala“ und die Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2003. 2008, 2009 sowie 2010 führte er durch das Programm des Amadeus Music Award. Zusammen mit Pia Hierzegger moderiert er seit 2012 die satirische Talkshow Demokratie – Die Show auf Puls 4, seit 2014 außerdem den FM4-Protestsongcontest im Rabenhof Theater. Im Oktober 2024 präsentierte er gemeinsam mit Teresa Vogl die ORF2-Sendung 100 Jahre Radio – Die Show.
Am 29. Jänner 2026 gab der ORF bekannt, dass Ostrowski gemeinsam mit Victoria Swarovski den Eurovision Song Contest 2026 in Wien moderieren werde.
Sein Regiedebüt hatte er bei dem Spielfilm Hotel Rock’n’RollHotel Rock'n'Roll. Filminfo auf der Kinowebsite Uncut, dem dritten Teil der „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“-Trilogie des 2014 verstorbenen Michael Glawogger.
Ostrowski ist seit August 2012 in einer Beziehung mit der Schauspielerin Hilde Dalik (* 1978) und hat vier Kinder. Drei Kinder stammen aus einer früheren Beziehung, mit Hilde Dalik hat er eine gemeinsame Tochter.
Filmografie Kinofilme
Fernsehfilme (Auswahl)
Serien (Auswahl)
Publikationen
Michael Stockinger. Experiments on living matter or How to save the narrative from extinction : the unfinished story of Don DeLillo's and Jean Baudrillard's cultural pathology. Hochschulschrift. Universität Graz. 1998. Der Onkel, Roman, Rowohlt Verlag, Hamburg 2022, ISBN 978-3-498-00329-6.
Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Österreichischer Filmpreis 2011 Bestes Drehbuch für Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott mit Uwe Lubrich, Alfred Schwarzenberger und Andreas Prochaska Romyverleihung 2025 Auszeichnung in der Kategorie Show/Unterhaltung für 100 Jahre Radio – Die Show mit Teresa Vogl
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Darstellender Künstler (Österreich) Kategorie:Träger des Österreichischen Filmpreises Kategorie:Teilnehmer an der Prominenten-Millionenshow Kategorie:Romy-Preisträger Kategorie:Absolvent der Universität Graz Kategorie:Person (Steiermark) Kategorie:Moderator des Eurovision Song Contest Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Mann