Das Kabinett Schröder II war die vom 22. Oktober 2002 bis 22. November 2005 amtierende Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland.

Abstimmung im Bundestag + Berlin, 22. Oktober 2002 – Gesamtstimmenzahl 603 – absolute Mehrheit 302 WahlgangKandidat Stimmen Stimmenzahl AnteilKoalitionspartei(en) 1. WahlgangGerhard Schröder (SPD) Ja-Stimmen 305 50,6 %SPD, Grüne Nein-Stimmen 292 48,4 % Enthaltungen 2 0,3 % Ungültig 0 0,0 % nicht abgegeben 4 0,7 % Damit wurde Gerhard Schröder wieder zum Bundeskanzler gewählt.

+ Berlin, 1. Juli 2005 – Gesamtstimmenzahl 601 – absolute Mehrheit 301 WahlgangKandidat Stimmen Stimmenzahl AnteilKoalitionspartei(en) VertrauensfrageGerhard Schröder (SPD) Ja-Stimmen 151 25,1 %SPD, Grüne Nein-Stimmen 296 49,3 % Enthaltungen 145 24,6 % Ungültig 0 0,0 % nicht abgegeben 6 1,0 % Damit wurde Gerhard Schröder nicht das Vertrauen ausgesprochen.

Kabinett + Kabinett Schröder II – 22. Oktober 2002 bis 18. Oktober 2005 (Bis zum 22. November 2005 mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt) Amt oder Ressort Bild Name Partei Parlamentarische Staatssekretäre bzw. StaatsministerWeder Parlamentarische Staatssekretäre noch Staatsminister sind nach GG Teil der Bundesregierung. Partei Bundeskanzler rahmenlos|zentriert|100px (* 1944) SPD Rolf SchwanitzChristina Weiss SPD Stellvertreter des BundeskanzlersAuswärtiges rahmenlos|zentriert|100px rowspan="2" (* 1948) GrüneHans Martin Bury SPDKerstin Müller Grüne Inneres rahmenlos|zentriert|100px rowspan="2" (* 1932) SPD Fritz Rudolf Körper SPDUte Vogt Justiz rahmenlos|zentriert|100px (* 1953) SPD Alfred Hartenbach SPD Finanzen rahmenlos|zentriert|100px rowspan="2" (* 1941) SPD Karl Diller SPDBarbara HendricksWirtschaft und Arbeit rahmenlos|zentriert|100px rowspan="3" (1940–2020) SPDGerd Andres SPDDitmar StaffeltRezzo Schlauch Grüne Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft rahmenlos|zentriert|100px rowspan="2" (* 1955)bis 4. Oktober 2005 Grüne Gerald Thalheim(bis 22. November 2005) SPD Matthias Berninger(bis 22. November 2005) Grüne rahmenlos|zentriert|100px (* 1954)ab 4. Oktober 2005 kommissarisch Verteidigung rahmenlos|zentriert|100px (1943–2012) SPD Walter KolbowHans Georg Wagner SPD Familie, Senioren, Frauen und Jugend rahmenlos|zentriert|100px rowspan="2" (* 1943) SPD Marieluise Beck Grüne Christel Riemann-Hanewinckel SPDGesundheit und Soziale Sicherung rahmenlos|zentriert|100px (* 1949) SPD Marion Caspers-MerkFranz Thönnes SPD Verkehr, Bau- und Wohnungswesen rahmenlos|zentriert|100px (1936–2019) SPD Iris GleickeAchim GroßmannAngelika Mertens SPD Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit rahmenlos|zentriert|100px (* 1954) Grüne Simone ProbstMargareta Wolf Grüne Bildung und Forschung zentriert|100px (* 1951) SPD Christoph Matschiebis 1. Juli 2004Ulrich Kasparickab 1. Juli 2004 SPD Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zentriert|100px (* 1942) SPD Uschi Eid Grüne

Mit der Kabinettsbildung kam es auf Ebene der Ministerien zu zwei größeren Umstrukturierungen. Zum ersten und bisher einzigen Mal wurde das Ministerium für Wirtschaft mit dem Ministerium für Arbeit zu einem „Superministerium“ für Wirtschaft und Arbeit zusammengeführt, das vom vormaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement geleitet wurde. Der Bereich Sozialordnung vom ehemaligen Arbeitsministerium wurde dem Gesundheits-Ressort zugeordnet, das nun Ministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hieß.

Neben den abgelösten Ministern für Arbeit und Wirtschaft gab es drei weitere personelle Änderungen im Vergleich zum Kabinett Schröder I: Neue Justizministerin wurde Brigitte Zypries, das Familienministerium führte nun Renate Schmidt und Manfred Stolpe übernahm das Verkehrs- und Bauministerium.

Während der Legislaturperiode kam es nur zu zwei personellen Wechseln. Jürgen Trittin übernahm nach der Bundestagswahl 2005 zeitweise auch das Landwirtschafts-Ressort, als Renate Künast Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen wurde. Auf Ebene der Parlamentarischen Staatssekretäre wurde der 2004 in die thüringische Landespolitik wechselnde Christoph Matschie im Ministerium für Bildung und Forschung von Ulrich Kasparick ersetzt.

Durch die vorgezogenen Neuwahlen im Jahr 2005 wurde das Kabinett Schröder II die am kürzesten amtierende gesamtdeutsche Bundesregierung. Das letzte Bundeskabinett, das vorzeitig abgelöst wurde, war das Kabinett Kohl I im Jahr 1983.

Siehe auch Liste der deutschen Bundesminister Liste der deutschen Bundesregierungen Geschichte Deutschlands seit 1990#Regierungen unter Gerhard Schröder (1998–2005) Sozialdemokratische Partei Deutschlands#1998 bis 2005: Rot-Grün unter Gerhard Schröder Gerhard Schröder#Bundesregierung Schröder II Liste der Mitglieder des Deutschen Bundestages (15. Wahlperiode)

Literatur Gregor Schöllgen: Gerhard Schröder: Die Biographie (2015) Edgar Wolfrum: Rot-Grün an der Macht. Deutschland 1998-2005. C. H. Beck, München 2013.

Weblinks

Koalitionsvereinbarungen der SPD auf Bundesebene Friedrich-Ebert-Stiftung (auf 15. Wahlperiode klicken)

Fußnote

Schroder2 Kategorie:Gerhard Schröder Kategorie:Kabinett mit SPD-Beteiligung Kategorie:Kabinett mit Beteiligung von Bündnis 90/Die Grünen Kategorie:Gründung einer politischen Organisation 2002 Kategorie:Aufgelöst 2005