mini|Sabine Derflinger (links) mit Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer bei der Verleihung des Grimme-Preises 2014 Sabine Derflinger (* 1963 in Wels) ist eine österreichische Regisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin.
Leben Sabine Derflinger wuchs in Vöcklabruck/Oberösterreich auf.Sabine Derflinger, OÖNachrichten , 30. April 2007 Sie war mehrere Jahre als Regie- und Produktionsassistentin beim Film tätig, bevor sie 1991 ihr Studium an der Filmakademie Wien in den Fachrichtungen Buch und Dramaturgie aufnahm. Sie schloss es 1996 mit der Diplomarbeit „Filmerzählungen zwischen Epik & Dramatik“ erfolgreich ab.
Sie realisierte als Drehbuchautorin und Regisseurin Spiel- und Dokumentarfilme sowie Fernsehserien. 2010 gründete sie die Produktionsfirma Derflinger Film. Sie war 2011 der erste weibliche Regisseur bei einer österreichischen Folge der Krimireihe Tatort (Falsch verpackt).Andrea Hlinka: Mit Lust am Rollenspiel. Tatort-Regisseurin Sabine Derflinger im Porträt. Kurier, 20. Dezember 2012 Es folgte ein weiterer österreichischer Tatort (Angezählt) sowie der deutsche Tatort: Borowski und das Meer. Angezählt spielte im Wiener Prostitutionsmilieu und gab Anstoß zu einer medialen Debatte über das Thema Prostitution. Für diese Regiearbeit wurde Derflinger 2014 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Beim ORF drehte sie Folgen der Serien Paul Kemp – Alles kein Problem, Vier Frauen und ein Todesfall und der Fernsehserie Vorstadtweiber.Julia Pühringer: Sabine Derflinger: Ihre Weiber im TV, Emma, November/Dezember 2017, 25. Januar 2018
Zu ihren Dokumentarfilmen gehört Die Dohnal, mit dem sie die österreichische Frauenministerin und Feministin Johanna Dohnal porträtierte.Patrick Wellinski: Neu im Kino: „Die Dohnal“. Porträt einer österreichischen Feministin, Deutschlandfunk Kultur, 29. Juli 2021 Der abendfüllende Film hatte auf der Viennale 2019 Premiere,Maya McKechneay: „DIE DOHNAL“. Von Männern gefürchtet, von Frauen geliebt, ORF.at, 1. November 2019 wurde mit dem „Großen Preis des Landes Steiermark“ bei dem Filmfestival Diagonale 2020 prämiertDiagonale 2020: Elf Auszeichnungen für ORF-kofinanzierte Produktionen, ORF, 30. Juni 2020 und mit dem Österreichischen Filmpreis 2021 ausgezeichnet. Jener sei „Porträt und Geschichtsstunde, aber auch aktuelle Standortbestimmung in Sachen Gleichberechtigung“, befand die Süddeutsche Zeitung.Welche Filme sich lohnen - und welche nicht. Von den SZ-Kritikern, Süddeutsche Zeitung, 29. Juli 2021 2020/21 drehte Derflinger das erste filmische Porträt über Alice Schwarzer für das Kino mit dem Arbeitstitel So läuft das nicht. Der Film wurde vom ORF und vom Filmfonds Wien gefördert. Gedreht wurde in Wuppertal, Wien, Paris und Köln.Derflinger dreht Doku über Alice Schwarzer, Goiginer verfilmt Felix Mitterers "Märzengrund". Der Standard, 4. Mai 2020Anna-Maria Wallner: Alice Schwarzer: „Ich denke oft: Wie hab' ich das denn überlebt?“ Die Presse, 17. September 2021 Der Film kam im Mai 2022 unter dem Titel Alice Schwarzer in die Kinos.Premiere von Alice Schwarzer im Wiener Filmcasino am 4. Mai 2022.. www.filmcasino.at, abgerufen am 5. Mai 2022. Auch für Alice Schwarzer wurde sie mit dem „Großen Diagonale-Preis des Landes Steiermark - Bester Dokumentarfilm 2022“ ausgezeichnet.
Filmografie
Auszeichnungen 1994: Hans Cermak Preis für Geraubte Kindheit 1996: Interkulturpreis Oberösterreich für Achtung Staatsgrenze 1997: Talentförderungspreis des Landes Oberösterreich 1998: Grünpreis Kultur für Rounder Girls 1998: Carl Mayer Drehbuchförderungspreis für Vollgas 2001: Thomas Pluch Förderungspreis für Vollgas 2002: Max Ophüls Festival – Förderpreis Langfilm der Jury für VollgasÖsterreichische Filme räumten beim Max-Ophüls-Festival ab, Wiener Zeitung, 29. Januar 2002 2003: Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Film 2003: Österreichischer Förderpreis für Filmkunst 2005: ver.di-Fernsehpreis für Kleine Schwester 2012: Wiener Frauenpreis 2014: Grimme-Preis (Regie) für den Tatort: Angezählt50. Grimme-Preis 2014 2016: Deutscher Regiepreis Metropolis für Vorstadtweiber, Staffel 2/Folge 6 2017: Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien 2020: Großer Preis der Diagonale für Die Dohnal 2021: Österreichischer Filmpreis – Auszeichnung in der Kategorie Bester Dokumentarfilm für Die DohnalValerie Dirk: Österreichische Filmpreise gehen an Wollner und Derflinger, Der Standard, 8. Juli 2021 2022: Großer Diagonale-Preis des Landes Steiermark – Bester Dokumentarfilm für Alice Schwarzer 2022: Kulturpreis des Landes Oberösterreich – Großer Landespreis für Kultur in der Sparte Film und Video
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Fernsehregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Träger des Kulturpreises des Landes Oberösterreich Kategorie:Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien Kategorie:Grimme-Preisträger Kategorie:Träger des Österreichischen Filmpreises Kategorie:Mitglied der Akademie des Österreichischen Films Kategorie:Person (Film, Wien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Frau